Einblicke in meine Energiearbeit

Ich lebe meine Berufung. Ich mache das, was ich am besten kann: Menschen auf ihrem individuellem Weg unterstützen. Das ist ein großes Geschenk. Mit meinen hochsensiblen Fähigkeiten, die ich kontinuierlich schule, habe ich im Laufe der Zeit meine ganz persönliche Art des Heilens entwickelt.

Mit der Energiearbeit habe ich 2007 begonnen. Den Heilpraktiker habe ich 2011 gemacht, um eine solide schulmedizinische Basis zu haben und meine Klienten qualifiziert zum Arzt schicken zu können.

Ich biete Hilfe zur Selbsthilfe an

Klienten kommen dann zu mir, wenn sie alleine nicht weiterkommen. Es geht dabei um körperliche Symptome, seelische Schwierigkeiten oder ungelöste Fragen. Wir arbeiten gemeinsam an ihrem Anliegen. Ich nutze dazu mein hochsensibles Einfühlungsvermögen und meine langjährige Erfahrung.

Meine Energiearbeit: Ich bin Expertin für Unsichtbares

Energie ist spürbar: Wir fühlen zum Beispiel, wenn wir von jemandem angeschaut werden. Manche nennen das Intuition oder Bauchgefühl. Diese Fähigkeit haben wir alle. Wir beziehen die so gewonnen Informationen natürlicherweise in unser Leben ein.

Es gibt keine Geheimnisse

Energie ist immer um uns herum und wir können theoretisch so an alle Informationen herankommen. Es gibt aber so viele Informationen, dass wir damit nichts anfangen können. Wie im Internet brauchen wir eine gute Suchmaschine um die richtigen Antworten zu finden.

Keine Angst!

Manche Klienten haben die Befürchtung, ich bräuchte sie nur anzusehen und schon wüsste ich alles über sie! Ich kann alle beruhigen. Dem ist nicht so.

Ich suche ausschließlich nach Informationen, die mit dem konkreten Anliegen meiner Klienten zu tun haben. Mein Klient erklärt mir das Problem und wir nähern uns dem Thema. Ich nutze dazu den Istzustand seines Energiekörpers, den ich mit Hilfe des Tensors abfrage. So erhalte ich Anhaltspunkte und taste mich mit deren Hilfe weiter vor.

Tensor

Arbeit mit dem Tensor

Der Tensor unterstützt mich dabei Informationen, die ich jenseits meiner 5 Sinne empfange sichtbar und nachvollziehbar zu machen.

Ein großer Vorteil dieser Arbeitsweise ist, dass ich so einen anderen Zugang zum Problem oder der Blockade bekomme und frei von automatischen Wertungen und Altbekanntem arbeiten kann. Das ermöglicht meinen Klienten einen frischen Blick auf ihre Situation.

Beispiel:

Eine Mutter war mit ihrer ältesten Tochter bei mir. Vor ihrer Geburt hatte die Mutter viele Fehlgeburten. Sie hat sich dieses Kind so sehr gewünscht und es in ihrem Körper mit aller Macht festgehalten.

Es war sehr hilfreich für beide sich darüber klar zu werden: Die Tochter fühlte sich geehrt ein absolutes Wunschkind zu sein und die Mutter konnte viel besser verstehen warum ihr das Loslassen der 11-jährigen so schwer fällt.

Arbeit direkt am Körper

Mit einigen Klienten arbeite ich am Körper. Das entscheiden wir gemeinsam im Erstgespräch oder im Lauf der Behandlung. Dafür nutze ich eine Behandlungsliege, die ich auch zu Hausbesuchen mitnehme. Auch hier arbeiten wir gemeinsam: An Blockaden in den Energiebahnen und Organen.

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Was meine Energiearbeit mit Persönlichkeitsentwicklung zu tun hat

1. Meine persönliche Entwicklung

Je mehr ich mich kennen und akzeptieren lerne umso feinfühliger werde ich und umso besser wird meine Energiearbeit. Das motiviert mich dranzubleiben und ist ein Grund warum ich Blogartikel über Persönlichkeitsentwicklung schreibe.

2. Die persönliche Entwicklung meiner Klienten

Ich unterstütze meine Klienten dabei Veränderungen anzugehen und durchzuhalten. Ich finde es schade, wenn sie mit dem gleichen Problem immer wieder zu mir kommen auch wenn das gut für den Umsatz wäre. Ich zeige ihnen lieber Wege, wie sie sich selbst helfen können. Ich biete das ohne Erwartung oder erhobenem Zeigefinger an. Was jeder Einzelne umsetzt bleibt ihm überlassen.

Das Unsichtbare sichtbar machen

Wenn Du mit mir arbeitest, kann es sein, dass Du eine Karteikarte von mir mitbekommst. Wir haben dann ein Wort oder ein Bild gemeinsam entwickelt, dass Dich auf Deinem weiteren Weg begleiten darf. Da ich nicht zeichnen kann gibt das oft einen Grund zum Schmunzeln.

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Karteikarte von meiner Tochter

Meine Energiearbeit ist individuell

Gesundheit ist sehr individuell und deswegen ist jede Behandlung anders. Je mehr Erfahrung ich bekomme desto weniger kann ich mit unserem Schubladendenken anfangen.

Beispiel: Ich unterstütze einen Klienten mit Krebserkrankung

Er hat nach der Ersterkrankung Metastasen entwickelt und sich gegen eine weitere Chemotherapie und Bestrahlung entschieden. Als er mich um Hilfe bat, habe ich ausführlich mit ihm besprochen, wie diese Unterstützung aussehen kann. Er ist sehr klar in dem was er braucht und er erwartet keine Wunder von mir. Das ist eine gute Basis für eine fruchtbare Zusammenarbeit.

Ich bin ein Teil eines Unterstützungssystems, das er sich nach seinen Bedürfnissen aufbaut. Dazu gehört ein Arzt seines Vertrauens, Physiotherapeuten sowie Hilfe im Alltag.

Das erlaubt es ihm seinen Weg zu gehen und es ist wunderbar für ihn da zu sein, wenn er das braucht.

Mit wem ich nicht zusammenarbeite

Ich habe Klienten mit einer Krebserkrankung abgelehnt, die auf eine schulmedizinische Behandlung verzichten wollten. Ich schaue mir bei meiner Entscheidung genau an, welche Glaubenssätze mein potentieller Klient hat.

Wenn ich meine, ein Klient mit einer schweren chronischen Krankheit handelt gegen diese Glaubenssätze, lehne ich eine Zusammenarbeit ab. Die Gefahr, dass er ernste Probleme erschafft ist mir zu groß. Mit meinem Gewissen kann ich eine Zusammenarbeit dann nicht vereinbaren.

Wir sind leider Meister darin uns etwas vorzumachen. Bei ernsten Krankheiten kann das lebensbedrohliche Konsequenzen haben.

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Wer heilt hat Recht

Ich glaube an die Schulmedizin und nutze sie. Wir haben heute tolle Möglichkeiten und können uns Hilfe aus den unterschiedlichsten Richtungen holen. Das sollten wir auch nutzen. Es kommt nur darauf an, dass unsere Wahl gut zu uns passt. Ist dieser Erkenntnisprozess schwierig, können wir uns Hilfe holen und Verschiedenes ausprobieren.

Ich arbeite nicht nur mit Menschen, sondern auch mit unserer Umwelt.

Reinigung von Häusern und Grundstücken

Viele von uns reagieren empfindlich auf die Energien in ihrer Umgebung. Sie schlafen dann schlecht oder fühlen sich nicht wohl. Hier kann das energetische Reinigen von Wohnung, Haus und Grundstück helfen. Ich spüre die störenden Energien auf, entstöre und harmonisiere sie.

Diese Energien sind schwer objektivierbar. Daher ist das subjektive Empfinden der Bewohner entscheidend.

Beispiel: Historische Energien

Ich lebe im Norden Hamburgs und habe immer wieder negative historische Energien aus dem 30-jährigen Krieg (1618-1648) gefunden. Viel Leid geschah in dieser Zeit als ganze Landstriche von umherziehenden Soldaten heimgesucht wurden. Dreissigjähriger Krieg in Norddeutschland

Meine Vorgehensweise

Bei der Reinigung von Häusern arbeite ich vor Ort. Ich nehme zuerst den Istzustand auf

  • Wie schlafen die Bewohner?
  • Wie ist ihr Gesundheitszustand?
  • Gibt es akute Verschlechterungen?
  • Gibt es Besonderheiten in der Umgebung?

Dann identifiziere ich die verschiedenen Störfelder und entstöre die Energien.

Meine Erfahrungen

Ich war schon an vielen Bauplätzen, in alten und neuen Häusern und Wohnungen. Es ist immer wieder spannend weil jeder Ort anders ist und ich nie weiß was mich erwartet. Bisher konnte ich immer helfen.

Das liegt sicher auch daran, dass die Menschen, die mich engagieren bereits durch einen langen Prozess gegangen sind. Einige haben einfach das unbestimmte Gefühl, dass irgendetwas nicht stimmt. Ich würde auch gründlich überlegen bevor ich mich für etwas so Ungewöhnliches wie eine energetische Hausreinigung entscheide.

Trau Deiner Wahrnehmung und Deinem Bauchgefühl!

Wenn Du wiederholt den Eindruck hast, dass etwas nicht in Ordnung ist, dann ist das auch so.

Meine Energiearbeit hat nichts mit Wundern oder Magie zu tun

Wer mich persönlich kennt oder meine Blogartikel liest weiß, wie wichtig mir Pragmatismus ist. Ich sorge immer wieder bewusst für meine eigene Bodenhaftung. Mein Alltag mit seinen vielen profanen Aufgaben wie Waschen, Putzen und Kochen erdet mich. Auch meine Familie und mein Humor bilden eine solide Basis für meine Energiearbeit. Ich übernehme sehr bewusst die Verantwortung dafür nicht abzuheben.

Begegnung auf Augenhöhe

Wir sind alle auf verschiedenen Gebieten Experten. Auch ich habe meine Baustellen, an denen ich arbeite, genau wie jeder andere auch. Auch ich hole mir Hilfe, wenn ich nicht weiterkomme.

Es ist sehr befriedigend und macht mir sehr viel Spaß, Menschen auf ihren einzigartigen Wegen zu unterstützen. Ich freue mich über jeden Fortschritt und jede neue Erkenntnis meiner Klienten.

Du bist bei mir richtig, wenn Du das brauchst:

  • Unterstützung um aus einem Stillstand herauszukommen
  • Neue Informationen und einen detaillierten Blick hinter die Kulissen
  • Wertschätzende Zusammenarbeit
  • Rückenwind und Inspiration

Wenn Du folgendes mitbringst kannst Du viel mitnehmen:

  • Bereitschaft für Veränderung
  • Offenheit für Neues
  • Verantwortung für Dich
  • Humor: Ist nicht zwingend erforderlich aber hilfreich

Wenn Dich dieser Artikel angesprochen hat und Du meinst, ich könnte Dir vielleicht helfen, sprich mich gerne unverbindlich an.

Ich arbeite nicht nur im Hamburger Raum sondern Dank moderner Technik auch international per Videokonferenz.

Ich freue mich auf Dich!

Link: Mein Blogartikel im Nova-Lebensraum zu hochsensibler Gesundheit

Bilder: Privat

© Inge Schumacher

 

Was man über Osteopathie wissen muss

Eine Einführung in die Osteopathie: Was kann sie, was sind ihre Stärken? Meine Osteopathieexpertin Jeanette Gauster beantwortet meine Fragen und gibt Einblicke in ihre Arbeit.

Diesen Artikel widme ich der von mir sehr geschätzten Therapie der Osteopathie. Ich bin Heilpraktikerin und habe mich auf geistiges Heilen, Fußreflexzonenmassage und Kinesio-Taping spezialisiert. Da ich selbst keine Expertin für Osteopathie bin, habe ich mir eine ins Boot geholt. Jeanette Gauster ist Osteopathin und im Vorstand der Osteopathen in Hamburg. Sie hat mir viele Fragen rund um diese Therapieform beantwortet und passt auf, dass ich hier sachlich richtig berichte. Das Interview mit ihr ist unter Punkt C. zu lesen.

1. Geschichte der Osteopathie

Der amerikanische Arzt Andrew Taylor Still beschäftigte sich intensiv mit dem Bewegungsapparat, also mit Knochen, Gelenken, Muskeln und Sehnen. Er war der Meinung, dass nur eine gute Beweglichkeit eine freie Versorgung von allen Teilen des Körpers gewährleisten kann.

Aus der Not heraus entwickelte er in der Mitte des 19. Jahrhunderts die Osteopathie. Er lebte im amerikanischen Grenzland und erlebte täglich wie Menschen an Infektionen, Krankheiten oder im Kindbett starben: Drei seiner Kinder starben an Meningitis, eines an einer Lungenentzündung und seine Frau verlor er nach Geburtskomplikationen. Die damals existierenden Medikamente, die schwerste Nebenwirkungen hatten, lehnte er ab. Er beherrschte das manuelle Mobilisieren und Richten von Gelenken und entwickelte dies weiter.

Sein Ziel war es die gestörte Mobilität von Knochen, Gelenken, Faszien, Organen, Gefäßen und Nervenverläufen wieder herzustellen und dem Körpers dadurch die Selbstheilung zu erleichtern. Er stellte seine Form der Medizin, die Osteopathie, am 22. Juni 1874 zum ersten Mal öffentlich vor. Er gründete eine Schule und seither verbreitete sich die Osteopathie und entwickelte sich kontinuierlich weiter.

Praktiziert wird die Osteopathie mittlerweile in fast allen europäischen Ländern. In Deutschland wurde sie erst in den 1980´ern bekannter.

 2. Was ist Osteopathie?

Das Wort Osteopathie setzt sich aus den beiden griechischen Begriffen osteon (Knochen) und pathos (Leiden, Leidenschaft) zusammen. Osteopathie ist eine ganzheitliche Methode, die den Menschen als Einheit von Körper, Seele und Geist betrachtet.

Die Osteopathie kümmert sich sowohl um die Beweglichkeit des gesamten Körpers als auch um die Eigenbewegungen einzelner Körperteile, Organe und Gewebe.

In unserem Körper sind alle Teile über die Faszien, das sind dünne Bindegewebshüllen, miteinander verbunden. Daher können Störungen in einem Teil des Körpers überall Auswirkungen haben. Schmerzen entstehen aufgrund von Funktionsstörungen. Wegen dieser Zusammenhänge behandelt ein Osteopath immer den gesamten Patienten.

Osteopathie konzentriert sich nicht nur auf den Bewegungsapparat sondern wirkt weit darüber hinaus. Sie ist daher eine Behandlungsmöglichkeit für sehr viele Beschwerden und ist wegen ihrer einfühlsamen und schmerzfreien Art besonders gut für Kinder und Säuglinge geeignet.

 

Baumstumpf

Meine eigenen Erfahrungen mit Osteopathie

Ich habe Osteopathie während der 2. Schwangerschaft durch meine Hebamme kennen gelernt. Meine erste Tochter ist in Beckenendlage geboren und die Hebamme empfahl mir Osteopathie, um eine 2. Beckenendlagengeburt eventuell zu vermeiden. Während der zweiten Schwangerschaft war ich also dreimal bei einem Osteopathen. Meine 2. Tochter lag zwar trotzdem in Beckenendlage, ich hatte aber während der Schwangerschaft überhaupt keine Rückenschmerzen, was sehr angenehm war. Inwieweit mir die Osteopathie bei der unproblematischen ambulanten Geburt geholfen hat, kann ich nicht beurteilen.

Einige Jahre später sagte meine Yogalehrerin zu mir: „Inge, du bist schief.“ Ich schaute in den Spiegel und sie hatte Recht: Eine Schulter stand deutlich tiefer als die andere. Daraufhin holte ich mir nach längerer Zeit wieder einen Osteopathietermin. Die Osteopathin meinte zu mir: „Wie schön, dass Sie kommen ohne Schmerzen zu haben.“ Nach drei Behandlungen stand ich wieder gerade. Jetzt beobachte ich mich selber und alle ein bis zwei Jahre hole ich mir osteopathische Hilfe.

Während einer Osteopathiebehandlung merke ich genau, wie und wo mein Körper dabei unterstützt wird, Energien loszulassen. Ich unterstütze diesen Prozess des Loslassens aktiv, was meine Osteopathin auch bemerkt.

Auch mit meinen Kindern gehe ich ab und zur Osteopathie. Als Baby hatte mein Sohn einen schiefen Kopf und Probleme beim Trinken. Hier hat die Osteopathie auch geholfen.

Aus meinem Freundes,- Bekannten- und Klientenkreis weiß ich, dass Osteopathie sowohl bei Kindern mit körperlichen Auffälligkeiten wie Schwierigkeiten beim Kopf drehen, KiSS Syndrom, Verdauungsproblemen, Koliken, X-Beinen, und wiederkehrenden Infekte unterstützen kann als auch bei Entwicklungsverzögerungen, extremem Verhalten außerhalb der normalen Entwicklungsstufe, z.B. bei ständigen Wutanfällen oder extremer Introvertiertheit, Sprachproblemen und Problemen beim Schreiben lernen positive Resultate gebracht hat.

Im Gespräch mit Jeanette konnte ich viel Neues über Osteopathie dazu lernen. Zum Beispiel haben die fünf verschiedenen Osteopathen, Männer und Frauen, die ich bisher erlebt habe, eher sanft gearbeitet. Jeanette erklärte mir, dass es auch viele Osteopathen gibt, die mehr chiropraktisch arbeiten, also den Körper des Patienten eindrücklicher bewegen. Intuitiv habe ich mir wohl die Behandlungsweise gesucht, die am besten zu mir passt.

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3. Fragen an die Osteopathin Jeanette Gauster

1. Wie bist Du darauf gekommen, Osteopathie zu lernen und wie gestaltete sich Dein Ausbildungsweg?

Ich hatte als Kind eine starke Skoliose, das ist eine Wirbelsäulenverkrümmung und habe deswegen jahrelang Krankengymnastik gemacht. Als junge Erwachsene bin ich schließlich wegen der ständigen Schmerzen operiert worden. Schon früh habe ich mich deswegen für die Arbeit als Krankengymnastin interessiert und so machte ich nach der Schule eine 3 jährige Ausbildung zur Physiotherapeutin. Während dieser Ausbildung lernte ich die Osteopathie kennen und lieben. Ich wusste, das möchte ich lernen.

Die berufsbegleitende Ausbildung bei einer bei der Bundesarbeitsgemeinschaft für Osteopathie (BAO) anerkannten Schule dauerte 5 Jahre. Anschließend habe ich zwei Jahre lang Kinderosteopathie gelernt. Auch heute noch bilde ich mich ständig weiter.

Direkt im Anschluss an die Osteopathieausbildung habe ich die Heilpraktikerprüfung gemacht damit ich auch Diagnosen stellen darf.

2. Bei welchen Beschwerden würdest Du Osteopathie empfehlen?

Osteopathie kann bei vielen chronischen Beschwerden helfen, besonders dann, wenn die Schulmedizin nicht weiter weiß. Wenn Körper, Geist und Seele aus irgendeinem Grund nicht eins sind, kann Osteopathie unterstützen. Jeglicher psychischer Stress kann sich im Körper zeigen; auch Depressionen und seelische Traumata.

3. Kommen Deine Patienten von alleine oder werden sie von Ärzten oder Heilpraktikern geschickt?

Viele meiner Patienten kommen von alleine oder auf Empfehlung aus dem Verwandten- und Bekanntenkreis. Aus dem medizinischen Bereich bekomme ich die meisten Empfehlungen von Hebammen, Logopäden und Ergotherapeuten.

4. Wie ist Dein idealer Patient?

Mein idealer Patient lässt sich auf die Behandlung ein. Meine Art der Therapie ist wenig invasiv, das heißt man merkt an der Oberfläche nicht viel. Dass sich im Körper dabei trotzdem viel tun kann ist für viele Menschen ungewohnt und daher schwer zu verstehen.

Auch deswegen arbeite ich gerne mit Kindern. Sie hinterfragen nicht viel, lassen sich auf die Behandlung ein und fühlen einfach.

5. Sollten Kinder und Säuglinge schon früh einem Osteopathen vorgestellt werden?

Osteopathie kann bei Kindern wunderbar die Selbstheilungskräfte unterstützen. Das bedeutet aber nicht, dass man sofort nach der Geburt zum Osteopathen rennen muss. Im Gegenteil, Kinder haben von sich aus ausgeprägte Selbstheilungskräfte. Nach meiner Erfahrung wissen Eltern, wenn etwas nicht mit ihrem Kind stimmt. Sie sollten sich da ruhig auf ihr Gefühl verlassen und sich je nach Bedarf Hilfe holen.

6. Wie sieht eine Osteopathiebehandlung bei Dir aus?

Am Anfang steht eine ausführliche Anamnese. Mich interessiert neben den aktuellen Beschwerden auch die körperliche Historie und die Lebenssituation meiner Patienten.

Ich arbeite während der Behandlung mit den Händen am Patienten und suche nach Läsionen, das sind Stellen wo etwas nicht im Fluss, also verspannt oder blockiert ist. Dort unterstütze ich den Körper.

Ich gebe in der Behandlung kleine Anstöße und der Körper setzt diese dann um. Er geht dabei so weit wie er in diesem Moment gehen kann. Nichts wird erzwungen, denn die Selbstheilungskräfte überfordern einen nicht.

7. Was hat Osteopathie mit Selbstheilungskräften zu tun?

Der Körper kann alleine heilen und tut das auch ständig. Erst wenn eine Verletzung oder Überlastung zu groß ist oder es zu viel auf einmal wird, kann er sich nicht mehr selbst heilen. Er kompensiert dann um weiter funktionieren zu können. Das hat dann Folgen für andere Teile des Körpers und irgendwann spüren wir Schmerzen mit denen uns der Körper darauf aufmerksam macht, dass etwas nicht stimmt.

Eine Kompensation kann folgendermaßen aussehen: Wir knicken uns den Fuß um und das führt zu einer leichten Fehlstellung der Fußknochen. Danach reagiert das Knie darauf, dann sind die Hüfte, das Becken und die Wirbelsäule dran. Wochen oder Monate später haben wir dann vielleicht Nackenschmerzen.

Manche Menschen können ihr Leben lang wunderbar kompensieren und stellen erst mit über 60 Jahren fest, dass es plötzlich jede Menge Probleme gibt, wo doch vorher immer alles in Ordnung war.

8. Osteopathie wirkt auch nach der Behandlung: Woher kommt das?

Ich erkläre das gerne an einem Beispiel: Unser Keller ist voll und das Regal ganz hinten an der Wand ist zusammengebrochen. Wir entschließen uns gründlich aufzuräumen. Da wir nicht an das kaputte Regal herankommen, fangen wir mit dem Aufräumen an der Tür an.

Als Osteopathin fange ich sozusagen an der Tür an zu behandeln. Der Körper arbeitet aber, im Gegensatz zum Keller, nach der Behandlung alleine weiter. Das kann anstrengend sein und viele Patienten sind danach müde. Wichtig ist deswegen, nach einer Behandlung ausreichend Wasser zu trinken, da der Körper Schadstoffe dann leichter abtransportieren kann. In den ersten zwei bis drei Wochen nach einer Behandlung, manchmal auch länger, arbeitet der Körper noch weiter und findet so sein neues Gleichgewicht.

9. Bezahlen die Krankenkassen Deine Behandlungen?

Die Bezeichnung Osteopath ist nicht gesetzlich geschützt. Viele gesetzliche Kassen übernehmen seit 2012 dann einen Teil der Kosten, wenn der Osteopath eine 5-jährige Ausbildung in einer von der Bundesarbeitsgemeinschaft für Osteopathie (BAO) anerkannten Schule vorweist.

Ob private Kassen die Behandlung bezahlen hängt vom individuellen Tarif ab. Sind Heilpraktiker-Leistungen eingeschlossen, ist der Abschluss als Heilpraktiker für die Erstattung entscheidend.

10. Worin liegen Deine Stärken?

Was mir bei meiner Arbeit sehr hilft ist mein feines Gespür. Ich spüre gut, wo es gerade hakt, das erleichtert mir die Arbeit. Ich mag Menschen und lasse mich unvoreingenommen auf sie ein. Ich bin ein bodenständiger, direkter und humorvoller Mensch.

11. Was schätzt Du an Deinem Beruf?

Ich freue mich, wenn ich dazu beitrage, dass ein Körper sich wieder selbst helfen kann und ich schätze die Vielseitigkeit meiner Arbeit.

Die Therapie ist keine Wellnessbehandlung und man sollte keine Wunder erwarten. In schwierigen Fällen sehe ich es schon als Erfolg, Linderung zu erreichen. Z.B. bei einer Patientin mit wiederkehrenden Rückenschmerzen hat sich die Dauer ihrer Schmerzen von 3 Wochen auf 3 Tage reduziert.

Vielen Dank für Deine Antworten Jeanette!

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4. Osteopathie als Therapiemöglichkeit

Ich hoffe, Jeanettes Antworten haben geholfen, Osteopathie greifbarer zu machen. Es wäre schön, wenn mehr Menschen diese Therapieform besser kennenlernen. Meiner Erfahrung nach ist eine Osteopathiebehandlung eine gute Investition auch wenn die Krankenkasse sie nicht oder nur zum Teil bezahlt. Unsere langfristige Gesundheit sollte uns das wert sein.

Die Verantwortung für unsere Gesundheit liegt ganz alleine bei uns

Nicht jede Therapie passt für jeden und nicht jeder Therapeut ist uns sympathisch und das ist gut so. Manchmal hilft nur, etwas auszuprobieren von dem man das Gefühl hat, es könnte helfen. So habe ich vor 13 Jahren auf der Suche nach Heilung für meine asthmakranke Tochter das geistige Heilen entdeckt.

Für mich persönlich ist Osteopathie eine wertvolle Unterstützung. Auch in meinem Körper addieren sich im Laufe der Zeit kleine Verspannungen auf. Als Energiearbeiterin bin ich dafür wahrscheinlich sensibel und merke, wenn mein Körper mal wieder Unterstützung beim Loslassen braucht. Ich erspare mir damit sicher viele Beschwerden und bleibe länger gesund.

Bilder: Pixabay und Privat

© Inge Schumacher