Trau Dir! Warum Selbst-Vertrauen wichtig ist

Natürlich vertraue ich mir, wem denn sonst? fragst Du Dich vielleicht.

Ich vertraue mir nicht hundertprozentig und Du?

Vertraust Du darauf, dass Du in jeder Lebenslage die richtige Entscheidung triffst? Hast Du nie Angst, dass etwas aus dem Ruder läuft, das Du nicht unter Kontrolle hast? Die Kinder? Die Arbeit? Die Gesundheit?

Ich glaube, dass wir viel leichter leben würden wenn wir uns selbst mehr vertrauen könnten.

In diesem Artikel untersuche ich warum wir oft unsicher sind. Außerdem teile ich am Schluss acht Übungen zur Stärkung Deines Selbst-Vertrauens.

Selbst-Vertrauen gibt uns Sicherheit, die wir immer dabei haben

Eine Gesellschaft in der jeder mehr Selbst-Vertrauen hat, ist weniger manipulierbar und besser fähig mit Herausforderungen fertig zu werden.

1. Selbst-Vertrauen weitergeben

Mein Mann und ich arbeiten seit vielen Jahren daran uns mehr zu vertrauen. Unsere Kinder sollen mit möglichst viel Selbst-Vertrauen aufwachsen. Wir wollen ihnen vorleben, dass sie auf sich zählen können. Das Gleiche wünsche ich Dir auch: Du sollst die Sicherheit haben, dass

  • Du wertvoll bist
  • Du Dich nicht in die Pfanne haust
  • Du das erschaffst was Du brauchst
    • Gemeinschaft
    • Interessante Arbeit
    • Deine Werte leben
  • Du stark bist

Es ist ein langer Prozess zum Selbst-Vertrauen

Wir lernen früh, dass wir nicht okay sind. Wir werden er-zogen, geformt und passend gemacht. Weil

  • Wir nicht den Erwartungen unserer Eltern entsprechen
  • Wir nicht gut genug sind in der Schule
  • Wir nicht in die Schablone unserer Gesellschaft passen
    • Körperlich
    • Vom Intellekt her
    • Von unseren Interessen her

Wir haben uns ein Spalierobstbaum zugelegt, weil wir wenig Platz in unserem Garten haben. Dieser Baum wird dazu gezwungen in zwei Dimensionen zu wachsen. Ich finde das ist eine passende Parallele für die Rigidität in der meine Generation aufgewachsen ist.

Uns war nur erlaubt in vorgegebene Richtungen zu wachsen. Ausbrecher wurden neu justiert. So waren wir vorhersagbar und leitbar.

2. Warum fühlt sich unsere Welt unsicher an?

Über 50% der Menschheit ist traumatisiert. Das nennt sich transgenerationales Trauma. Auch ich kenne das. Meine Eltern wurden im 2. Weltkrieg geboren. Das Leben ihrer Eltern war ständig bedroht und das haben sie mitgenommen. Ich habe von ihnen gelernt, dass Kontrolle wichtig ist und dass man trotzdem immer damit rechnen muss, dass etwas Schlimmes passieren könnte.

  • Wir erlebten Die Ängste unserer Eltern, den Job zu verlieren zum Beispiel.
  • Wir wurden als Kinder schreien gelassen und dadurch wurde unsere Verbindung zur Umwelt gestört.

Wir lernten so früh unserer Umgebung zu misstrauen. Um aus diesen Konditionierungen auszubrechen müssen wir uns ihrer erst einmal bewusst werden. Dann können wir daran arbeiten sie loszulassen.

Wie baust Du Dein Selbst-Vertrauen auf?

Erfahrung hilft

Du wärst heute nicht da wo Du bist, wenn Du nicht diverse Schwierigkeiten gemeistert hättest. Darauf kannst Du stolz sein. Sich das immer wieder klar zu machen öffnet den Blick nach vorne.

Entscheidungen aus der Vergangenheit akzeptieren

Im Nachhinein bin ich immer schlauer. Wenn ich mich mal wieder im „Hätte und Wäre“ verstricke hilft mir der Satz: Ich habe damals mit den mir zur Verfügung stehenden Informationen die beste Entscheidung getroffen.

8 Übungen für mehr Selbst-Vertrauen

Ich habe hier Übungen zur Stärkung Deines Vertrauens gesammelt. Lass Dich inspirieren.

Aufschreiben macht den Unterschied

Nimm Dir ein Blatt Papier und schreibe Deine Erkenntnisse auf. Es macht einen großen Unterschied etwas aufzuschreiben anstatt es nur zu denken. Es ist greifbarer und Du kannst es besser mitnehmen.

1. Stärken bewusst machen

Schreib Dir auf, wo Du gut bist. Wenn Dir nichts einfällt, frag Deine Liebsten.

2. Deine Ressourcen

Sind die Sachen, die Dir leicht fallen. Wenn ich unsicher bin konzentriere ich mich auf meine Ressourcen und nicht auf die Zukunft. Das gibt mir Halt und Zuversicht.

Deine Ressourcen kannst Du durch diese Fragen finden

3. Glaubenssätze erkennen

Es ist wichtig zu wissen welche Glaubensüberzeugungen Dein Vertrauen in Dich und Deine Umwelt beschränken. Glaubenssätze zu ändern ist wie Fahrradfahren lernen. Du musst es immer wieder üben.

HInweis: Wenn Du das denkst,

  • Ich bin hilflos
  • Ich muss aber…
  • Der oder die sollte…machen
  • Schon wieder!

dann sitzt da wahrscheinlich ein Glaubenssatz, den Du Dir anschauen darfst.

Denk daran: Um einen Glaubenssatz zu verstärken brauchen wir nur ein Erlebnis. Um ihn dauerhaft zu ändern mindestens 100.

4. Sich selbst kennen und akzeptieren lernen

Um Dich bei dir selbst sicher zu fühlen musst Du Dich als Ganzes akzeptieren

Das bedeutet auch in die dunklen Ecken zu schauen. Die Dinge anzuschauen derer Du Dich vielleicht schämst. Ich bespreche meine Fundstücke mit meinem Mann und Freunden. Oft stelle ich dann fest, dass ich gar nicht so schrecklich bin wie ich gedacht habe.

5. Präsent im Hier und Jetzt sein schafft Vertrauen

Nur im Hier und Jetzt erschaffen wir unsere Zukunft. Wir erschaffen mehr von dem auf das wir unsere Aufmerksamkeit richten. Entscheidend ist, wo Deine Aufmerksamkeit im Hier und Jetzt ist. Sie ist der Lichtstrahl, der aus den vielen Möglichkeiten die aussucht, die Du Realität werden lässt. Wir sind die Schöpfer unserer Realität. 

Tagsüber stelle ich mir immer wieder folgende Fragen:

  • Wo ist meine Aufmerksamkeit gerade?
  • Welche Energie strahle ich so aus?

Damit Du das nicht vergisst, nutze eine Erinnerungs-App oder befestige einen Zettel an prominenter Stelle.

6. Schaffe Dir einen sicheren inneren Ort

In diesen sicheren Raum kannst Du Dich zurückziehen, um Abstand zu gewinnen und zu heilen. Du brauchst einen Ort an dem Du Dich wohl fühlst. Ideal ist ein Ort, der real existiert. Du musst nicht selbst dagewesen sein, sondern kannst Dich zum Beispiel auf Pinterest inspirieren lassen.

7. Die Wurzelübung

Diese Übung dient der Erdung und Zentrierung. Ich liebe sie weil sie einfach und wirkungsvoll ist.

Stell dich ohne Schuhe hin. Deine Arme hängen locker an den Seiten. Atme dreimal tief ein und aus. Stell Dir vor, Du bist eine große Eiche.

  • Deine Wurzeln reichen bis tief in die Erde
  • Dein Blätterdach gibt Schutz
  • Fühle wie fest Du mit der Erde verbunden bist
  • Der Wind zerrt an Dir und Du stehst fest am Boden
  • Ein Tier schabt sich an Deiner Rinde und es ist egal
  • Ein Hund hebt sein Bein und das stört Dich nicht
  • Du fühlst Dich wohl in der Verbundenheit des Waldes
  • Du atmest bewusst ein und aus
  • Du bist fest verankert und sicher

Ich habe diese kleine Meditation für Dich aufgenommen:

Du findest sie auch mit meinen anderen 5 Minuten Inspirationen auf meiner Webseite und auf der App Upspeak.

Diese Übung benutze ich häufig. Sie gibt mir Halt. Dann wirft mich so schnell nichts um.

8. Erfolgserlebnisse sammeln

Oft nehmen wir die kleinen Wunder des Alltags, die durch unsere Energie im Hier und Jetzt verursacht werden kaum wahr.

Leg Dir einen Zettel hin oder schreibe am Abend in Dein Notizbuch, was alles geklappt hat und was einfach war. So gibst Du Deinen Erfolgen mehr Aufmerksamkeit.

Erfolgserlebnisse sind wichtig als Bestätigung. Du brauchst sie um Dich zu motivieren weiterzumachen. Dadurch wirst Du immer selbstbewusster und vertraust Dir immer mehr.

Du hättest gerne mehr Übungen?

In meinem Blogartikel Übungen zur Stärkung Deiner Superkräfte findest Du zehn weitere.

Mehr Selbst-Vertrauen als Individuum

Je selbstsicherer wir sind umso effizientere und bessere Entscheidungen können wir treffen. Wir sind offener für mehr Möglichkeiten zwischen denen wir wählen können. Je sicherer wir uns fühlen umso weniger sind wir manipulierbar.

Mehr Selbst-Vertrauen als Gesellschaft

Wir brauchen das Vertrauen, dass wir uns an den eigenen Haaren aus dem Schlammassel in den wir die Welt gestürzt haben herausziehen können. Wir brauchen die Sicherheit und das Wissen, dass wir dazu in der Lage sind. Das können wir nur schaffen wenn jeder Einzelne von uns fest an sich glaubt.

Brauchst Du Unterstützung um mehr Selbst-Vertrauen aufzubauen? Ruf mich gerne unverbindlich an.

Bilder: Pixabay, Privat

© Inge Schumacher

Energiarbeit mit Krebs-Patienten

Menschen wie Du und ich haben Krebs

Eine Freundin, die schwer an Lymphdrüsenkrebs erkrankt war hat mir 2013 einen freundlichen Tritt in den Allerwertesten gegeben als ich sagte, dass ich Angst hätte mit ihr zu arbeiten. Ich befürchtete alles schlimmer zu machen. Deswegen machte ich beruflich einen Bogen um Menschen mit schweren Krankheiten. Sie schaute mich streng an und meinte: „ Inge, gib Dir einen Ruck. Ich erwarte keine Wunder. Schlimmer machen kannst Du bei mir nichts. Im Gegenteil, ich weiß dass Du mir helfen kannst.“

Sie hatte Recht. Die Arbeit mit ihr war genauso erfüllend wie mit jedem anderen Klienten. Ich konnte sie ein wenig unterstützen mit meiner Energiearbeit. Sie starb ein Jahr später.

Ich bin ihr immer noch dankbar dafür, dass sie mir meine Angst genommen hat. Meine Ängste waren unausgegorene Konstrukte meines Verstandes.

Seitdem habe ich mehr Menschen mit Krebs begleitet. Die meisten kannte ich schon bevor sie erkrankten. Es scheint einfacher zu sein Energiearbeit zu nutzen, wenn bereits ein Vertrauensverhältnis besteht.

Ich arbeite nicht mit Klienten,

die konventionelle Heilmethoden ablehnen obwohl ihr Glaubenssätze eine andere Sprache sprechen. Leider sind wir manchmal Experten darin uns etwas vorzumachen. Das kann schlimme Folgen haben, wenn wir es mit ernsten Krankheiten zu tun haben.

Crystals KrebsReise

Ich habe Crystal 2011 getroffen als wir einen gemeinsamen Freund im Osten der USA besuchten. Drei Jahre später lud sie uns ein unseren Caravan vor ihrem Haus zu parken. So haben wir uns näher kennengelernt und sind seitdem locker in Verbindung geblieben.

Crystal ist eine talentierte Künstlerin. Sie hat zwei Kinder und drei Enkel, die sie über alles liebt. Sie hat ihr Leben lang hart gearbeitet und sowohl ihrem Mann als auch ihren Kindern die Universität finanziert, was in den USA sehr teuer ist. Sie konnte deswegen nicht für ihre Rente vorsorgen und musste mit Anfang 70 noch arbeiten. Sie war immer da für andere.

Anfang Januar 2021 wurde sie mit einer starken Grippe zur Abklärung ins Krankenhaus geschickt. Heraus kam sie mit der Diagnose Lymphom. Die Krankheit, die mit einem massiven Anstieg der T-Zellen einhergeht, ist sehr selten und sehr aggressiv.

In diesem Augenblick, sie nennt ihn „Gnade“ sah sie ganz klar zwei Wege: Sie konnte innerhalb weniger Wochen zu sterben oder ihr Leben total umkrempeln und bleiben. Sie entschied sich dafür zu leben. Ihr war klar, dass dieser Weg nicht einfach und der Erfolg nicht sicher war.

Will ich mit Crystal arbeiten?

Bevor ich Crystal anrief habe ich mir drei Wochen lang überlegt, ob ich mich wirklich involvieren wollte. Ich habe mir folgende Fragen gestellt:

  • Kann ich es aushalten sie leiden zu sehen?
  • Komme ich klar, wenn sie stirbt?

Wie kann ich sie unterstützen?

Mein Impuls war, ihr ein offenes Ohr zu schenken, wenn sie einen schlechten Tag hat. Sie ist ein sehr positiver Mensch. Aber auch positive Menschen haben manchmal zu kämpfen. Gut war, dass ich weder Familie noch eine enge Freundin war. Ich konnte das ganze Bild sehen ohne in Panik zu geraten.

Sie gab zu, dass sie Schwierigkeiten hatte mein Angebot anzunehmen. Sie war daran gewöhnt alles allein zu schultern. Aber sie wusste: Dieses Mal brauchte sie Unterstützung.

Unsere Energiearbeit

Wir fanden schnell heraus dass wir gut zueinander passten. Wir waren beide sehr offen was unserer Arbeit zugute kam.

Crystals Weg

Nach ihrer Entscheidung handelte sie schnell. Sie nahm an einer speziellen Studie teil mit drei Tagen Chemotherapie pro Woche für drei Monate.

Sie nutzte die Chemo als ihren Helfer gegen die bösartigen T-Zellen. Mit einem Quarzkristall schützte sie ihren Körper vor den Nebenwirkungen. Ihr fielen weder die Haare aus noch war ihr übel. Stattdessen ging es ihr immer besser.

Ursachen für den Krebs

Sie wusste, dass massives Trauma aus ihrer Kindheit der Auslöser für ihren Krebs war. Sie hatte aber keine Erinnerungen aus ihrer frühen Kindheit. Daran haben wir gemeinsam gearbeitet.

Crystals traumatische Kindheit

Ihre Kindheit war gezeichnet von Gewalt und Schlägen. Sie ist mit 16 ausgezogen und hat alleine die Schule fertig gemacht. Eine schlimme Kindheit kann schwere Folgen haben.

Viele Kinder vergessen ihre Traumen. Ihr Körper schützt sie davor indem er das Gefühl und die Erinnerung trennt und in zwei verschiedenen Gehirnhälften packt. Trotzdem ziehen sich die Trauma-Folgen durch ihr ganzes Leben.

Unsere Energiearbeit

Durch unsere gemeinsame Arbeit fand sie heraus, dass ihre Mutter mehrfach versucht hatte sie abzutreiben. – Ich habe erstaunlich viele Klienten, die dieses Schicksal teilen. – Ich bat sie außerdem in ihre sehr frühe Kindheit zurückzugehen und zu imaginieren was noch vorgefallen sein könnte.

Sie bekam niederschmetternde Bilder. Als sie ein paar Monate alt war hat ihre Mutter versucht sie zu erdrosseln. Sie konnte sich sogar an den Ring der Mutter erinnern, der sie dabei unter dem Kinn verletzte. Die Mutter hörte nur auf weil sie Angst vor dem Gefängnis hatte.

Das war starker Tobak. Es brauchte eine ganze Weile bis sie damit umgehen konnte. Sie hatte die Erklärung gefunden für ihr Gefühl nicht erwünscht zu sein, das sie ihr ganzes Leben hatte. Es erklärte auch ihren Schilddrüsenkrebs zwanzig Jahre zuvor.

Crystal entscheidet sich anders

Weil sie nach der Chemo in gutem Zustand war hat sie sich gegen eine Knochenmarkstransplantation und für ein experimentelles Medikament entschieden. Das bedeutete kein Krankenhaus und deutlich weniger Leid. Es hatte auch zur Konsequenz, dass die Verantwortung für ihre Heilung jetzt allein bei ihr lag.

Crystal startet ihre freudvolle Reise zu sich

Ihr ist klar, dass sie nur erfolgreich sein wird, wenn sie mehr Freude in ihr Leben bringt. Sie ist sehr motiviert, ihre Traumen anzusehen und sie zu lösen. Sie braucht ihre ganze Aufmerksamkeit um sich bewusst immer wieder für das Leben zu entscheiden.

Sie nutzt ihre kreativen und spirituellen Talente um

  • Sich ihrer Energie in jedem Moment bewusst zu sein
  • Sich zu fragen ob sie immer zu ihrem Besten handelt
  • die toxischen Energien zu bemerken und zu verändern, die den Krebs zurückbringen könnten

Freunde und Familie müssen sich an eine veränderte Crystal gewöhnen, die sich selbst an erster Stelle stellt. Sie ist jetzt eher in der Rolle des Zuhörers und weniger der Macherin.

Sie sagt, sie versucht die Probleme jetzt nicht mehr zu antizipieren bevor sie überhaupt da sind. Wegen ihrer eigenen schrecklichen Kindheit ist zu einer Übermutter geworden. Das hat zu beiderseitigen Abhängigkeiten geführt. Sie arbeitet jetzt gemeinsam mit ihrer Familie daran das zu ändern.

Crystal spürt die hundertprozentige Unterstützung von mir und meinem Mann. Auf der anderen Seite sieht sie die Ängste und Befürchtungen ihrer Familie und Freunde. Das ist zu erwarten. Es ist aber trotzdem nicht einfach damit umzugehen.

Ihr jetziger guter Zustand ist für die sie begleitenden Mediziner unerklärlich. Sie können sich ihren Heilungsprozess nicht erklären.

Allein hinterm Steuer

Crystal weiß, dass nur sie selbst sich aus dieser Krankheit führen kann. Sie nutzt das Medikament als Hilfe zum Fokussieren und arbeitet unablässig an ihrem Vertrauen in ihren Weg.

Unsere Trauma-Arbeit

Crystal sitzt am Lenkrad ihres Lebensautos. Ich sitze auf dem Beifahrersitz. Wir tauschen uns ein paarmal in der Woche aus. Ich frage sie immer was sie von mir braucht. Mein Mann und ich sind für sie da, wenn sie Fragen hat.

Ich finde es sehr bereichernd sie auf ihrem Weg zu begleiten. Ich lerne sehr viel von ihr.

Was hat Crystal bisher auf ihrem Reise mit Krebs geändert?

  • Sie lebt viel bewusster und ist präsenter im Jetzt
  • Sie hat den Druck losgelassen, den sie sich ständig gemacht hat immer und überall produktiv zu sein
  • Sie akzeptiert sich mehr und mehr selbst
  • Sie erlebt viel mehr Freude im Alltag zum Beispiel beim Einkaufen und Putzen.
  • Sie etabliert gesündere Verbindungen zu ihrer Familie
  • Sie ist sich der Verwicklungen bewusst, die ihre Traumen in all ihren Beziehungen verursacht haben
  • Sie erweitert ihren Freundeskreis um Menschen, die ihr gut tun
  • Sie vergisst immer öfter dass sie krank ist

Egal wie diese Riese ausgeht, Crystal verfolgt einen Weg, der ihr schon jetzt ein befriedigenderes erfülltes Leben beschert.

Jede Lebensgeschichte und jeder Krebs ist anders

Ich erkläre mir die vielen Krebserkrankungen in der heutigen Zeit mit dem massiven Trauma, das wir seit dem 2. Weltkrieg angesammelt haben.

Traumen produzieren toxische Energie, die zu ernsten Krankheiten führen

Die Auslöser von Krebserkrankungen sind unterschiedlich. Es gibt individuelle und kulturelle Faktoren. Zum Beispiel bin ich der Meinung, dass die Brustkrebsrate deswegen so hoch ist, weil die Rolle der Frauen in unserer Gesellschaft überdacht werden muss.

Energiearbeit bei Krebs

Krebs-Patienten brauchen ein individuelles Unterstützungssystem. Sie sind in der Pflicht herauszufinden was ihnen gut tut und sich entsprechende Hilfe zu suchen. Nur sie wissen was wirklich passt. Meiner Meinung nach ist eine Mischung von konventioneller und alternativer Medizin für die meisten optimal.

Tipps:

  • Sabine Dinkel hat ein tolles Buch über ihren Weg mit Krebs geschrieben: Krebs ist wenn man trotzdem lacht.
  • Podcast (englisch) Lynn Mc Taggert im Gespräch mit Joe Dispensa: Paving the way for miracles.

Bilder: Pixabay und Privat

© Inge Schumacher

Unser Trauma ist historisch

Ich habe in meiner Praxis immer mehr mit Traumen zu tun. Ich lerne gerade wie sehr wir durch Traumen beeinflusst sind. Individuell und als Gesellschaft.

Was ist ein Trauma?

Ein Erlebnis wird für uns zum Trauma wenn wir direkt oder indirekt mit dem Tod in Kontakt kommen. Wir werden dadurch überfordert. Unser Körper hilft uns damit fertig zu werden, in dem er die Erinnerung und das überwältigende Gefühl in zwei getrennten Gehirnhälften unterbringt und so entschärft. Das Trauma könnte sonst unsere Persönlichkeit in Stücke reißen.

Warum ist unser Trauma historisch?

Die Traumen, mit denen viele von uns sich gerade auseinandersetzen, haben ihren Ursprung in der Zeit des 2. Weltkriegs.

1. Die Menschlichkeit ging im 2. Weltkrieg verloren

Töten führt immer zu Trauma. Frühere Kriege, das schließt den 1. Weltkrieg ein, wurden auf einem soliden Fundament von Stolz und Ehre geführt. Die Kriegsparteien waren alle davon überzeugt, für eine gerechte Sache zu kämpfen. Die Gegner wurden als Menschen geachtet. Die traumatisierten Soldaten waren in der Lage sich nach dem Krieg wieder in die Gesellschaft zu integrieren.

Das war im 2. Weltkrieg anders. Da ging es mehr um Eroberung und Dominanz auf Seiten der Deutschen und Japaner und Verteidigung bei den Alliierten. Der Gegner wurde als menschenunwürdig gesehen. Der Holocaust war nur durch die vollständige Entmenschlichung der Juden möglich. So wurden die Traumen tiefer.

Die zurückkehrenden Soldaten schafften es nicht sich wieder zu integrieren. Sie waren durch ihre Traumen dissoziiert – von sich und ihren Gefühlen. Sie isolierten sich und ihre Familien und gaben ihr Trauma weiter. Das hat zwei Generationen von Kindern hervorgebracht, die zum Ventil für das fürchterliche Trauma des Krieges wurden.

2. Kinder waren nichts wert

Das sieht man daran wie Kinder in dieser Zeit behandelt wurden. Kinder bedeuteten damals in erster Linie Mühe. Sie wurden erst als vollwertige Menschen angesehen wenn sie produktiv waren.

Zwei Beispiele:

Die 93-jährige Großtante einer Freundin ist auf einem Bauernhof aufgewachsen. Sie erzählte ihr, dass der Arzt nur geholt wurde wenn die Tiere krank waren. Tiere waren eben wertvoller als Kinder.

Ich erinnere mich an ein Buch über eine Familie aus dem mittleren Westen der USA, das Ähnliches dokumentierte. Dort bekam der Hofhund besseres Essen als die Kinder. Er hatte eine wichtigere Aufgabe.

Was passiert, wenn Kinder weniger wichtig sind als Vieh? Sie werden körperlich und emotional mit Füßen getreten. Sie werden wie Wegwerfware behandelt.

Das Trauma von drei Generationen

66 bis 80-Jährige: Erste Generation: Sie bekamen die Kriegstraumen direkt ab und wurden nicht als Menschen wahrgenommen. Vermutlich 70% von ihnen sind traumatisiert. Von diesen erinnern sich nur 30% an das Vorgefallene.

50 bis 65-Jährige: Zweite Generation: Sie wurden weniger durch den Krieg traumatisiert, haben aber unter den massiven Traumen ihrer Elterngeneration gelitten.

25 bis 50-Jährige: Dritte Generation. Sie wurden von klein auf als Menschen angesehen und sind deswegen nur noch zu 30% traumatisiert.

Traumen weitergeben, wie geht das?

Kann ich ein Trauma weitergeben, wenn ich nicht weiß, dass ich eines habe? Ja, durch mein Verhalten. Obwohl wir es nicht merken steuern unsere Traumen unser Verhalten.

Mein Sohn Ben mit 6 Wochen.

Beispiel: Kinder schreien lassen

In Nazideutschland wurde propagiert Kinder nachts schreien zu lassen. Man glaubte, das würde starke Menschen mit guten Lungen hervorbringen. So sind meine Eltern aufgewachsen. Sie haben das mit mir und meinen Geschwistern genauso gemacht. Das stand damals in jedem Lehrbuch und Ratgeber.

Dieses wiederholte Schreien-lassen hat viele von uns traumatisiert. Viele weitverbreitete Glaubenssätze haben hier ihren Ursprung:

  • Ich bin nicht wichtig
  • Wenn es mir schlecht geht werde ich allein gelassen
  • Ich bin hilflos egal was ich tue

Auch ich habe damit zu kämpfen. Neulich stellte ich fest, dass ich immer noch Angst davor habe dass mein lieber Ehemann mich allein lässt, wenn es mir schlecht geht. Ich finde jede Menge Indizien dafür. Klar, denn meine Wahrnehmung erschafft meine Realität.

Beispiel: Prügel und Missbrauch

Meine Elterngeneration ist in der Schule und von ihren Eltern gezüchtigt worden. Das war normal. Unsere Normen haben sich zum Glück geändert. Trotzdem bleibt häusliche Gewalt ein Dauer-Thema. In Coronazeiten, wo viele Familien eng aufeinandersaßen sind die Zahlen wieder gestiegen.

Auch hier überträgt sich erlebtes Verhalten. Viele Kinder, die geschlagen wurden, drücken später ihre eigenen Aggressionen genauso aus.

Die Opfer werden zu Tätern, bleiben dabei aber immer Opfer.

Viele meiner Klienten haben schwerste Misshandlungen und Missbrauch erlebt. Alle haben auch eine Täterseite an sich entdeckt. Das ist schlimm für sie. Opfer sein ist schon schambehaftet, Täter sein noch viel mehr.

Die meisten meiner Klienten haben den Missbrauch nicht direkt weitergegeben. Wenn sie aber darüber nachgedacht haben, dann tragen sie starke Schuldgefühle in sich.

Täter sein zeigt sich in gestörten Beziehungen zu sich selbst und anderen:

  • Wir behandeln uns selbst schlecht
  • Wir isolieren uns
  • Wir gehen toxische Partnerschaften ein

Wir drücken die Energie des Traumas immer wieder aus

Für mich haben sich die vergleichsweise harmlosen Traumen aus meiner Kindheit wie Gummibänder angefühlt. Ich habe mich von der Trauma-Energie wegbewegt und mich immer besser kennengelernt und schwupps kam irgendein Auslöser, der mich wieder in altes Verhalten gezogen hat.

Trauma ist wie ein Gummiband, das uns daran hindert weiter zu kommen.

Dieses Gummiband kann ich nur lösen, wenn ich das Ereignis und Gefühl aus beiden Gehirnhälften im Rahmen einer Therapie wieder zusammenbringe. In der rechten Gehirnhälfte befinden sich die Trauma-Erinnerungen. Sie werden zusammen mit den Gefühlen in die linke Gehirnhälfte transportiert.

Das zerstört das Gummiband. Erst dann habe ich die Chance mich bewusst für ein anderes Verhalten zu entscheiden.

Leider fängt die Arbeit dann erst richtig an. Ich muss mir der Auswirkungen, die mein Trauma in meinem Leben hat bewusst werden. Ich hole mir dazu fachkundige Hilfe.

Ich empfehle diesen Prozess nicht alleine zu gehen und erfahrene Trauma-Therapeuten zu Rate zu ziehen.

Selbst-Regulation von Gefühlen ist der Schlüssel

Ich bin früher oft ausgerastet und meine Familie hat das abbekommen. Ich habe jetzt ein ganzes Bündel von Instrumenten mit denen ich meine Gefühle regulieren kann. Ich drücke sie nicht mehr in irgendeinen Topf, der dann explodiert.

Wie merkst Du, dass Du ein Trauma hast?

Meine Alarmsirenen gehen an, wenn ich merke, dass ich überreagiere. Da gibt es etwas, das angeschaut werden will. Das muss nicht zwingend ein Trauma sein, kann aber damit zusammenhängen.

Hinweise auf Traumen liegen oft in Extremen. Wenn Du

  • Oft wütend bist
  • Ständig Schuldgefühle hast
  • Dich selbst gerne niedermachst
  • Dich wertlos fühlst
  • Ein überzogenes Ego hast
  • Narzisstisch veranlagt bist
  • Nur für die Karriere und Erfolg lebst

Dann könntest Du ein Trauma haben.

Traumen verursachen toxische Energien

Über Jahre hinweg können Traumen schwere körperliche Folgen haben wie Krebs oder Autoimmunerkrankungen.

So viel Leid wegen Trauma

Ich bin entsetzt über das Ausmaß des Traumas in der heutigen Gesellschaft. Unsere Welt sieht heute so aus, weil wir über Generationen hinweg massiv traumatisiert wurden. Trauma trennt uns und macht uns einsam. Wir verletzen deswegen ständig uns, unsere Erde, die Tiere und Pflanzen. Meiner Meinung nach sind unsere Traumen auch die Ursache für unsere Wegwerfgesellschaft.

Es tut sich etwas

Es wird so nicht weitergehen. Immer mehr von uns wachen auf und merken, dass wir uns mit unserem Verhalten selbst wehtun. Die Generation Fridays for Future ist die am wenigsten traumatisierte seit langem. Sie macht uns auf unsere Defizite aufmerksam.

Hast Du Fragen zum Thema Trauma?

Fragst Du Dich ob Du ein Trauma haben könntest? Rufe mich an für ein kostenloses halbstündiges Gespräch.

Buchtipps zu Trauma

  • Franz Ruppert: Wer bin ich in einer traumatisierten Gesellschaft
  • Demi Charf: Auch alte Wunden können heilen
  • Peter Levine: Trauma-Heilung
  • Thomas Hübl: Kollektives Trauma heilen
  • Oprah Winfrey und Dr. Bruce Perry: What happened to you?

Hilfe bei Trauma gibt es hier:

Dieser Artikel ist in der #Blognacht meiner Lieblingsblogflüsterin Anna Koschinski entstanden.

Bilder: Pixabay und privat

©Inge Schumacher

Channeling und der Shift

Eine Informationsquelle, die ich regelmäßig nutze ist gechanneltes Material. Hier bekomme ich viele Inspirationen. (You can read this article in English here.)

Was ist Channeling?

Channeling bezeichnet die Kommunikation zwischen Menschen und nicht–physischen Wesenheiten. Ein Medium kommuniziert mit einem anderen Teil des Bewusstseins. Sie bauen gemeinsam einen Kanal auf.

Es gibt Massen an Informationen dazu im Internet. Bücher, Webseiten und Workshops. Channeling scheint den Weg in den Mainstream gefunden zu haben, zumindest in der esoterischen Ecke der Welt.

Hintergrundinformation zu Channeling

Wir sind so viel mehr als uns der Spiegel jeden Morgen zeigt. Wir haben einen Körper, der eng mit dieser Erde verbunden ist und wir haben eine Seele, die zu diesem Körper gehört. Diese Seele ist Teil eines größeren Bewusstseins. Manche nennen es das höhere Selbst. Ich nenne es Essenz. Die Seele verbindet uns mit allem Feinstofflichen. Wir vereinen also das Beste aus zwei sehr verschiedenen Welten in uns.

Wir sind hier, weil wir Vieles nur mit einem Körper erfahren können. Gefühle zum Beispiel: Gefühle sind Signale des Körpers. Oder Berührung. Weil wir neugierig sind und möglichst viel lernen wollen leben wir viele verschiedene Leben.

Wenn unser Körper stirbt wir die Seele wieder eins mit unserer Essenz. Sie nimmt alles mit was wir erlebt und gelernt haben. Nichts geht verloren.

Der Vorhang des Vergessens

Wenn wir geboren werden vergessen wir woher wir kommen: Dass wir Teil eines größeren Bewusstseins, einer Essenz sind. Dieses Vergessen ist fest mit dem Leben hier verbunden. So leben wir mit voller Intensität.

Dieses Weltbild erklärt für mich

Warum es so viel Leid und Schmerz gibt. Das ergibt keinen Sinn, wenn wir nur ein Leben haben. Wenn es aber darum geht möglichst viele Erfahrungen zu machen, dann gehören Armut, Krankheit und Leid dazu.

Ich erwarte nicht, dass Du mir glaubst. Bleibe aber bitte offen für Informationen, die Dir helfen können. Die Informationen, die ich hier teile habe ich aus vielen verschiedenen Quellen.

Wenn der Vorhang des Vergessens verschwindet

Alzheimer Patienten erfahren was passiert, wenn sie ihren Halt in dieser Realität verlieren, weil sie unkontrolliert immer mehr Informationen von jenseits des Vorhangs wahrnehmen. Ich wird nie vergessen wie eine Freundin meiner Schwiegermutter, die Alzheimer hatte mir erzählte, dass sie aufgehört hat auf die vielen Merkwürdigkeiten hinzuweisen, die nur sie sieht und hört.

Der Shift im Bewusstsein

Eine Erklärung für die wachsende Anzahl von Channels ist der Shift, den wir gerade erleben: Jedes Bewusstsein in diesem Universum hat beschlossen, auf der subjektiven Ebene, diesen Entwicklungsschritt zu tun. Wir verändern die Spielregeln weil sie nicht mehr passen.

Durch den Shift werden die Vorhänge des Vergessens langsam immer dünner. Er wurde seit über 100 Jahren vorbereitet. Richtig los ging es zur Jahrtausendwende. Gegen 2075 soll diese Entwicklung vollendet sein. Wie unsere Welt dann wohl aussehen wird?

Ich weiß, dass wir uns gerade verändern und bewusster werden. Ich sehe das an meinen Kindern. Mein Jüngster weiß intuitiv, dass er ein mächtiges Wesen ist, und daher die  Entscheidungsgewalt über sein Leben hat. Das macht das Leben mit ihm nicht einfacher.

Im Shift findet ein Paradigmenwechsel statt von

  • Intellekt zu Intuition
  • Konzentration auf das Außen hin zum Innen
  • Der Masse zum Individuum

Viele nennen das eine Veränderung zum Weiblichen. Warum weiblich? Weil wir diese Eigenschaften mit dem weiblichen Anteil in uns in Verbindung bringen. Unsere Welt ist bisher aufgrund unserer Geschichte bisher eher männlich geprägt.

Was sind Hinweise auf den Shift?

Veränderungen durch den Shift werden langsam sichtbar. Vieles passiert, was uns dazu  motiviert unseren Horizont zu erweitern und uns damit auf Veränderungen vorzubereiten.

  • Weltweite Verbindungen via Internet
  • Klimawandel
  • Corona Virus

Wir sind dabei zu lernen:

Essenzen helfen uns im Shift

Weil sich so viel verändert unterstützen uns mehr Essenzen mit Informationen. Meiner Meinung nach können wir jede Hilfe gebrauchen.

Unsere Aufgabe im Shift ist uns besser kennenzulernen. Nur dann können wir unseren Weg durch die vielen Veränderungen finden, die uns bevorstehen. Wir müssen fest in dieser Realität verankert sein um den Herausforderungen gewachsen zu sein.

Ich arbeite seit vielen Jahren daran bewusster zu werden. Mein Blog ist voll von meinen Erfahrungen. Trotzdem habe ich noch einen langen Weg vor mir. Die Reise zu sich selbst ist nicht einfach aber sehr lohnend. Ich habe mir auf vielen Gebieten schon mehr Freiheit erarbeitet:

Wir channeln uns natürlicherweise selbst

Als Essenz können wir auf ein riesengroßes Reservoir an Wissen zurückgreifen. Joe Dispensa nennt das, sich einklinken.

Ich nutze das, weil mein Namensgedächtnis unterirdisch ist. Ich vergesse kaum ein Gesicht aber jeden Namen. Wenn ich dringend einen Namen brauche erinnere ich mich plötzlich. Dann unterstützt mich meine Essenz.

Sich selbst channeln ist so normal, dass wir es nicht merken. Schwieriger ist es eine andere Essenz zu channeln. Das Aneinander gewöhnen und Aufeinander einspielen braucht viel Zeit und Energie, wie mir verschiedene Medien berichtet haben.

Ist Channeling eine brauchbare Informationsquelle?

Weil gechannelte Informationen durch die Glaubenssätze und Persönlichkeit des Mediums hindurchmüssen sind sie immer subjektiv eingefärbt. Das geht gar nicht anders. Wir dürfen daher nicht alles für bare Münzen nehmen was wir hören und lesen.

Deswegen nutze ich meinen internen Bullshit-o-meter. Das ist ähnlich wie bei Trump oder Fox News: Die sind auch besser mit Vorsicht zu genießen.

Meine Erfahrung mit Channels

Seth

Seth ist eine der bekannteren gechannelten Essenzen des 20. Jahrhunderts. Er hat seinem Medium Jane Roberts etliche Bücher diktiert. (Zum Beispiel: Seth speaks; auf Deutsch: Von der ewigen Gültigkeit der Seele.)

Elias

Vor 15 Jahren entdeckten wir Elias. Mary Ennis channelt Elias seit 25 Jahren. Elias war zum Beispiel als Oscar Wilde inkarniert. (Weitere Links findest Du unten im Artikel.)

Oscare Wilde by Wikimedia

Elias diktiert keine Bücher. Er bevorzugt Einzel- und Gruppensitzungen. Er hilft, das Trauma, das durch den Shift an die Oberfläche kommt zu reduzieren. Ich habe viel durch ihn gelernt.

Wie Du mit gechannelten Informationen umgehst

Channels haben alle eine Agenda. Einige kommen genauer rüber als andere, das heißt die Information wird durch das Medium mehr oder weniger verzerrt.

Such Dir die Informationen heraus, die Dich ansprechen. Spiel mit ihnen und teste sie. Sprich mit anderen darüber.

Ich rate Dir offen zu sein, wenn Du mit gechannelten Informationen zu tun hast. Für mich ist ein Mix aus Büchern (z.B. Laura Seiler, Joe Dispensa, Julia Cameron…)  persönlichen Gesprächen und gechanneltem Material optimal.

In der Tabelle unten habe ich ein paar der bekannteren Channels zusammengestellt und mit Links versehen.

ChannelChannelerWebseiteSprache
EliasMary EnnisElias Website
mehr Deutsche Übersetzungen
Deutsch Deutsch
SethJane RobertsBücher Deutsche WebseiteDeutsch
Abraham HicksEsther HicksAbraham Hicks You tube Bücher und You tubes DeutschEnglisch Deutsch
BasharDarryl AnkaBashar Info in DeutschEnglisch Deutsch
KryonLee CarolKryonEnglisch
KrisSerge Grandbois Webseite
Deutsche Übersetzungen
Englisch Deutsch 

Hast Du Dich schon mit Channeling beschäftigt? Was sind Deine Erfahrungen?

Pictures: Pixabay, privat, Wikimedia

© Inge Schumacher

Deine Persönlichkeitsentwicklung zeigt (Neben-)Wirkungen

Es ist wieder passiert. Eine Freundin von mir verliert gerade ihren Arbeitsplatz. Sie meint: Wie gut, dass Du mich gewarnt hast, dass das passieren könnte. Dieser Artikel handelt davon warum ich sie darauf vorbereitet habe.

Persönlichkeitsentwicklung wirkt, hat aber auch unerwartete Folgen

Unter Persönlichkeitsentwicklung verstehe ich meinen Weg zu mir selbst. Seit etlichen Jahren lasse ich immer wieder Sachen los, die ich mit mir herumschleppe.

Mein Lebensziel ist, mich gut kennenzulernen. Ich will mich mögen und wohlfühlen in meiner Haut. Ich bin schon seit vielen Jahren unterwegs. Immer wieder stolpere ich, manchmal über Steine, manchmal über Felsbrocken. Ab und zu muss ich auch eine Schlucht auf einer schwankenden Hängebrücke überqueren.

Das hört sich anstrengend an? Ist es auch. Aber ich bin im Training und motiviert weil ich es sich wirklich lohnt.

Mit meiner Persönlichkeitsentwicklung habe ich bisher erreicht

Das motiviert mich immer weiter zu gehen. Ich laufe diesen Weg zu mir selbst zwar alleine, treffe mich aber auch mit anderen Reisenden zum Erfahrungsaustausch. Gemeinsam lässt sich der eigene Weg oft besser verstehen und einschätzen.

Wie sieht meine Persönlichkeitsentwicklung aus?

Der Indikator dafür, dass eine Neuausrichtung meines Weges ansteht ist mein Zufriedenheitsgrad. Mein Körper signalisiert mir mit Gefühlen oder mit körperlichen Symptomen, dass etwas nicht in Ordnung ist. Das ignoriere ich gerne eine Zeitlang und stapfe stur weiter. Im Laufe der Zeit habe ich aber gelernt besser darauf zu achten. Es wird immer unangenehmer, wenn ich dann keine Ursachenforschung betreibe.

Ich hinterfrage und forsche in verschiedensten Bereichen:

  • Bin ich das wirklich?
  • Tut mir das gut?
  • Warum passiert mir Dieses und Jenes immer wieder?

Ich stelle dann zum Beispiel fest, dass ich zu viel Ausrüstung mit mir herumschleppe. Das erklärt meine Rückenschmerzen.

Losgelassen habe ich bisher

  • Meine Karriere als Unternehmensberaterin
  • Zu viele regelmäßige Abendtermine, ich brauche mehr Spontanität
  • Jede Menge Glaubenssätze was und wie eine Mutter zu sein hat

Im Moment bin ich unzufrieden mit meinen verschiedenen Rollen als

  • Mutter
  • Hausfrau
  • Ehefrau
  • Gärtnerin
  • Flüchtlingshelferin
  • Freundin
  • Heilerin

Ich fühle mich eingesperrt. Es strengt mich an, meinen Erwartungen an diese Rollen gerecht zu werden.

Mein Mann meinte treffend: Du begrenzt Dich zu sehr. Ich spürte, dass er Recht hatte. Auch wenn es mir anfangs schwergefallen ist diese Grenzen überhaupt wahrzunehmen.

Ich beobachte mich seither mehr und achte auf Störgefühle und Impulse. Durch diese Aufmerksamkeit bekomme ich mit wo was nicht für mich passt. Die Grenzen, die ich so gefunden habe bin ich dabei aufzulösen. Damit werde ich wohl noch eine Zeitlang beschäftigt sein.

Der Weg zu Dir selbst ist oft spannender als erwartet

Im Laufe der Reise hast Du Dir idealerweise eine Grundsicherheit erarbeitet. Du weißt wo Du Hilfe beim Klettern brauchst und was Du alleine schaffst. Du wirst mutiger.

Je genauer Du Deinen Weg kennst umso leichter wird es an den Weggabelungen für Dich. Du entdeckst im Laufe der Zeit viel mehr Weggabelungen. Kleine unscheinbare, die Du am Anfang des Weges übersehen hättest, testest Du heute aus. Du weißt, dass Du den Weg zurück zum Hauptweg immer wiederfindest.

Du hältst es aus, wenn sich Dein Ziel ändert und Du eine neue Karte erstellen musst: Entweder hast Du ein Ziel erreicht oder Deine Prioritäten haben sich während der Reise verändert.

Deine Reise ist nicht immer schön. Es gibt Zeiten, da bist Du am Ende Deiner Kraft, müde und ausgelaugt. Manchmal verirrst Du Dich oder Du stehst vor einer Steilwand und musst umkehren.

Überraschungen gehören dazu

Richtig spannend wird es, wenn Du mit Ereignissen konfrontiert bist, die scheinbar aus dem Nichts kommen.

Meiner Freundin ist das gerade passiert. Sie ist eine hochqualifizierte Fach- und Führungsfrau. Mein Mann und ich haben schon vor zwei Jahren das Potential gesehen, dass sie sich aus ihrem Job kickt, wenn sie ihren Weg weitergeht. Ich habe ihr deswegen frühzeitig von einer unerwünschten Nebenwirkung von Persönlichkeitsentwicklung berichtet:

Die natürliche Abstoßungsreaktion

Wir sind Magneten, die Dinge in unser Leben ziehen, die zu der Energie passen, die wir ausstrahlen. (Ich meine damit nicht die Energie, die wir denken die wir haben.) Das bedeutet auch, dass wir Dinge und Situationen abstoßen, die nicht mehr zu uns passen.

Jeder kennt das von Freunden, die sich anders entwickeln. Dann geht man getrennte Wege. Gravierender ist es, wenn es um unsere unsere Existenz geht, um den Job.

Ich habe in der Reisen-zu-sich-selbst Community oft miterlebt, dass scheinbar aus heiterem Himmel gekündigt wurde. Von beiden Seiten: Vom Unternehmen und vom Arbeitnehmer aus.

Je nachdem wie bewusst wir sind, bekommen wir mit ob sich etwas zusammenbraut oder nicht. Sind wir vorgewarnt ist es ein bisschen einfacher. Der Jobverlust die Konsequenz vieler Einzelentscheidungen, die wir auf unserem Lebensweg getroffen haben.

Trotz allem: Jobverlust bedeutet den Ausnahmezustand. Alle Lernerfahrungen, die auf dem Weg gesammelt wurden brauchen wir jetzt, unser Supportsystem auch. Am wichtigsten ist dabei die Sicherheit, dass wir uns auf uns selbst verlassen können. Die haben wir immer dabei, egal was passiert.

Meine Freundin ist froh, dass ich sie mehrmals auf die Nebenwirkungen ihres Weges zu sich selbst hingewiesen habe. Immer wieder habe ich ihr von Beispielen anderer Menschen erzählt. Sie hat lange nicht verstanden was das mit ihr zu tun hat.

So war sie anfangs zwar überrascht, aber nicht geschockt. Sie hatte sich schon eine längerfristige Exit-Strategie überlegt. Jetzt zahlen sich die Erfahrungen aus, die sie bisher gemacht hat. Sie weiß, sie kann sich auf sich und ihr Unterstützungsteam verlassen. Sie staunt selbst wie wenig panisch sie ist.

Sie sagt, dass sie weiß dass alles gut wird, sie aber keine Ahnung hat wie. Das muss sie auch nicht. Mein Tipp an sie ist, dass sie diese Zuversicht pflegt. Dann wird sie sicher an ihr Ziel kommen, dass sie jetzt noch nicht kennt.

Deine Persönlichkeitsentwicklung ist so einzigartig wie Du es bist

Jeder Reise zu sich selbst ist anders. Jede Karte sieht anders aus. Es gibt verschiedenste Details und Beschriftungen. Manche sind liebevoll bemalt, andere zerknittert und abgenutzt. Manche verlassen sich auf ihr inneres GPS, andere bevorzugen eine altmodische Karte aus Papier.

Sie alle erfüllen Ihren Zweck. Du erschaffst sie sowieso ständig neu. In jedem Moment, in jedem neuen Jetzt erschaffst Du Deinen Weg und Deine Ausrichtung .

Es ist nie zu spät loszugehen oder umzukehren. Es ist immer recht-zeitig und Zeit genug.

Trotz unerwarteter Nebenwirkungen empfehle ich jedem diese Reise zu anzutreten und zu genießen. Sie lohnt sich immer und ist nie langweilig.

Möchtest Du mehr über Dich und Deinen Weg zu Dir erfahren? Ich schenke Dir eine halbstündige Kennenlern-Einheit.

Dieser Artikel ist in der #Blognacht meiner Lieblingsblogflüsterin Anna Koschinski entstanden.

Bilder Pixabay und privat

© Inge Schumacher

Warum Authentizität wichtig ist

Ich habe die #Blognacht meiner Lieblingsblogflüsterin Anna Koschinski genutzt um diesen Artikel zu schreiben. Dreizehn Blogger, die zusammen und jeder für sich schreiben. Es hat Spaß gemacht.

Authentizität ist abgelutscht und ausgeleiert. Mit Authentizität werden alle möglichen Produkte verkauft, die kein Mensch braucht. Das waren meine ersten Assoziationen.

Ich hätte nicht darüber geschrieben, wenn Rosa Pessl mich nicht persönlich eingeladen hätte bei ihrer Blogparade mitzumachen.

Authentizität in meinem Beruf

Ich bin Heilpraktikerin und spezialisiert auf Energiearbeit. Ich bin also Expertin für Unsichtbares. Das kann ich richtig gut. Trotzdem habe ich sieben Jahre gebraucht um offen zu meinem Talent zu stehen.

Wenn ich von Authentizität spreche meine ich: Ich selbst sein

Um Du selbst zu sein, musst Du erst einmal Du selbst sein wollen. Wenn Du Dich selbst nicht wertschätzt, hast Du keine Motivation dazu.

Wer will schon mit jemandem zu tun haben, der

  • nicht liebenswert,
  • langweilig und
  • ganz allgemein doof ist?

So jemanden verstecke ich doch lieber hinter irgendeiner Fassade und lasse ihn nicht an die Öffentlichkeit.

Ein wenig Selbstakzeptanz brauchst Du um mit Authentizität zu experimentieren

Seit über 30 Jahren arbeite ich meiner Selbstakzeptanz. Langsam habe ich mich in dieser Zeit von: „Ich bin nicht liebenswert“ zu „Ich bin ganz okay“ hochgearbeitet.

Ich habe zwei Artikel über Selbstakzeptanz geschrieben. Über Selbstliebe könnte ich momentan noch nicht authentisch schreiben. Vorher habe ich noch Einiges zu üben.

Dein Weg zu mehr Authentizität

Du willst Dich mehr dazu stehen wie Du bist? Prima. Hier gibt es ein paar Inspirationen.

Fang langsam an Dich zu zeigen

Authentisch sein musst Du nicht sofort hundertprozentig. Fang einfach klein an.

Zuerst brauchst Du etwas, das Du gut an Dir findest.

  • Etwas das Du gut kannst,
  • ein Thema bei dem Du Dich sicher fühlst

Mit dem wirst Du Dich am ehesten trauen raus zu gehen und Dich zu zeigen.

Zwei Übungsideen

Vielleicht sagst Du im Job Deine fundierte Meinung, was Du Dich früher nicht getraut hättest. Vielleicht nimmst Du es Dir auch nur vor. Auch wenn Du es beim ersten Mal nicht schaffst, wichtig ist: Du hast Dich auf den Weg und den ersten Schritt gemacht.

Vielleicht traust Du Dich beim Einkaufen eher jemanden anzuquatschen, wenn Du den Impuls dazu verspürst. Nur zu. Du wirst denjenigen wahrscheinlich nie wiedersehen. Wegen der Masken, die wir alle momentan tragen, erkennen wir einander sowieso nicht.

Authentizität für Fortgeschrittene:

Schwierige Situationen lassen sich mit Authentizität entspannen

Klienten kommen öfter mit schwierigen familiären Problemen zu mir. Dann klären wir zuerst ihren Eigenanteil und die Historie. Wir versuchen die Situation zu verstehen und so emotionalen Druck herauszunehmen.

Beispiel: Spannungen in der Familie

Eine Klientin hatte Probleme mit ihrer Tochter. Die Tochter war schwanger und meine Klientin hatte die begründete Befürchtung, dass sie nicht viel von ihrem Enkelkind mitbekommen würde, wenn sich die Situation nicht entspannte.

Wir haben viele Informationen über diese beiden besonderen Frauen zusammengetragen. Meine Klienten verstand dadurch viel besser was unterschwellig ablief und warum.

Dann beleuchteten wir ihre Erwartungen. Mutter-Tochter Beziehungen sind überfrachtet mit gegenseitigen Erwartungen. Es gab also viele Erwartungen, die sie sich bewusst gemacht hat.

Meiner Klientin war klar, dass nur ein authentischen Kommunikations-Angebot mit möglichst wenig Erwartungsdruck Chance auf Erfolg haben würde. Sie hat es geschafft, wie sie mir später glücklich berichtete.

Authentisch sein bedeutet sich öffnen

Wenn ich authentisch bin, eröffne ich meinem Gegenüber die Möglichkeit mit in meine Welt zu kommen. Ob dieser die Einladung annimmt oder nicht ist seine Entscheidung.

Unzulänglichkeiten zugeben

Ein Idealbeispiel

Das erste Mal als ich als Unternehmensberaterin meinem Kunden gegenüber zugegeben habe nicht weiterzuwissen habe ich Blut und Wasser geschwitzt. Ich habe erwartet in Grund und Boden gestampft zu werden.

Aber o Wunder: Das Gegenteil ist passiert. Ich bekam Unterstützung und als Folge davon eine wunderbar offene konstruktive Arbeitsatmosphäre.

Es muss nicht immer so positiv laufen, wenn wir uns schwach zeigen. Zum Üben ist es hilfreich, wenn man sich gegenseitig sympathisch ist und ein gemeinsames Ziel, z. B. ein Projekt, hat.

Authentisch sein in der Familie

Mein Mann hat mir beigebracht, dass ich als Mutter von drei Kindern auch einmal schlecht drauf sein darf. Heute zeige ich offen, wenn nicht mein Tag ist. Meine Familie ist vorgewarnt. Wenn sie die sprichwörtliche Rauchwolke über meinem Kopf wahrnehmen, wissen sie, dass das nicht ihre Schuld ist. 

Ich schätze den Input meiner erwachsenen Kinder. Früher habe ich mich damit gestresst, viele Dinge unter einen Hut zu bekommen, von denen ich glaubte, sie wären wichtig.

Oft hat sich später herausgestellt, dass der ganze Aufwand unnötig war. Wenn ich jetzt merke, es wird mir zu viel sage ich Bescheid. Oft ergibt sich eine ganz einfache Lösung.

Auf diese Weise habe ich viel mehr Ruhe in meinem Leben. Denn keiner erwartet von mir alles schaffen zu müssen außer mir! Meine Familie möchte einfach, dass es mir gut geht. Es hat lange gedauert bis ich das wirklich begriffen habe.

Schwäche mir selbst zuzugeben ist schwer

Erst im letzten Jahr habe ich begriffen, wie wichtig es ist, auch vor mir selbst zuzugeben schwach zu sein. Irgendwie habe ich geglaubt, meine Welt bricht dann zusammen.

Das Gegenteil ist der Fall. Ich kann jetzt den Teil von mir, der in die Knie geht oder Heilung braucht viel besser akzeptieren.

Authentizität ist erfolgreich

Mein Gegenüber, meine Klienten und meine Blogleser merken, wenn ich authentisch bin. Sie spüren, dass ich echt bin und das lebe was ich predige.

Offenheit lädt zu Offenheit ein. Oft darf ich wichtige Geschichten von anderen Menschen mitnehmen, weil ich zuerst offen und authentisch bin. Viele eigene Fehler habe ich mir schon durch dieses aktive Zuhören erspart.

Authentizität als Magnet

Ich nutze Authentizität, um die Klienten anzuziehen, die zu mir passen. Ich achte deswegen auf meiner Webseite darauf mich und meine Arbeit so echt wie möglich darzustellen.

Mit Erfolg: Die Leute, die den Weg zu mir finden passen auch zu mir.

Dieser Artikel hat Dich angesprochen? Ruf mich unverbindlich an, wenn ich Dich unterstützen kann.

Bilder: Privat

© Inge Schumacher

Innere Sicherheit

Nicht nur für Staaten ist innere Sicherheit wichtig. Wir alle benötigen Sicherheit um verantwortungsvoll und effizient handeln zu können. In diesem Artikel findest Du Ideen und Übungen für diese Sicherheit.

Corona schüttelt uns durch

Wir erleben seit einem Jahr eine weltweite Pandemie. Strukturen, auf die wir uns lange verlassen haben, lösen sich auf. Das macht es schwieriger für uns im Außen Halt zu finden. Wir werden unsicher und geraten leichter aus der Balance.

Diese Unsicherheit sorgt dafür, dass Traumata und Ängste, die bisher ein Randdasein geführt haben lautstark auf sich aufmerksam machen. Ich habe deutlich mehr Klienten, die deswegen zu mir kommen.

Sicherheit in uns selbst finden

Wir sind es gewohnt Bestätigung und Ermutigung aus dem Außen zu bekommen und einzufordern. Im Lockdown fällt davon Vieles weg. Wir werden dadurch auf uns selbst zurückgeworfen. Dauerhafte Sicherheit können wir nur in uns selbst finden. Dann haben wir sie praktischerweise immer dabei.

In der Theorie hört sich das einfach an: Wir legen einen Schalter um: von Sicherheit aus dem Außen zu Sicherheit von Innen. Leider brauchen wir dafür viel Energie und Durchhaltevermögen, denn wir müssen unsere Gewohnheiten ändern.

Wir müssen das Vertrauen in uns erst aufbauen. Das geht nicht von heute auf morgen.

Mein Sohn hat eine Naturbrücke in den Kirschbaum gebaut

Wie lassen wir unsere innere Sicherheit wachsen?

1. Erfahrung hilft

Je mehr Probleme wir in unserem Leben überwinden umso mehr vertrauen wir uns. Wir entwickeln dadurch Zuversicht in Situationen, die neu für uns sind.

Beispiel:

Wenn wir in Corona Angst um unseren Job haben hilft es, wenn wir auf positive Erfahrungen bei der Arbeitssuche zurückgreifen können. Das lässt uns die unsichere Situation besser ertragen.

2. Sich selbst kennen und akzeptieren

In unsicheren Situationen ist es hilfreich, sich auf seine Ressourcen zu konzentrieren. Das gibt Halt.

Deine Ressourcen kannst Du beispielsweise durch diese Fragen finden

  • Was hast Du für Fähigkeiten?
  • Was für Ziele hast Du schon erreicht?
  • Worauf bist Du stolz?
  • Was zaubert ein Lächeln auf Dein Gesicht?

Je besser wir uns kennen, umso mehr Ankerpunkte haben wir, auf denen wir unsere innere Sicherheit aufbauen können. Schau Dir die folgende Liste an. Hier findest Du Inspirationen um mehr Ankerpunkte zu finden.

2. Mehr Bewusstsein im Hier und Jetzt entwickeln

Nur im Hier und Jetzt erschaffen wir unsere Zukunft. Außerdem erschaffen wir mehr von dem auf das wir unsere Aufmerksamkeit richten.

Es ist daher sinnvoll sich folgende Fragen zu stellen:

  • Wo ist meine Aufmerksamkeit gerade?
  • Wie bin ich drauf und welche Energie strahle ich so aus?

Entscheidend ist, wo unsere Aufmerksamkeit im Hier und Jetzt ist. Sie ist der Lichtstrahl, der aus den vielen Möglichkeiten die aussucht, die wir Realität werden lassen.

Haben wir Angst, konzentrieren wir unsere Erschaffens-Energie genau darauf.

Beispiel:

Ich trage ein Tablett mit Geschirr in den Garten. Ich denke dabei ständig: Nicht stolpern! Was passiert? Natürlich stolpere ich. Ich habe dem ja auch viel Aufmerksamkeit gegeben.

Es wäre besser gewesen, wenn ich mich auf den schön gedeckten Tisch draußen konzentriert hätte.

Wie selbst-bewusst bin ich im Hier und Jetzt?

Ich übe seit über 10 Jahren bewusst im Hier und Jetzt zu sein. Schaffe ich das immer? Nein! Aber es wird immer natürlicher für mich. Ich erschaffe dadurch mehr von dem was ich will und brauche.

a. Übung: Erkenne wo Deine Aufmerksamkeit ist

Um festzustellen wo Deine sich Deine Aufmerksamkeit herumtreibt, docke einen Tag lang immer wieder bei Dir an und schau nach.

Dafür kannst Du eine Erinnerungs-App nutzen. Oder befestige einen Zettel an prominenter Stelle, z. B. am Badezimmerspiegel. So erinnerst Du Dich daran Dich immer wieder zu fragen, wo Deine Aufmerksamkeit gerade ist.

Du wirst Dich wundern wohin Deine Gedanken Dich im Laufe eines Tages entführen.

b. Übung: Andere beobachten

Kennst Du Leute, die sich wundern warum ihnen manche Dinge passieren? Versuche zu imaginieren worauf sie sich dabei konzentriert haben könnten. Das ist einfacher als bei einem selbst zu forschen.

3. Schaffe Dir einen sicheren inneren Raum

In einen sicheren inneren Raum können wir uns zurückziehen, um Abstand zu gewinnen und zu heilen. Gerade bei den Ängsten die gerade herumschwirren kann ein innerer Raum eine gute Unterstützung auf dem Weg zu mehr innerer Sicherheit sein.

Mein innerer Raum

Ich habe als Kind einen inneren Raum genutzt, um ohne Angst einschlafen zu können.

Heute weiß ich, dass ich als sensibles Kind viel Zeit brauchte um Erlebtes zu verarbeiten. Dazu brauchte ich Ruhe. Die hatte ich tagsüber in meinem Zimmer und nachts in meinem inneren Raum.

Mein innerer Raum war klein, kuschelig und autark. Ich hatte alles zum Überleben, mein Bett, meine Bücher und Kuscheltiere. Wenn ich es mir dort gemütlich gemacht habe konnte ich gut einschlafen.

Ich nutze sichere innere Räume auch bei der Arbeit mit meinen Klienten. Viele haben einen inneren Raum, den wir bei der Arbeit nutzen können. Andere unterstütze ich dabei einen aufzubauen.

Gestaltung innerer Räume

Die Einrichtung kann sehr unterschiedlich sein:

  • Manchmal sind andere Menschen oder Wesen da, manchmal nicht
  • Viele Räume liegen in der Natur
  • Manche sind aufwändig eingerichtet und bunt
  • Andere einfach
Beispiele für innere Räume
  • Eine Höhle in einem Bergmassiv
  • Ein Zelt am Strand
  • Ein Haus im Dschungel
  • Eine Lichtung im Wald
Innere Räume sind flexibel

Innere Räume sind individuell und passen sich unseren Bedürfnissen an. Ich erlebe wie sie sich während der Arbeit mit meinen Klienten verändern.

Auch mein bevorzugter innerer Raum verändert sich. Wenn es mir gut geht sitze ich auf einer offenen Wiese mit viel Platz um mich herum, dessen Grenzen ich nicht sehen kann. Wenn ich nicht gut drauf bin, bevorzuge ich einen Raum mit klaren Grenzen.

Innere Sicherheit kann uns keiner nehmen

In der Corona-Pandemie werden wir mit Informationen zugeschüttet. Viele davon machen uns Angst. Sie werden verbreitet weil starke Emotionen sich gut verkaufen. Wenn wir uns sicher fühlen, sind wir wenigsten teilweise immun dagegen.

Beispiel zu Informationen:

Eine Klientin kam wegen Schlafstörungen zu mir. Wir haben herausgearbeitet, dass ihr inneres Prüfsystem einige Informationen von außen für nicht zutreffend hielt. Sie war es gewohnt, Radio- und Fernsehnachrichten hundertprozentig zu vertrauen. Dieser Widerspruch brachte sie total durcheinander.

Wenn ich jetzt ein Störgefühl beim Nachrichtenschauen habe, nehme ich das wahr und ordne diese Information als potentiell verzerrt ein. Ich verlasse mich dann eher auf meine innere Stimme.

Ich unterstelle niemandem Desinformation oder vermute Verschwörungstheorien. Corona und Co. scheinen tendenziöse Berichterstattung irgendwie einzuladen. Viele spüren das.

Innere Sicherheit ermöglicht die Übernahme von Verantwortung

In unsicheren Zeiten brauchen wir so viel innere Sicherheit wie möglich. Je sicherer wir uns fühlen umso weniger sind wir manipulierbar. Je besser wir uns kennen umso effizientere Entscheidungen können wir für uns und unsere Familien treffen.

Ich schreibe diesen Blog um meinen Lesern zu helfen sich besser kennenzulernen und bewusster zu leben. Wenn Du Fragen dazu hast, ruf mich gerne unverbindlich an.

Buchtipp

Andreas Knuf: Ruhe da oben! (2010) Der Weg zu einem gelassenen Geist

Dieses schmale Buch erklärt anhand vieler Beispiele wie wir von unseren Gedanken immer wieder in den Autopiloten-Modus und aus dem Hier und Jetzt gelockt werden. Außerdem gibt es viele Tipps und Übungen zum Aussteigen aus diesem Automatismus.

Bilder: Privat

© Inge Schumacher

Verantwortung

Mit Verantwortung beschäftige ich mich immer wieder. Ich frage mich: Was genau ist Verantwortung? Wie viel Verantwortung soll und will ich tragen? (I wrote this article in English here.)

Was bedeutet Verantwortung?

„Verantwortung ist die Übertragung bzw. Übernahme einer willentlichen Pflichterfüllung in Form von Handlungen inklusive deren Konsequenzen“.(Quelle: Wertesysteme.de)

Für mich ist Verantwortung eine Antwort auf das Geschenk des Lebens.

Als ältestes von vier Kindern habe ich gelernt Verantwortung zu übernehmen. Vielleicht habe ich deswegen die Tendenz, mich für Vieles verantwortlich zu fühlen.

Ich übernehme gerne Verantwortung

Für mich ist es natürlich, das Große und Ganze im Blick zu behalten. Ich bin oft die erste, die sich meldet, um Menschen zu unterstützen. Das liegt mir und hat mit meiner Berufung zu tun.

Als Freiwillige habe ich schon viele wertvolle Erfahrungen gesammelt: Ich war

  • Betreuerin von Behinderten
  • Im internationalen Studentenaustausch
  • Elternvertreterin
  • Wahlvorstand
  • Schöffin
  • Flüchtlingshelferin

Verantwortung für unsere Kinder

Früher habe ich gedacht, dass wir als Eltern die alleinige Verantwortung für unsere Kinder tragen.

5 Monate, was für eine Ausstrahlung!

Mittlerweile weiß ich, dass schon ein Baby Verantwortung für sein Dasein hat.

Ich erwische mich oft dabei schnell eingreifen zu wollen, wenn meine Kinder Sachen nicht so machen, wie ich das für richtig halte. Mein Mann sieht das lockerer; was unseren Kindern zugute kommt. Ich kämpfe oft mit mir, was ich zu akzeptieren bereit bin und inwieweit ich die Entscheidungen meiner Kinder unterstütze.

Gleichzeitig will ich auch meinen Anspruch an Fürsorge und meinem Elternbild gerecht werden. Das bedeutet ein ständiges Abwägen, das ich wohl mit allen Eltern teile.

Beispiel: Wie viele Regeln sind nötig?

Das kommt auf die Kinder an. Unsere Mädchen hielten sich an die wenigen Regeln, die wir aufstellten. Wie anders das sein kann habe ich erfahren als wir drei Monate lang eine französische Austauschschülerin hatten. Sie brauchte klare Regeln für Internetnutzung, nach Hause kommen etc.

Außerdem habe ich folgende Erfahrung gemacht: Spätestens in der Pubertät ist die Erziehung vorbei.

Wir Eltern können dann nur da sein, Hilfe anbieten und Vorbild sein. Mehr nicht.

Mein Sohn hatte schon mit 10 Jahren ein ausgeprägtes Autonomiebestreben. Er braucht eine ganz andere Begleitung als unsere Mädchen. Mir bleibt nichts anderes übrig als Ausprobieren, was funktioniert und was nicht.

Meine Intuition sagt mir, dass meine Kinder ihren Weg machen werden. Das geschieht oft anders als ich mir das vorstelle. Daran muss ich mich gewöhnen.

Verantwortung in meiner Praxis

Ich darf Menschen in schwierigen Lebenssituationen begleiten. Ich helfe meinen Klienten den für sie passenden Weg zu finden und ihn zu gehen. Ich sehe sie als einzigartige Individuen und gebe ihnen Rückenwind. Ich ihnen nehme ihnen nicht die Verantwortung ab.

Meine Klienten sind immer für sich alleine verantwortlich. Ich bin so lange als verlässliche Stütze für sie da wie sie mich brauchen, auch zwischen unseren Sitzungen.

Dass ich das richtig mache sehe ich daran, dass meine Klienten nicht abhängig von mir werden.

Verantwortung uns selbst gegenüber

Ich musste erst lernen, dass ich andere nur dann gut unterstützen kann, wenn ich auf mich achte.

Beispiel:

Ich helfe gerne – auch ohne Honorar: Momentan begleite ich eine Freundin aus den USA, die an Krebs erkrankt ist.

Ich habe sehr genau geschaut, wie diese Unterstützung aussahen kann, damit ich mich nicht überfordere. Wir probieren gerade aus wie wir am besten zusammenarbeiten.

Warum ist Verantwortung für mich selbst zu übernehmen so wichtig?

Ich habe gelernt, dass ich

  • zuerst für mich sorgen muss bevor ich für andere da sein kann
  • ich mir selbst schade wenn ich mich nicht (be)-achte
  • ich schneller an meine Ziele komme, wenn es mir gut geht

Das Innen ist genauso wichtig wie das Außen

Ich habe das erst mit Mitte 30 verstanden als ich aus Mangel an Selbstfürsorge in eine Depression rutschte. Dadurch wurde ich gezwungen meine Aufmerksamkeit vom Außen auf das Innere zu lenken.

Ich versuche seither im Blick zu behalten:

  • meine eigene persönliche Entwicklung
  • mein seelisches Gleichgewicht
  • was ich tue und warum

So lerne ich mich besser kennen und akzeptieren. Ich bin in den letzten 20 Jahren dadurch viel bewusster geworden. Ich kenne mein Lebensthema und meine Lebensziele und richte mein Leben danach aus. Das bringt mir Zufriedenheit und Balance.

Leider bin ich in der Theorie oft noch besser als in der Praxis. Da hilft nur weiter zu üben:

Wir alle brauchen den Mut immer wieder dahin zu schauen wo es wehtut. In der Corona Pandemie tun sich reichliche Übungsfelder auf.

Trauma und Corona

Bei vielen Menschen machen sich momentan Traumen bemerkbar, auch ausgelöst durch die Corona-Pandemie. Diese Traumen wollen unsere Aufmerksamkeit, weil sie unsere Entwicklung behindern.

Hinweise auf ein Trauma kann Folgendes sein:

  • Das Gefühl: Ich komme nicht weiter
  • Schon wieder diese Situation!
  • Ständige Unzufriedenheit
  • Ich fühle mich hilflos

Woher ich das weiß? Ich arbeite nicht nur zusammen mit meinen Klienten an deren Traumen. Ich habe im letzten Jahr selbst einige Traumen bearbeitet und dafür auch Hilfe in Anspruch genommen.

Verantwortung für das Ganze

Neben der Verantwortung für uns und unsere Kinder haben wir auch eine Verantwortung für die Allgemeinheit. Sonst könnte unsere Gesellschaft nicht funktionieren.

Beispiel: Flüchtlingswelle in Deutschland

Wir Deutschen sind kollektiv über uns hinausgewachsen als wir 2015 eine Million Flüchtlinge aufgenommen haben. Ohne die vielen Freiwilligen, die Verantwortung übernommen haben, wäre unser Sozialsystem zusammengebrochen.

Ich habe das bewusst miterlebt: Ich habe drei Jahre lang Flüchtlinge in einem Camp unterstützt. Jetzt bin ich Mentorin einer alleinerziehenden Mutter. Meiner Erfahrung nach hört Integration niemals auf.

Ich war überrascht von der Hilfsbereitschaft und der Kreativität meiner Mitbürger. Ich habe daraus gelernt: Wenn viele von uns gemeinsam Verantwortung übernehmen und uns die Arbeit teilen, sind wir in der Lage die Welt aus den Angeln zu heben.

Verantwortung für den Planeten

Wir realisieren, dass unsere Verweildauer auf diesem Planeten dabei ist abzulaufen. Es liegt in unserer Verantwortung, der Erde zu helfen ein neues Gleichgewicht zu finden. Idealerweise eines, in dem wir Menschen auch einen Platz haben.

Veränderungen anzugehen ist nicht angenehm. Aber Veränderungen scheinen nur dann zu geschehen, wenn es unbequem genug wird.

Fazit: Vom Einzelnen zum Ganzen

Viele bewerten den Egoismus sich an erster Stelle zu stellen negativ.

Für mich ist diese Art des Egoismus eine unabdingbare Voraussetzung dafür glücklich und ein produktiver Teil des großen Ganzen zu werden. Sonst bleibt unser volles Potential ungenutzt. Wir können nur dann global denken und handeln wenn wir uns auch als Einzelne schätzen lernen.

Veränderung bringt Unsicherheit

Wir wissen nicht wie es weitergeht und was wir genau tun sollen. Wie denn auch? Wir haben keine Erfahrungen mit der Situation: Klimawandel, Artensterben, Naturkatastrophen.

Wir haben auch die Verantwortung dazu zu stehen, dass wir uns manchmal hilflos fühlen.

Wir werden Vieles ausprobieren müssen. Das bedeutet auch immer wieder zu scheitern. Wie sonst sollen wir herausfinden was funktioniert? Wichtig ist, trotz allem nicht aufzugeben.

Ich erlebe immer wieder wie resilient wir Menschen sind. Als Individuen und als Gruppe. Deswegen bin ich optimistisch. Wir besitzen alle Voraussetzungen um die Herausforderungen zu meistern.

Wenn Du achtsame Unterstützung auf deinem Weg brauchst, sprich mich unverbindlich an.

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Erwartung erschafft Enttäuschung

„Ich habe keine Erwartungen“, höre ich oft: Von meinen Klienten, meinen Kindern und von mir selbst.

Erwartungen haben wir täglich. Wir sind uns dessen nur nicht bewusst.

Erwartungen sind überall

Drösele ich eine Situation auf, die schief gelaufen ist, dann finde ich enttäuschte Erwartungen auf allen Seiten.

Was sind Erwartungen?

Wir alle haben Vorstellungen davon wie etwas laufen soll. Probleme gibt es dann, wenn andere diesen Vorstellungen nicht entsprechen. Dann sind wir enttäuscht und frustriert. Und das führt zu Konflikten.

Wenn wir uns bewusster werden, wo überall Erwartungen versteckt sind, können wir viel für unsere Zufriedenheit tun.

Wo gibt es Erwartungen?

Erwartungen haben wir in allen Lebensbereichen. Dort finden sich genauso viele Erwartungen an uns. Das birgt viele Möglichkeiten für Konflikte.

  • Privatleben
    • Familie
    • Freunde
  • Berufsleben
    • Kollegen
    • Vorgesetzte
  • Öffentlichkeit
    • Verkehrsmittel
    • Sport

Erwartungen identifizieren und loszulassen ist schwierig

  • Wir haben von unseren Eltern gelernt, auf Erwartungen, die oft unausgesprochen sind, automatisch zu reagieren.
  • Wir haben uns daran gewöhnt zu erwarten, dass unseren Erwartungen entsprochen wird.
  • Wir lernen durch die vielen Enttäuschungen nicht und geben einfach anderen die Schuld.

Signalwörter für das Aufdecken von Erwartungen

Wenn Du diese Wörter vehement sagst oder hörst, das heißt mit einem Ausrufezeichen (!), dann sind bestimmt Erwartungen im Spiel, die hinterfragt werden können.

  • Sollen (Du sollst doch nur….!)
  • Müssen (Du musst doch verstehen, dass…!)
  • Aber (Aber, man muss doch…!)
  • Doch (Es ist doch klar, dass….!)

Das verallgemeinernde „man“ versuche ich wegen der vielen damit verbundenen Erwartungen ganz aus meinem Wortschatz zu streichen.

1. Beispiel: Mülltrennung

Ich habe die Erwartung, dass meine Familie den Müll trennt. Ich mache es ihnen seit Jahrzehnten vor und trotzdem wird diese Erwartung oft enttäuscht:

  • Wenn der beste aller Ehemänner keine Lust hat, dann wandert eine Verpackung in den Restmüll
  • Meine Kinder schützen Unwissenheit vor und schmeißen alles durcheinander

Das macht mich wahnsinnig!

Ich habe es mit Erklärungen versucht und mit Schimpfen. Das hat überhaupt nichts gebracht außer, dass wir alle total genervt waren.

Irgendwann habe ich mich mit meinem Mann hingesetzt und das Thema seziert. Rausgekommen ist:

  • Ich hätte den Müll gerne ordentlich getrennt.
  • Meine Familie hat keinen Bock sich gängeln zu lassen.

Jetzt sortiere ich den Müll hinterher, wenn es mich stört. So herrscht in Sachen Mülltrennung bei uns endlich Ruhe. Das ist angenehm.

2. Beispiel: Verlässllichkeit

Wenn ich etwas verspreche versuche ich das auch zu tun. Wenn ich es nicht schaffe, dann sage ich Bescheid. Verlässlichkeit ist ein wichtiger Wert für mich. Ich erwarte automatisch, dass mein Umfeld das genauso sieht.

Oft sagt meine Familie mir Sachen zu, die sie nicht einhalten. Das tut mir weh, weil meine Erwartungen enttäuscht werden. Ich stelle dann meinen Wert in Frage: Warum bin ich ihnen nicht wichtig genug, dass sie das tun was sie mir versprochen haben?

Sie verknüpfen diese beiden Punkte aber nicht. Ich bin für sie wichtig, egal ob sie sich an meinen Wert halten oder nicht.

Eine Zeitlang habe ich vermieden, dass meine Erwartungen enttäuscht werden indem ich Vieles alleine gemacht. Das war aber keine Dauerlösung. Ich übe, mir meiner Erwartungen bewusster zu sein und diese so gut wie möglich loszulassen.

Die eigenen Werte leben           

Das Beispiel zeigt, dass ich automatisch von meiner Familie erwarte, dass sie meine Werte lebt. Ich bin enttäuscht, wenn sie das nicht tun. Dabei weiß ich sehr gut, dass jeder eigene Werte hat und diese auch leben darf.

Strategien um mit Erwartungen umzugehen:

1. Bewusst-werden welche Erwartungen eine Rolle spielen

Auch heute noch fällt es mir oft schwer herauszufinden welche offenen und verborgenen Erwartungen in einer Situation eine Rolle spielen. Da helfen nur Aufmerksamkeit und Übung.

2. Kommunikation

Beispiel Wahlmöglichkeiten offen halten:

Ich will den Plastikmüll unserer Großfamilie reduzieren. Ich beziehe alle mit ein: Wir starten ein Experiment ohne Zwang. Ich übe also keinen Druck aus. Das finden die Familienmitglieder mehr oder weniger spannend. Zumindest stört es keinen.

Wir haben mittlerweile festes Shampoo, Spülung und Körperseife ausprobiert und eingeführt. Nur ein Mitglied meiner Familie ist noch nicht überzeugt. Das ist ein gutes Ergebnis. Ich hatte keine Erwartungen und bin positiv überrascht wie leicht das war.

3. Ruhig bleiben

Ich versuche ruhig auf meine Anliegen aufmerksam zu machen.  Ich benutze dann Ausdrücke wie: „Mir ist wichtig, dass…“.

Selbst wenn sie es nicht nachvollziehen können, sind meine Lieben so eher geneigt, mich zu unterstützen. Umgekehrt ist das genauso.

Was passiert, wenn wir meckern?

Wir senden aus: Unser Gegenüber ist nicht richtig und nicht genug.

Wer reagiert schon positiv auf eine Herabsetzung? Warum erwarten wir eigentlich, dass wir damit etwas erreichen?

Und trotzdem versuche ich immer wieder meine Erwartungen mit Meckern durchzusetzen. Ohne Erfolg natürlich.

Umgehen mit Erwartungen, die an mich herangetragen werden

Wenn ich merke, dass Erwartungen mitschwingen, die mir nicht klar sind oder denen ich nicht entsprechen möchte frage ich nach.

1. Kinder

Ich frage jetzt häufiger: Was erwartest Du genau von mir? Oft wissen sie es selber nicht. Sie haben nur das diffuse Gefühl, dass Mama alles gut machen soll.

2. Erwartungen in der Partnerschaft

Mein Mann reagiert bei Druck von Erwartungen schnell mit Ablehnung. So hat er unseren 20-jährigen Hochzeitstag  ignoriert, was mir sehr wehgetan hat.

Als ich mit ihm ohne Aggressionen darüber sprechen konnte, erklärte er mir, dass er keinen Bock auf dieses geplante Feiern hat. Leider hatte er das nicht kommuniziert, denn das kann ich verstehen.

Seitdem habe ich unsere Hochzeitstage alleine gefeiert. Und das ging richtig gut. Ich begehe den Tag alleine für mich und denke an die Jahre zurück, die wir gemeinsam verbracht haben. Das ist mir wichtig und das kann ich gut alleine. Ich musste nur die Glaubensüberzeugung über Bord werfen, man könne Hochzeitstage ausschließlich als Paar feiern.

Unser Picknick im Februar 2016 an der Ostsee

3. Erwartungen an mich selbst

Probleme habe ich immer noch mit den Erwartungen an mich selbst. Ich habe schon viel Arbeit geleistet. Leider gibt noch jede Menge zu tun. Woher ich das weiß? Ich bin immer noch zu oft unzufrieden mit mir selbst.

Was ich in Bezug auf enttäuschte Erwartungen gelernt habe

Die wenigsten Menschen wollen mir vorsätzlich wehtun. Sie haben nur andere Prioritäten oder Werte.

Sind wir auf dieser Erde, damit anderen unseren Erwartungen zu entsprechen?

Wir sind hier um uns kennenzulernen, damit wir täglich unsere Realität optimal erschaffen können.

Warum ich Experimente liebe:

Mit Experimenten trickse ich meinen Erwartungen aus und habe auch noch Spaß. Denn: Experimente haben kein vorher festgelegtes Ergebnis.

Frei von Erwartungen macht offen für Überraschungen

Je mehr ich es schaffe, meine einengenden Erwartungen loszulassen, umso öfter werde ich positiv überrascht.

Wie das geht? Ich formuliere ein Ziel und starte erste Aktionen. Meist sind irgendwann andere Menschen involviert. Die festen Erwartungen an sie fahre ich deutlich herunter.

Sie bringen sich auf ihre eigene Art und Weise ein und helfen mir mein Ziel zu erreichen. Manchmal geschieht das ganz anders als ich es mir hätte vorstellen können. Ich habe Spaß und bin im Flow.

Mein Kalender im Februar 2021 ist geprägt von den Video-Terminen meines Sohnes und seinen Hausaufgaben. Noch vor einem Jahr war dies undenkbar. Das Homeschooling ist ein gutes Beispiel, wie wenig Sinn Erwartungen machen.

Was sind Deine Erfahrungen mit Erwartungen?

Bilder: Privat und Pixabay

©Inge Schumacher

Wir sind alle Superhelden

In meinem Artikel zeige ich Dir wie Du Deine Superkräfte entdeckst, die Du vielleicht noch nicht kennst. Das ist nicht so einfach, weil diese Kräfte meist unscheinbar daher kommen. Besonders in diesen unruhigen Corona Zeiten ist es wichtig, diese Stärken zu nutzen.

Als ich Annas Blogbeitrag Stärken stärken in der Krise las, saß ich gerade frustriert vor dem Computer. Ihre humorvolle Art mit ihrer Krise umzugehen, war genau das Richtige für mich. Auf meinen Kommentar hin kam die Antwort: Mach mit bei meiner Blogparade. Hier ist mein Artikel.

Wir haben alle Superkräfte

Jeder bringt besondere Fähigkeiten mit. Beim Schreiben ist mir klar geworden, dass ich an meinen Mitmenschen oft Fähigkeiten bewundere, die diese für selbstverständlich halten und deswegen kaum wahrnehmen. Für mich sind sie besonders weil ich sie nicht habe.

Lerne Deine Superkräfte kennen

Wer seine Stärken kennt, kann sie wie geliebtes Handwerkszeug immer wieder hervorholen. Gerade in der Corona Pandemie, die Vieles durcheinander bringt brauchen wir alles was uns in Balance hält.

Wer bin ich?

Ich bin Heilpraktikerin und auf Energiearbeit spezialisiert. Zu meiner Arbeit gehört, dass ich meinen Klienten bewusst mache über welche Gaben und Talente sie verfügen.

Ich bin Expertin für Unsichtbares

Meine Berufung habe ich 2007 gefunden als ich eine Ausbildung in geistigem Heilen gemacht habe. Seither habe ich mich ständig weiterentwickelt. Ich bin immer besser geworden. Ich spüre eine tiefe Befriedigung beim Arbeiten. Ich weiß: Ich bin dazu geboren, dies zu tun.

Durch meine Klienten habe ich schon viele Arten von Super-Helden kennengelernt.

Das was Dir leicht fällt macht Dich zum Super-Helden

Denn: Nicht das was Dir schwer fällt, macht Dich zum Super-Helden, sondern das, was Dir leicht fällt. Hier ein paar Fragen, die Dir helfen sollen, Deine geheimen Superkräfte zu identifizieren.

Wo verstecken sich Deine Superkräfte ?

  • Was fällt Dir leicht in diesen Corona-Zeiten?
  • Mit was kämpfen Deine Freunde und Bekannte und Du nicht?
  • Wann bist Du in deinem Flow?
  • Wobei hast Du Spaß?
  • Was sind Deine Lebensziele?

Schau Dir die unspektakulären Dinge in Deinem Alltag an. Bei dem, was Du täglich tust gibt es mehr zu entdecken als Du ahnst. Dir fällt es leicht mit (Deinen) Kindern zu spielen? Das ist eine Superkraft, die viel zu wenig gewürdigt wird. Hier noch mehr Beispiele:

Deine heimlichen Superkräfte können sein:

  • Aufräumen
  • Kochen oder Backen
  • Leicht einschlafen
  • Basteln
  • Bügeln
  • Auto fahren
  • Kinder erziehen
  • Grüner Daumen bei der Pflanzenpflege
  • Ein besonderer Draht zu Tieren
  • Beherrschen des Minimax-Prinzips: Meine Tochter erreicht mit einem Minimum an Aufwand meist das, was sie will

Wenn Du denkst, das wäre nichts Besonderes, dann bist Du einer Superkraft auf der Spur.

Beispiel: Meine Superkräfte

  • Das Haus in Ordnung halten und für die Familie sorgen
  • Kreativität
  • Empathie
  • Komplizierte Dinge einfach erklären
  • Tausend Dinge gleichzeitig organisieren
  • Ein Gedächtnis für Kleinigkeiten: Ich erinnere mich noch nach Jahren an Vieles, was mir meine Klienten erzählen

Pflege Deine Superkräfte

Oft fallen uns unsere Superkräfte einfach in den Schoß. Wenn wir sie pflegen, können sie wachsen und uns das Leben einfacher machen.

Beispiel: Stricken

Selbstgestrickte doppelseitige Jacke

Ich kann zum Beispiel richtig gut stricken. Das macht mir Spaß und fällt mir leicht. Ich habe mit 13 Jahren angefangen und nie aufgehört.

Die Ärmel sind recycelte Hosenbeine einer Kinder-Jeans

Die Kehrseite unserer Superkräfte sind unsere Erwartungen

Wenn mir etwas leicht fällt, dann gehe ich automatisch davon aus, dass das auch allen anderen leicht fallen muss. Ich nenne das: Die Erwartungsfalle.

Raus aus der Erwartungsfalle heißt toleranter zu werden

Für mich ist es einfach mir ein paar Kleinigkeiten zu merken. Das muss der Beste aller Ehemänner doch auch können! Eben nicht.

Ich rollte früher mit den Augen, wenn er immer noch nicht wusste, wann welche Mülltonne geleert wird. Wenn er wieder vergessen hatte was wir an Organisatorischem besprochen haben, wurde ich ungeduldig.

Jetzt weiß ich: Das ist meine Superkraft und ich erwarte nicht mehr von ihm, sie auch zu besitzen. Ich tappe nicht mehr so oft in die Erwartungsfalle. Ich bin nachsichtiger, was unserem Familienfrieden zugute kommt.

Denk daran: Die anderen wollen Dich nicht ärgern. Sie haben nur andere Superkräfte.

Beispiel: Cool bleiben in Corona-Zeiten

Eine achtzigjährige Klientin klagte, dass die Tochter ihrer Freundin dieser jeglichen Besuch im 2. Lockdown verboten hat. Sie war erbost. Das kann sie doch nicht machen!

Ich habe ihr erklärt, dass die Tochter Angst um die Mutter hat. Wenn wir Angst haben, denken wir nicht rational: Es geht für uns um Leben und Tod: Die höheren Hirnfunktionen stehen uns dann nicht zur Verfügung.

Ich durfte diese Klientin auf eine Superkraft aufmerksam machen: Sie war in der Lage in der Corona-Situation rational zu denken. Das ist für viele von uns im Moment unmöglich. Ich habe sie um Mitgefühl für die Tochter, die so viel Angst um ihre Mutter hat, gebeten.

Eine Superkraft haben wir alle: Für mich ist sie der Schlüssel zu unserem Dasein.

Wir erschaffen unsere Realität

Anna ist in ihrem Artikel Ich bin eine Superheldin ein gutes Beispiel.

Wir haben die Wahl: Folgen wir den Gefühlen, zum Beispiel der Aggression und dem Frust und arbeiten so weiter gegen uns? Oder treten wir einen Schritt zurück und schauen genauer hin, was gerade passiert und warum.

Schon eine kleine Pause bringt uns raus aus der automatischen Reaktion und hinein ins Hier und Jetzt. Nur hier können wir die Situation verändern. Nur hier sehen wir verschiedene Handlungsalternativen.

Entdecke Deine Superkräfte!

Ich lade Dich ein, auf die Suche nach Deinen Superkräften zu gehen. Wenn Du sie gefunden hast, pflege sie. Sehe in ihnen den Schatz, der sie sind. Teile Deine Super-Kräfte gerne in den Kommentaren. Ich bin so neugierig!

Wenn wir alle bewusst unsere Superkräfte einsetzen würden, dann wären wir alle glücklicher und würden vermutlich auch in einer effizienteren Welt leben.

Brauchst Du Hilfe, um Deine eigenen Superkräfte zu finden? Dann sprich mich unverbindlich an.

Links

Artikel, in denen ich über die Herausforderungen von Corona schreibe:

Bilder: Privat

© Inge Schumacher