Meditation wozu?

Warum schreibe ich über Meditation?

In diesem Artikel erzähle ich, wie ich mehr Ruhe und Ausgeglichenheit in mein Leben geholt habe.

Ich möchte Euch motivieren, Euren eigenen Weg zu mehr innerer Ruhe zu suchen. Es gibt dafür viele Möglichkeiten. Ihr braucht dazu nur ein wenig Neugier und Experimentierfreude.

Bei dem Gedanken an Meditation ging ich früher sofort in Abwehrhaltung. Regelmäßig still herumsitzen und erleuchtet tun? Das war nichts für mich. Gegen rigide und starre Übungen hatte ich sowieso eine eingebaute Sperre.

Auf der Überholspur

Es fing damit an, dass mein Coach mir empfahl, mehr zur Ruhe zu kommen. Ich fing mit einer halbstündigen Mittagspause an. Was er meinte war aber, dass ich den ganzen Tag über entspannter sein sollte.

Ich konnte nicht verstehen, wie das gehen könnte. Eine lahme Ente sein und schlapp rumhängen? Das war ich nicht. Ja, ich hatte die Tendenz durch meinen Tag zu galoppieren. Wie könnte ein entspannter Alltag, in dem ich mich wohlfühle, aussehen? Ich konnte es mir nicht vorstellen.

Heute weiß ich, dass ich abhängig war vom Adrenalin. Ich lief den ganzen Tag auf Hochtouren und das bedeutete Stress, denn ich stand die ganze Zeit unter Spannung. Das merkte ich aber nicht. Ich konnte mir ein anderes Dasein nicht vorstellen und verstand daher auch nicht, worauf mein Coach hinaus wollte.

Wie ich innerlich ruhiger wurde

Zu der Zeit befasste ich mich mit dem Thema Präsenz. Mir wurde bewusst, dass ich im Alltag entweder in der Zukunft oder in der Vergangenheit war: Während ich die Wäsche sortierte war ich schon bei den nächsten 3 Dingen, die zu tun waren. Ich war selten im Hier und Jetzt.

Über meinen Weg zu mehr Präsenz und Achtsamkeit habe ich hier geschrieben. Die zentrale Frage für mich in diesem Prozess war: Was tut mir jetzt gut? Damit war ich sofort im Hier und Jetzt und lernte aufmerksamer zu werden und zu merken was ich brauchte. Ich fing an mir selbst als Einheit zuzuhören und dabei auch meinen Körper einzubeziehen.

Ich war und bin immer noch stolz auf meine Fähigkeit mehrere Dinge parallel zu tun, die mir oft gute Dienste leistet. Ich merkte durch meine Präsenzfrage aber schneller, wann es mir gut tat, einen Gang herunterzuschalten. Wenn ich müde und gestresst wurde, dann legte ich eher eine Pause ein und hinterfragte ob manche Sachen wirklich sein mussten.

Ich habe angefangen alle paar Tage bewusst eine kleine Auszeit zu nehmen und diese zu nutzen: Um die Verspannungen in meinem Schulter- und Nackenbereich wegzuatmen und um meiner Intuition freien Lauf zu lassen.

Am Anfang fühlte ich mich unwohl und komisch, aber schon bald fing ich an, diese kleinen Auszeiten zu genießen.

Meine Kinder fragten: Mama was tust Du da? Zuerst habe ich geantwortet: Ich lege eine Pause ein und dann wurde mir klar: Ich habe angefangen zu meditieren. Seither heißt es bei uns zu Hause: Mama meditiert.

Und siehe da, ich muss nicht starr und heilig herumsitzen. Ich kann meditieren, so wie es zu mir passt. Dazu gehört für mich beim Meditieren mal zu sitzen und mal zu liegen. Hauptsache es ist angenehm. In letzter Zeit legt sich meine Große manchmal dazu weil ich eine Ruhe ausstrahle, die ihr gut tut.

Meditation

Es geht bei Meditation um Bewusstsein, Achtsamkeit und Präsenz. Dafür brauche ich Ruhe, Zeit und einen passenden Ort.

PraxisÜb2

Mein Rückzugsort

Ich habe den Luxus von zu Hause arbeiten zu können, weil wir genug Platz für meinen Praxisraum haben. Vor 2 Jahren haben wir diesen Raum renoviert. Mein Mann und ich haben gemeinsam Parkett gelegt und ich habe gestrichen. Dadurch ist der Raum noch schöner geworden, noch lichtdurchfluteter und klarer. Er ist seitdem mein bevorzugter Meditationsort.

Es gibt auch einen Meditationsort in mir

Ich bin für meine Meditation aber nicht auf einen festen Platz angewiesen. Meinen inneren Meditationsort kann ich überall mitnehmen. Er hat nichts mit Quadratmetern zu tun. Den habe ich dabei, wenn ich am Meer sitze oder auf einer Bank im Garten ganz bei mir bin. An diesem Ort werde ich ruhig und finde mich selbst.

Wie lang sind meine Auszeiten?

Angefangen habe ich ohne Musik oder Zeitlimits. Meinen ersten Timer habe ich auf 19,59 Minuten gestellt, das fühlte sich nicht so lang an. Dann habe ich mir eine kostenlose Meditations-App heruntergeladen, die auch Musik anbietet. Mein Ziel war, dreimal die Woche zu meditieren; ohne Druck und ohne Erwartung.

Nach einem Jahr habe ich die Zeit auf 29,59 Minuten gesteigert, wobei ich das flexibel handhabe, je nach Zeit und Bedarf. Ich habe keine festen Tageszeiten. Meist versuche ich es vor dem Mittagessen, das bei uns meist am Nachmuttag ab 15.00 Uhr ist, da die Kinder spät aus der Schule kommen.

Was an dem ganzen Prozess am längsten gedauert hat war, mich von dem starren Bild von Meditation zu lösen, das ich in meinem Kopf hatte.

In der Gruppe meditieren

Ich bin ein sehr sozialer Mensch und suche, da ich zu Hause alleine arbeite immer wieder den Austausch mit Anderen. Zum Glück gibt es die unterschiedlichsten Angebote auch Achtsamkeit und Meditation in Gruppen zu praktizieren.

Seit 1,5 Jahren nehme ich einmal im Monat an einem Frauenkreis in Ahrensburg teil. Das ist ein sehr geschätzter Fixpunkt in meinem Leben geworden. Liebevoll geführt von Hanna Krohn geht es um Präsent sein und Achtsamkeit, Meditation, Körperbewusstsein, Rituale und Bewegung im Kreis von Frauen. Wir sprechen in den 2 Stunden nicht miteinander, sondern tauschen uns auf andere Art und Weise aus. Die tiefe Akzeptanz die wir so unterschiedlichen Frauen uns gegenseitig schenken, ist eine große Kraftquelle für mich.

Mantras sind Mini-Meditationen

Mit Mantras gibst Du Deinem Geist etwas zu tun und lenkst ihn ab, wenn er irgendwo hinwill, wo es Dir nicht gut tut:

Du kannst sie z. B. nutzen wenn Du in Angstschleifen abdriftest. Vor ungefähr 5 Jahren hatten wir finanzielle Sorgen. Ich musste lernen, wie ich aus den automatischen Angstspiralen wieder herauskomme. Heute weiß ich: Da war ich nicht präsent und hing in einer vermeintlich schrecklichen Zukunft herum, die nie eingetreten ist.

Ungeplant habe ich angefangen, immer wenn ich Auto fuhr, zu denken: „Alles wird gut“. Ich habe das ständig wiederholt. Das kam ganz natürlich und hat mich sehr beruhigt. Ich konnte mich daran wie an einem Treppengeländer festhalten. Das habe ich mehr als ein halbes Jahr gebraucht. Erst später fiel mir auf, dass das ein Mantra war.

Für Mantras brauchen wir noch nicht einmal einen bestimmten Ort, wir können sie überall nutzen: Im Auto, im Büro, im Supermarkt.

00100sPORTRAIT_00100_BURST20180502071005925_COVER

Ist das was ich tue wirklich Meditation?

Meine Meditationspraxis hat vermutlich wenig mit der im Buddhismus gelehrten zu tun. Davon habe ich keine Ahnung. Für mich sind diese Ruhezeiten eine wohltuende Achtsamkeits- und Wellnessübung.

Katrin Jonas, eine Meditationsexpertin mit der ich auf Facebook in Kontakt stehe, plädiert in ihrem Buch „Der Weg des Wassers“  dafür, dass Frauen die traditionellen Meditationsformen aufbrechen und an sich anpassen. Meditation ist individuell, schreibt sie und gibt viele Beispiele. Das entspricht genau meiner Erfahrung. Ich wünschte ich hätte das Buch früher gelesen!

Was sich durch Meditation verändert hat

Meine regelmäßigen Atempausen helfen mir präsenter zu werden. Ich weiß öfter was genau ich gerade tue, was für eine Energie ich aussende und was für Folgen das hat. Ich entscheide mich z.B. bewusst für einen Tag auf der Überholspur und gebe dann auch keinem anderen die Schuld, wenn ich am Abend platt bin.

Weil ich präsenter bin und öfter bei mir andocke, merke ich eher was mir schwer und was mir leicht fällt, wo ich mich überfordere und wann ich in den Stressmodus schalte. Ich bin mir bewusster wohin ich steuere.

Körperliche Auswirkungen meiner Meditation

Meine durch Adrenalin verursachte Grundanspannung hat sich deutlich verringert. Ich bin im Alltag ruhiger und entspannter. Ich versuche jetzt, auch dann wenn es hoch hergeht, kleine Ruhepausen einzulegen. Das gelingt mir nicht immer. Aber immer öfter.

Ich habe deutlich weniger Verspannungen im Schulter- und Nackenbereich. Das waren typische Symptome meiner kopfgesteuerten Lebensweise. Meine Familie spiegelt mir in letzter Zeit wider, wie angenehm es für sie ist, dass ich mehr in mir ruhe und weniger hektisch bin.

Ich habe einen besseren Kontakt zu meinem Körper und merke eher was er braucht. Der Kontakt zu meinem Körper hat mir früher gefehlt. Er bekam von mir nur dann Aufmerksamkeit, wenn er nicht funktioniert hat. Ich begreife immer mehr, dass ich viel mehr als mein Denken bin. Hier steht noch einiges an Arbeit für mich an. Ich versuche mich jetzt mehr bei meinen Körper zu bedanken, der mir so gut dient.

Ich bin öfter im Flow

Unter Flow verstehe ich das Fließen um Hindernisse und Überraschungen. Wie ein Bach, der sich seinen Weg einfach um Steine herum bahnt. Ich habe festgestellt, dass im Flow sein sehr effizient ist.

Ich mache deutlich weniger Brimborium um Entscheidungen weil ich mehr auf meine Intuition und meine Impulse höre. Mein Leben ist dadurch einfacher geworden, weil ich viel Zeit und Energie spare.

Manchmal ist mein Leben trotzdem schwergängig. Warum ist das so?

Zwischen den angenehmen Flowphasen kommen bei mir immer wieder Zeiten, in denen ich mich schwer tue.  Dann steht meist eine Veränderung an, die mich aus dem Tritt bringt oder alte Glaubenssätze machen auf sich aufmerksam.

Dann kommen Ängste hoch oder mein innerer Kritiker macht Überstunden. Ich brauche das Gefühl des Blockiertseins anscheinend immer noch, um mich zu motivieren aus meiner Komfortzone herauszugehen und etwas zu verändern.

IMG_20190419_141807

Gönnt Euch regelmäßige Auszeiten!

Ziel ist es Euch besser wahrzunehmen und Eure körperlichen und geistigen Bedürfnisse richtig einzuschätzen. Die Zeit, die Ihr dafür aufwendet, bekommt Ihr, nach meiner Erfahrung, mehrfach zurück. Jogging und Spazierengehen können genauso wirkungsvoll sein, wie Yoga und Meditation. Es ist egal was andere Leute dazu sagen. Es kommt darauf an, dass es Euch gut geht damit.

Auch wenn ich anfangs nicht verstanden habe, was innere Ruhe ist, habe ich einen Weg zu mehr Entspannung in meinem Alltag gefunden und experimentiere weiter.

Der Wunsch dazu und der Wille erste kleine Schritte zu testen reichen. Ihr werdet Euch damit in den Weg der für Euch passenden Inspirationen stellen.

 

Wie kommt Ihr innerlich zur Ruhe? Was sind Eure Tipps?

 

 Bücher

  • Der Weg des Wassers – Frauen meditieren anders von Katrin Jonas
  • Der Diamantschneider Geshe Michael Roach
  • Karmic Management Geshe Michael Roach
  • Meditation: An 8 Point Program by Eknath Easwaran

Inspirationen für Morgen- und Abendmeditationen bei Laura Seiler

In diesem Artikel erkläre ich die Metta Meditation und die Brücke der Sympathie.

Bilder: Privat

© Inge Schumacher

 

 

 

Werbeanzeigen

Übungen und Inspirationen zu Resilienz: Was uns stärker macht

Hier findest Du viele Inspirationen und Übungen zur Stärkung Deines psychischen Immunsystems, Deiner Resilienz.

Resilienz ist unser seelisches Immunsystem.

Durch unsere Resilienz überstehen wir schwierige Lebenssituationen ohne dauerhafte Beeinträchtigungen.

Wir alle besitzen dieses psychisches Immunsystem, das uns hilft Stress, Druck und Rückschläge zu bewältigen und zu überwinden. Als Kind wird die Basis für dieses Immunsystem gelegt.

Den ausführlichen Artikel zum Thema Resilienz findest Du hier.

Als Erwachsene haben wir die Verantwortung dafür zu sorgen, dass unsere Resilienz trainiert wird und wir uns einen Resilienzvorrat für Notfälle aufbauen.

Wie Dein Resilienz-Training aussieht ist egal

Hauptsache ist, Du bist Dir bewusst, dass Du dieses Immunsystem hast, das ab und zu Deine Aufmerksamkeit braucht.

Ich halte viel von einfachen Übungen. Wir werden durch Übungen aktiv und stellen so die Zeichen auf Veränderung.

Übungen verursachen außerdem neue Verknüpfungen im Gehirn. Wir schalten unseren Autopiloten aus und eröffnen uns neue Wege und Möglichkeiten.

Für Dein Resilienz-Training habe ich für verschiedene Resilienzfaktoren Inspirationen und Übungen zusammengestellt. Vieles davon nutze ich selber und habe es auch ausprobiert. Je mehr Schutzfaktoren wir haben desto widerstandsfähiger sind wir. Such Dir etwas aus und lege los!

Inspirationen und Übungen zur Stärkung Deiner Resilienz

1. Inspiration: Nutze Deine Stärken auf andere Art und Weise

Auf Deine Stärken kannst Du Dich immer verlassen. Kennst Du sie? Schreibe 5 Stärken auf. Wenn Dir keine einfallen, frage Menschen in Deiner Umgebung oder lass dich im Internet inspirieren.

Hier einige Beispiele wie Du Deine Stärken kreativ anders einsetzen kannst:

  • Großzügigkeit: Verschenkst Du gerne etwas? Schenke Dir selbst etwas Kleines.
  • Verzeihen: Du kannst gut verzeihen? Verzeihe Dir selber jeden Tag etwas.
  • Lebensfreude: Du bist oft gut drauf? Drücke das einmal anders aus: Trage verrückte Farben oder eine Blume im Haar.
  • Humor: Bring Dich selber zum Lachen.
  • Dankbarkeit: Zeige Menschen Deine Dankbarkeit, die sie sonst nicht sehen. Damit sorgst Du für schöne Überraschungen: Als ich mich bei einem Flixbusfahrer ausführlich für die sichere Fahrt bedankt habe, hat er seinen Ohren nicht getraut.
  • Fairness: gilt auch für Dich. Achte darauf, ob Du heute fair behandelt wurdest. Tritt für Dich ein und sag etwas, wenn das nicht so war.

 2. Übung für ein realistisches Selbstbild

1. Dein Selbstbild:

Schreibe auf ein Blatt Deine Erfolge oder Stärken und auf ein anderes Deine Misserfolge oder Schwächen und markiere die drei wichtigsten.

2. Das Fremdbild:

Hole Dir danach Infos von anderen: Chefs, Kollegen, Freunde oder Angehörige. Welche Stärken und Schwächen nehmen sie bei Dir wahr? Welche humorvollen Bemerkungen werden über Dich gemacht? Schreibe das Fremdbild auf eigene Blätter.

3. Zusammenführung

Lege die Blätter nebeneinander und untersuche die Unterschiede. Gibt es Überraschungen? Diese Übung ist übrigens eine gute Vorbereitung für Vorstellungsgespräche.

Sich selbst gut einschätzen zu können ist wichtig.

Du kannst in Krisensituationen besser beurteilen wie viele Reserven Du hast und wann es zu viel für Dich wird.

Ich gehe öfter bewusst über meine Grenzen. Ich habe mich dann dafür entschieden. Ich weiß, dass ich danach mehr Erholungszeit brauche und das nehme ich in Kauf.

Echte Wertschätzung Text Platzhalter(1)

3. Inspiration: Die Brücke der Sympathie entschärft schwierige Situationen 

Vor Jahren hatte eine gute Freundin von mir große Probleme mit einer sehr schwierigen Chefin.

Sie strahlte natürlich jeden Tag mehrfach aus wie unmöglich sie diese Frau fand. Die Chefin reagierte darauf mit Mikromanagement: Sie kontrollierte meine Freundin minutiös. Meine Freundin wollte ihre Freiheit zurück haben und nicht ihren Job wechseln.

Ich rat ihr zu folgendem: Sie sollte etwas finden, das sie an dieser Frau wirklich schätzte und das täglich ausstrahlen. Es hat geklappt! Das Mikromanagement hörte auf und die Arbeitssituation wurde deutlich entspannter – für beide Seiten.

Letztens hat Kurt Tepperwein diesen Wertschätzungstrick die Brücke der Sympathie genannt. Eine sehr passende Bezeichnung.

4. Inspirationen und Übungen zu Selbstwirksamkeit

Selbstwirksamkeit ist der Glaube an die eigene Kompetenz. Um Deine Selbstwirksamkeit zu stärken brauchst Du immer wieder positive Erfahrungen. Um diese zu sammeln musst Du zuerst aus der Komfortzone raus. Hier ein paar Beispiele:

1. Sichtbarer in Gruppensituationen

a. Stehe so gerade und locker wie möglich

Statt auf den Boden zu starren, wenn Du unsicher bist, suche Dir einen Gegenstand auf Augenhöhe. Du stehst gerader und wirkst offener.

b. Mach Dich interessant

Halte Dich nicht im Hintergrund und verstecke Dich. Gehe auf mindestens eine Person zu, frage nach und höre zu. Zur Vorbereitung reicht schon eine kurze Beschäftigung mit den aktuellen Nachrichten.

c. Zeig Dich

Ich habe auf dem Kongress für Nachhaltigkeit und Verantwortung im November am ersten Tag einen knalllila Blazer angezogen. Ich wollte gesehen werden! Ich bin aufgefallen und habe wertvolle Kontakte geknüpft. Dass das eine riesengroße Überwindung für mich war hat bestimmt keiner gemerkt.

2. Glaubenssätze entlarven und verändern

Glaubenssätze sind Überzeugungen und Einstellungen also Lebensregeln, die wir im Laufe unseres Lebens unbewusst verinnerlicht haben. Sie sind sehr wichtig, weil sie unser Verhalten bestimmen:

Wenn sich jemand minderwertig fühlt, hat er das Bestreben, andere auf seine subjektive Größe zurechtzustutzen: Er strahlt aus: Alle anderen sind doof oder inkompetent und handelt entsprechend.

a. Was hindert mich daran …?

Wie finde ich meine Glaubenssätze? Ich muss sie ja erst erkennen. Das kann ich z.B. durch Fragen zu meinen Ziele erreichen: Mir hilft die Frage: Was hindert mich daran…?

Schreibe das was Dich an der Zielerreichung hindert auf und Du wirst einigen Glaubenssätzen auf die Schliche kommen.

b. Glaubenssätze ändern

Glaubenssätze verändere ich durch Umdeutung und setze mit kleinen Aktionen Zeichen.

Glaubenssatz Verhaltensänderung Umdeutung
Ich bin dumm Ich melde mich als Experte zu einem Thema Ich mache mich schlau
Ich fühle mich klein Ich gehe heute sehr aufrecht und gerade Ich bin groß
Ich fühle mich machtlos Ich tue etwas Kleines Ich handle

5. Inspirationen und Übungen zu Selbstvertrauen

Das Annehmen von Komplimenten musste ich lange üben und ich fühle mich heute noch manchmal komisch dabei. Ich denke dann bewusst: Das hast Du verdient, einfach weil Du da bist. Wie ist das bei Dir?

a. Mit Aufregung umgehen

Deinen Atem hast Du immer dabei. Ruhiges Ein- und Ausatmen erdet und gibt Sicherheit.

wonder-woman-ErikaWittlieb

b. Fake it until you make it

Powerposen sehen doof aus und fühlen sich komisch an, wirken aber. Du brauchst dafür nur 2 Minuten Zeit und einen ruhigen Platz.

Beispiele für Powerposen
  • Reiß die Arme hoch wie ein Sieger
  • Trommel Dir auf die Brust
  • Im Sitzen: Verschränke die Hände hinter dem Kopf und lehne dich zurück
Sei Wonderwoman oder Superman
  • Stell dich mit den Beinen hüftbreit auseinander
  • Richte Dich zu Deiner vollen Größe auf
  • Stütze deine Hände in deine Hüften

c. Lächeln wirkt Wunder

Vera F. Birkenbihl erklärt im Video wie das Lächeln zur Ausschüttung von Glückshormonen führt und Du Dich gleich besser fühlst.

AUCH DAS GEHT VORÜBER.6. Inspirationen und Übungen zu Frustrationstoleranz

a. Akzeptieren heißt nicht resignieren

  1. Wenn Dich eine Situation ärgert schätze ab wie viel emotionale Energie sie Dich kostet. Nutze dazu eine Skala von 1 bis 10.
  2. Wie viel besser würdest Du Dich ohne das Ärgernis fühlen?
  3. Nimm eine Beobachterperspektive ein und versuche die Situation ohne Bewertung zu beschreiben. Wenn Du selbst emotional zu involviert bist, frage jemanden, der nicht direkt betroffen ist.
  4. Übernehme die Beobachterperspektive für Dich: Wie viel emotionale Energie kostet die Situation jetzt noch auf der Skala von 1 bis 10?
  5. Übe Dich in dieser Beobachterperspektive immer wenn Du an die Situation denkst.

Übungsfeld dafür kann z.B. Ärger mit dem Nachbarn oder die tägliche Fahrt zur Arbeit sein.

b. Unbequeme Situationen aushalten

  • Stell Dir die Frage: Was müsste ich denken oder tun um eine Situation besser zu ertragen und ruhig zu bleiben? Ich habe gelernt, den „Atommüll“ in den Zimmern meiner Kinder in Grenzen zu akzeptieren und spare uns allen damit viel Ärger, Zeit und Energie.
  • Achte auf Deine Sprache: Die Wortwahl ist eine einfache Methode Gefühle zu beeinflussen: Es macht einen großen Unterschied ob Du eine Situation als „schlimm“ und „unerträglich“ bezeichnest oder als „unangenehm“ oder „bedauerlich“.
  • Den Blick auf Deine langfristige Zufriedenheit zu richten relativiert die kleinen Ärgernisse des Alltags.

7. Inspirationen zu realistischem Optimismus

Meiner Meinung kann man Optimismus üben. Eine positive Einstellung lässt mich einfacher durchs Leben fließen, denn Probleme interpretiere ich nicht gleich als persönliche Angriffe gegen mich.

Der Ton macht die Musik

Ich bemühe mich um eine positive Sprache seit mir klar ist welche großen Auswirkungen das auf meinen Alltag hat.

Unser innerer Monolog versorgt uns mit ca. 50.000 Gedanken pro Tag. Hör Dir bewusst an, was Du alles vor Dich hin murmelst. Wie oft machst Du Dich fertig? Ein wenig Achtsamkeit hilft schon den Automatismus negativer Sprache zu durchbrechen.

Ich pflege keinen Kontakt mehr zu Freunden, die gebetsmühlenartig über ihr hartes Los klagen, aber nie versuchen, etwas zu verändern. Sie können gerne ohne mich Opfer sein.

8. Inspirationen und Übungen zu Flexibilität

a. Mach täglich etwas anders als sonst

Nimm einen anderen Weg zur Arbeit oder frühstücke mit ungewohnter Musik. Ich ziehe manchmal zwei verschiedene Socken an und erinnere mich so daran, etwas anders zu machen. So kann Flexibilität auch zur Routine werden.

Das ist eine sehr gute Übung um zu lernen, die eigene Realität bewusst zu erschaffen: Beobachte Dich: Was ändert sich in Deiner Energie und in Deiner Umgebung? Gefällt Dir das?

b. Ein Plan B

Jeder, der Kinder hat, kennt das: Sie zwingen uns oft flexibel zu sein. Wir planen etwas und dann kommt das Leben dazwischen und schon müssen wir umdisponieren. Ein Plan B kann da hilfreich sein.

c. Die Technik der 6 verschiedenen Denk-Hüte von De Bono:

Verschiedene Sichtweisen führen zu unterschiedlichen Lösungen. Setze Dir nacheinander folgende Hüte auf und finde Argumente:

  1. Weißer Hut: Neutralität
  2. Roter Hut: Subjektive Meinung
  3. Schwarzer Hut: Objektiv negative Aspekte
  4. Gelber Hut: Objektiv positive Aspekte
  5. Grüner Hut: Kreativität
  6. Blau: ordnendes Denken: Überblick

d. Durch gezielte Fragen zu mehr Lösungen

Eine gute Methode, um systematisch ein Thema von vielen Seiten zu beleuchten:

  1. Problemstellung: So viele Fragen aufschreiben, wie Dir einfallen und keine streichen.
  2. Sortiere die Fragen in Gruppen und Untergruppen
  3. Finde Antworten zu den einzelnen Gruppen. Welche Lösungen hast Du gefunden?

e. Offen für Anregungen von außen sein

Das funktioniert am besten, wenn Du konstruktive Kritik nicht persönlich nimmst sondern eher als Bereicherung ansiehst.

Dadurch kannst Du mehr Handlungsalternativen zu sehen und flexibler werden. Du hast immer Wahlmöglichkeiten. Du musst sie nur wahrnehmen können.

Welche Inspirationen und Übungen passen zu Dir?

Ich will mit diesem Artikel Deine Aufmerksamkeit auf Dein psychisches Immunsystem und die vielen Möglichkeiten für dessen Training zu lenken. Wenn Du bis hierhin gelesen hast, ist mir das gelungen. Ich hoffe, Du nimmst Einiges für Dich mit.

Hilfe zur Selbsthilfe ist ein Hauptanliegen meiner Arbeit als Heilpraktikerin und ich finde es toll, dass mein Blog mich darin unterstützt.

Wenn Du weitere Tipps kennst, die Dir weiterhelfen, immer her damit!

 

Bilder: Pixabay

© Inge Schumacher

10 Übungen zum Stärken Deiner Superkraft

Der Schlüssel zu unserer Superkraft ist das Hier und Jetzt. Hier erschaffen wir unsere Realität und steuern unser Lebensauto. In diesem Artikel bekommst Du 10 kleine Übungen, mit denen das Präsent werden ganz einfach ist.

Das Erschaffen ist uns angeboren, es ist unsere Superkraft. Wir erschaffen unsere Realität jeden Tag mit großer Leichtigkeit. Es fällt uns so leicht, dass wir kaum darauf achten.

Unsere Superkraft funktioniert großartig: Wir erschaffen viel mehr und viel besser als wir ahnen. Wir machen uns nicht klar, wie viel wir täglich bewegen. Wenn wir das begriffen haben können wir uns das Leben sehr viel leichter machen.

Dieser Artikel schließt sich an den letzten Blogartikel an, in dem ich erkläre wie wir unsere Realität erschaffen.

Unsere Superkraft wirkt nur im Hier und Jetzt.

Nur im Hier und Jetzt können wir beobachten, wo unsere Aufmerksamkeit gerade ist. Dann wissen wir wo unsere Energie gerade hingeht, wohin wir gerade steuern und wir können eingreifen und aktiv lenken.

Deswegen sollten wir möglichst oft präsent sein. Ich nehme Euch mit auf meinen Übungsweg ins Hier und Jetzt:

1. Wie ich lernte  immer wieder ins Hier und Jetzt zu gehen

1. Theoriephase:

Als erstes hat mich das Präsent sein fasziniert: Klasse, es hilft das zu erschaffen, was ich will! Ich beschäftigte mich weiter mit dem Thema, las im Internet und kaufte Bücher.

2. Der Moment, in dem es „Klick“ macht:

Erst nach diesem Klick habe ich etwas wirklich begriffen. Manchmal kann ich den echt hören, so als wenn etwas bei mir einrastet.

Ich bin dann immer noch bei der Theorie des „Präsent werden“. Es gibt aber erste Aha-Momente: Nach einigen doofen Situationen sah ich wie es besser hätte laufen können, wenn ich präsenter gewesen wäre. In einigen Familiensituationen habe ich gestaunt, wie gut die liefen als ich präsent war.

3. Übungsphase:

Erst danach war ich bereit für Übungen und fing an, diese in meinen Alltag zu integrieren. Aus der Theoriephase hatte ich einige Übungen mitgebracht, von denen ich einige in diesen Artikel eingebunden habe.

Zeitintensive tägliche Übungen sind nichts für mich.

Lange bevor Ergebnisse zu erwarten sind, langweile ich mich und höre auf. Früher habe ich mich schlecht gefühlt und gedacht: Andere Leute schaffen das doch auch, Du bis nur zu faul und unmotiviert. Jetzt weiß ich: Diese Übungen entsprachen mir einfach nicht. Zum Glück gibt es auch für mich Wiederholungsmuffel Übungen, die zu mir passen. Das merkte ich daran, dass sie mir relativ leicht fallen.

Für mich brachte die Frage: „Was tut mir jetzt gut?“ die Wende.

Sie ist immer noch meine zentrale Übung. Ich stelle sie mir jeden Tag, immer dann wenn ich merke, dass ich zögere was ich als nächstes tun soll.

4. Automatisierungsphase

Am Anfang fühlte sich die Frage „Was tut mir jetzt gut?“ ungewohnt an. Ich bekam zunächst auch keine hilfreichen Antworten. Ich meinte zum Beispiel, ein Kaffee wäre jetzt genau das Richtige, aber mein Bauch signalisierte mir anschließend, dass das einer zu viel gewesen war.

Langsam lernte ich auf die kleinen leisen Impulse zu hören, die wir uns selber geben und die in unserem lauten hektischen Leben oft untergehen. Weil die Frage einfach war und es mir ab und zu besser ging, habe ich diese Übung beibehalten.

Wir brauchen leider die ständige Wiederholung, wenn wir etwas verinnerlichen wollen.

Ich habe mit der Zeit vergessen auf das gewünschte Ergebnis zu schauen und damit den Druck rausgenommen, was vermutlich sehr hilfreich war.

inge herz

2. Übungen zur Stärkung Deiner Superkraft

Neben dem präsenter werden geht es darum, uns besser kennenzulernen. Das ist das Allerwichtigste, denn dann wissen wir womit wir unsere Superkräfte am besten unterstützen. Irgendwann sollten wir uns folgende Fragen beantworten können:

  • Was sind meine Stärken?
  • Was sind meine Werte?
  • Was sind meine Lebensziele?
  • Was davon lebe ich schon?

Dieses Wissen ist der Kompass nach dem wir uns richten.

Achtsam sein

Ein anderer Ausdruck dafür bewusst im Hier und Jetzt zu sein ist Achtsamkeit. Achtsamkeit bedeutet, dass Du mit Deiner Aufmerksamkeit ganz da bist: Du konzentrierst Dich nur auf das, was du im Moment wahrnimmst.

Kleine Achtsamkeitsübungen lassen sich leicht in den Alltag integrieren. Du kannst sie so gut wie überall machen:

  • auf dem Weg zur Arbeit
  • in der Mittagspause
  • beim Essen
  • unter der Dusche
  • im Café…

Übung 1: Mehrmals am Tag kurz innehalten und bei sich selbst andocken

Für einen Schnellcheck im Hier und Jetzt reicht schon 1 Minute. In dieser Zeit trittst Du bewusst mit Dir in Kontakt. Stell Dir z.B. folgende Fragen:

  • Wie geht es mir gerade?
  • Wo ist meine Aufmerksamkeit?
  • Wohin geht also meine Energie?
  • Ist das OK oder besteht Handlungsbedarf?
  • Lenke Deine Aufmerksamkeit dahin wo Du hinwillst

Übung 2: Beobachte Deinem inneren Monolog

Unser innerer Monolog zeigt uns worauf wir uns konzentrieren. Nimm mehrmals am Tag eine Beobachterrolle ein und betrachte Deinen inneren Redner kritisch.

  • Höre aufmerksam zu welche Gedanken gerade in deinem Kopf sind
  • Halte kurz inne und sage Stopp
  • Atme mehrmals tief
  • Überprüfe ob Du innerlich noch auf dem richtigen Weg bist, wenn nicht, verbinde  Dich mit Deinen Zielen und Deiner Schöpferkraft

soap-ritual

Übung 3: Beim Duschen ganz präsent sein

  • Konzentriere Dich darauf wie das Wasser über Deinen Körper läuft: Wie hört sich das Plätschern des Wassers an und welchen Duft hat die Seife?
  • Stelle Dir vor, wie Du Dich innerlich und äußerlich reinigst und alles was Du nicht mehr brauchst im Ausguss verschwindet

Du kannst das auch beim Zähneputzen oder jeder anderen Tätigkeit im Alltag üben.

Achtsamkeitsübungen für unterwegs

Übung 4:. Achtsam in Bewegung

Wenn du das nächste Mal mit dem Auto, der U-Bahn oder dem Bus fährst, dann wirst Du präsent, indem Du Dich ganz auf diese Erfahrung einlässt:

  • Spüre den Sitz, fühle die Beschaffenheit seiner Oberfläche
  • Fühle wie deine Füße auf dem Boden stehen oder das Gaspedal berühren
  • Fokussiere dich auf die Bewegungen des Wagens
  • Mach die Augen zu und nimm die Geräusche wahr (natürlich nicht wenn Du der Fahrer bist!)

Übung 5: Achtsam draußen

Beim Spazierengehen: Nutze andere Sinne als Deine Augen.

  • Wenn Du auf einer Bank im Park sitzt, schließe die Augen und lass Deine Nase Deine Umwelt für Dich entdecken
  • Wie fühlt sich der Wind auf Deinem Gesicht an und wie der Regen?
  • Was hörst Du?

nature-bank-schwoaze

Atemübungen

Durch Konzentration auf unseren Atem sind wir ganz schnell im Hier und Jetzt und in der Entspannung und erschaffen uns damit eine Mini-Auszeit.

Atme durch die Nase ein und durch den Mund aus. Du kannst diese Übungen im Stehen, Sitzen oder Liegen tun oder auch unterwegs.

Übung 6: Die 5-Sekunden-Atemübung

  • Beim Ein- und Ausatmen jeweils bis 5 zählen
  • Tief in den Bauch hinein atmen
  • Stell Dir beim Einatmen vor wie Du positive Energie aufsaugst
  • Beim Ausatmen lässt Du Anspannung und negative Gefühle los

Übung 7: Atemübung zum Entspannen

  • Eine Hand auf den Bauch legen und tief in den Bauch hinein atmen
  • Atme doppelt so lange aus wie ein
  • Stell Dir beim Einatmen vor wie positive Energie Deinen Körper durchströmt
  • Stell Dir beim Ausatmen vor wie Du den Samen einer Pusteblume zum Fliegen bringst und damit Anspannung loslässt

Übung 8: Verabschieden von negativen Emotionen

  • Docke zuerst bei Dir selber an (siehe Übung 1)
  • Was für Gefühle hast Du gerade?
  • Nimm Deine Emotionen bewusst wahr
  • Warum sind sie da und woher kommen sie?
  • Brauchst Du sie noch oder dürfen sie gehen?
  • Setze einen Stopp durch eine kleine Aktion (etwas trinken, raus gehen)
  • Ersetze die negative Emotion durch eine positive, von Dir bewusst gewählte z.B. Dankbarkeit

Übung 9: Mit positiven Emotionen in den Tag starten

Bleibe morgens ein paar Minuten im Bett liegen und zähle auf wofür Du alles dankbar bist:

  • Deine Gesundheit
  • Deine Familie
  • Deine Fähigkeiten
  • Worauf freust Du Dich heute besonders?

Wenn Du auf diese Weise positiv in den Tag startest hast Du den Fokus von Anfang an auf den positiven Dingen des Lebens und erschaffst ganz einfach mehr davon. Versuche Dich beim Innehalten im Laufe des Tages immer wieder an Deine Dankbarkeit vom Morgen zu erinnern.

Übung 10 Halte den Raum (Partnerübung)

Das ist eine Übung für achtsames Zuhören. Jeder Partner hat drei Minuten Zeit, über ein verabredetes Thema, z.B. wie komme ich ins Hier und Jetzt, zu sprechen. Ihr sitzt Euch in einer ruhigen geschützten Umgebung gegenüber. Stellt eine Stoppuhr oder ein Smartphone.

  • Jeder spricht maximal 3 Minuten
  • Man muss nicht die ganze Zeit nutzen
  • Der Gegenüber hört dem Sprechenden aufmerksam zu
  • Spricht nicht und zeigt auch keine mimischen Reaktionen
  • Der Wechsel erfolgt schweigend

Was macht die totale Aufmerksamkeit des Gegenübers mit Euch? Tauscht Euch anschließend aus.

Hier noch ein paar Tipps:

Veränderung geht nur durchs Machen. Es braucht nicht viel um ins Tun zu kommen. Am besten motivieren mich Erfolgserlebnisse und die bekomme ich mit diesen kleinen Übungen.

3. Nicht aufgeben!

 Oft dachte ich während meines Präsenztrainings: Das lerne ich nie! Bitte haut euch nicht in die Pfanne, wenn etwas am Anfang nicht gleich klappt. Ihr seid so richtig, wie Ihr seid. Jeder ist das.

4. Nicht vergleichen!

Wir vergleichen uns sehr gerne mit anderen und das ist immer kontraproduktiv. Es gibt immer jemanden, der etwas besser kann, der hübscher ist oder schlauer. Wenn Ihr Euch mal wieder beim Vergleichen erwischt, was Ihr sicher werdet, wenn Ihr präsenter seid, steckt Euch einfach im nächsten Spiegel die Zunge raus und holt Euch damit wieder zurück ins Hier und Jetzt.

Viel Spaß mit diesen Übungen! Mit welcher fängst Du an?

Wenn Du noch Fragen hast, melde Dich gerne bei mir, ich schenke Dir eine halbe Stunde Unterstützung für Deine Superkraft.

 

Bilder: Pixabay und privat

© Inge Schumacher

 

 

 

Los geht’s! Acht Loslass-Übungen

Sich zu verändern kann mühsam sein. Ich mag deswegen unkomplizierte kleine Übungen, die dokumentieren, dass wir wirklich etwas tun. Sie sind das Signal zum Aufbruch.
Los geht´s!

Diese Übungen gehören zu meinem Blogartikel über das Loslassen. Er wäre aber viel zu lang geworden, wenn ich die Übungen miteinbezogen hätte. Ich habe sie für meine Klienten zusammengestellt und ich finde praktische Tipps wichtig. Daher bekommen sie einen eigenen Artikel.

Es gibt sehr viele gute Übungen, von denen ich hier acht teile. Ich schätze besonders Übungen, die den Körper mit einbeziehen. Das signalisiert nämlich unserem Gehirn, das gerne Input auf allen Ebenen hat, dass wir es wirklich ernst meinen.

Loslassen ist Aufräumen im Inneren

Wir räumen auf und putzen unser Zuhause, damit wir uns darin wohlfühlen. Wir pflegen unseren Körper, in dem wir regelmäßig duschen. Immer mehr Menschen werden sich bewusst, wie wichtig es für ihr Wohlbefinden ist, sich auch gut um ihr Inneres zu kümmern. Um das, was wir nicht auf den ersten Blick sehen, was aber einen großen Teil von uns ausmacht.

Ich habe festgestellt, dass auch mein Inneres von einer Aufräumrunde profitiert. Es gilt zu hinterfragen, was ich wirklich brauche und was mir nur Platz und Energie raubt, die ich für wichtige Aufgaben viel sinnvoller nutzen kann.

Übungen unterstützen Veränderungen

1. Klarheit:

Eine Übung zwingt Dich konkret zu werden, denn das ist oft gar nicht so einfach. Das Aufschreiben mit der Hand sorgt für eine größere Klarheit als das Schreiben am Computer. Es ist uns näher.

Größtmögliche Klarheit ist genau das, was wir brauchen, wenn wir etwas bewusst loslassen wollen. Also formuliere vorher so klar wie möglich, was genau Du loslassen möchtest.

2. Butter bei die Fische (sagt man bei uns im Norden):

Du signalisierst Dir mit einer Übung, dass Du es ernst meinst. Um eine Gewohnheit dauerhaft zu verändern brauchen wir aber mindestens 3 Wochen. So lange dauert es bis sich unser ganzes Sein darauf eingestellt hat, dass wir es wirklich ernst meinen. Wir haben deswegen die Tendenz in alte Gewohnheiten zurückzufallen. Also dranbleiben!

3. Suche Dir eine Übung, die zu Dir passt.

Die Übung, die Du Dir aussuchst sollte Spaß machen. Es braucht nicht die schwerste, längste oder komplizierteste Übung zu sein. Sei kreativ und wandele eine Übung ab, damit sie besser zu Dir passt. Wichtig ist, dass Du mit ihr ein Zeichen für einen Neuanfang setzt.

4. Abschluss

Idealerweise formulierst Du am Anfang ein Ziel, das Du erreichen willst. Am besten legst Du auch fest wie oft Du eine Übung machst. Dann kannst Du Deinen Erfolg besser überprüfen

5. Ganz wichtig: Schenke Dir Anerkennung

Klopfe Dir auf die Schulter! Feiere Dich, wenn Du eine Übung geschafft hast. Du hast eine Belohnung verdient! Damit verstärkst Du die positiven Veränderungen, die Du angestoßen hast.

shelf-Deedee86

 Die acht Übungen

1. Herausfinden was ich loslassen möchte: Gewohnheiten hinterfragen

  1. Das aufschreiben, was mir besonders oft als Wiederholung im Kopf herum geht. Alles was wir oft wiederholen wird immer wichtiger für uns. Worum kreisen also meine Gedanken häufig?
  2. Warum tue ich das (Gedanken, Gefühle, Aktionen)? Welche Glaubenssätze stecken dahinter, die ich damit ständig wiederhole?
  3. Passen sie noch zu mir?

2. Gefühle wahrnehmen und loslassen

Hier geht es um Selbsterkenntnis. Definiere so genau wie möglich, was Du loslassen möchtest: Personen, Konflikte und Glaubenssätze und stelle Dir das Loslassen vor. Diese Übung solltest Du öfter wiederholen.

  1. Nimm eine Beobachterposition ein. Was fühle ich? Halte ich es aus? Welche Gedanken kommen? Schreibe sie auf. Das macht es konkret.
  2. Kann ich die Gefühle zulassen? Welche Impulse und Zwänge habe ich, die Gefühle zu unterdrücken?
  3. Kann ich mir das ruhig anschauen ohne mich zu verurteilen? Wenn nicht, einfach wieder von vorne anfangen.
  4. Wiederholung: Kann ich jetzt die Gefühle ziehen lassen? Wieder die Gefühle die kommen beobachten und wahrnehmen. Du gewöhnst Dich so daran neue Wege zu gehen. Irgendwann lässt Du die Gefühle ziehen.
  5. Lass die Emotionen zu und durch Dich hindurchgehen, wenn Du dafür bereit bist und ohne dass sie Dich überwältigen. Beobachte Dich dabei und achte auf Dich.
  6. Je mehr negative Gefühle Du so gehen lässt, umso mehr Platz hast Du für positive frei.
  7. Sei dankbar für die Hilfe, die Dir das Losgelassene war.

3. Ein Loslass-Ritual: Aufschreiben und den Zettel zu Boden fallen lassen

Das was Du loslassen möchtest, möglichst konkret in einem bis 3 Worten auf einen Zettel schreiben, aufstehen, die Hand öffnen und das Papier loslassen. Sehe zu wie es zu Boden fällt und beobachte Deine Gefühle dabei. Wiederhole das mindestens 3 Mal. Wiederhole die Übung auch in den folgenden Tagen.

4. Die Ballübung macht Loslassen begreifbar

Nimm einen kleinen Gegenstand, z.B. einen Tennisball in Deine Hand und drücke immer fester zu bis es anfängt unangenehm zu werden. Der Ball steht für ein Gefühl, einen Menschen etc., etwas das Du loslassen möchtest. Die Hand symbolisiert Dich.

Öffne die Hand und lass den Ball auf ihr herumrollen. Er klebt nicht an Deiner Hand fest. Er gehört also nicht fest zu Dir. Lass ihn fallen und beobachte Dich und Deine Gefühle dabei. Wiederhole die Übung.

the-ball-_Alicja_

5. Verbindungen lösen zu Menschen, die Dir nicht gut tun

  • Stell Dir die Verbindung bildlich als ein Band vor.
  • Sei für die gemeinsame Zeit dankbar und verabschiede Dich.
  • Visualisiere wie Du das Band löst, es aufrollst und in die Tasche steckst.
  • Wiederhole diese Übung einige Tage lang.

6. Verzeihen: Sich und anderen

  • Konkret aufschreiben: An was muss ich immer wieder denken. Was genau tut weh?
  • Ich kann andere Menschen nicht ändern, aber meine Reaktion auf einen anderen sehr wohl.
  • Eines ist sicher: Du entscheidest immer so gut wie Du es in dem Moment kannst und der andere auch.
  • Affirmation: Sage laut „Ich vergebe mir und ich vergebe Dir“.
  • Eine symbolische Handlung anschließen: Das Papier verbrennen oder vergraben oder loslassen (Übung 3).

7. Visualisiere das Loslassen

  1. Sieh zu wie sich Altes Loszulassendes auflöst: Stell Dir vor, wie ein Block Eis auftaut und zu Wasser wird und übertrage das auf Deine Situation. Mit dem Wasser kannst Du jetzt eine Pflanze gießen. Wie sieht diese Pflanze aus?
  2. Stell Dir Knoten in einem Seil vor, die Du genau dort aufdröselst, wo Dein Problem sitzt. Du kannst das auch sehr gut an einem realen verknoteten Garnknäuel üben.
  3. So tun also ob: Visualisiere wie befreit Du Dich fühlst, wenn Du schon losgelassen hast. Stelle es Dir in allen Einzelheiten vor. Das ist ein psychologischer Trick, der wirklich hilft.

Wiederholde die Visualisierungen mehrmals.

8. Entrümpeln

Aufräumen im Außen ist ein schönes Symbol für Loslassen im Inneren und kann richtig gut tun und einen erleichtern. Egal ob Auto, Kleiderschrank, Keller, Schreibtisch oder Handtasche entrümpelt werden.

Wenn ich den Impuls verspüre Ordnung zu schaffen, ist es oft so, dass mein Inneres auch eine Aufräumaktion vertragen kann.

 

Viel Spaß beim Loslassen!

Welche Übungen findest Du am besten? Möchtest Du eine Übung hier teilen?

Wenn Du Unterstützung beim Loslassen brauchst, nimm mein halbstündiges Schnuppergespräch in Anspruch.

Bilder: pixabay

© Inge Schumacher