Zeig echtes Mitgefühl und kein Mitleid

Durch mein ehrenamtliches Engagement in der Flüchtlingshilfe habe ich in den letzten Jahren viel über das Thema Mitgefühl gelernt. Vor kurzem ist in meinem englischen Blog dazu ein Artikel von mir erschienen, Titel: Show Compassion not Pity. Ich finde das Thema so wichtig, dass ich mich auch gerne mit deutschsprachigen Menschen darüber austauschen möchte. Ich freue mich daher über Kommentare! Viel Spaß beim Lesen.

Flüchtlinge in Deutschland

Als 2015 eine riesige Flüchtlingswelle Europa überrollte, nahm Deutschland innerhalb eines Jahres eine Million von ihnen auf. Dies wäre nicht möglich gewesen, wenn nicht Millionen Deutsche ihre Ärmel hochgekrempelt und unkompliziert geholfen hätten.

In meinem Viertel von Hamburg wurde eines von über 30 Erstaufnahmen eröffnet. Sie besteht aus Containern. Nach monatelanger Gegenwehr einiger Anwohner konnten im Frühjahr 2016 die ersten Flüchtlinge einziehen. Betrieben wird das Camp von den Johannitern, die von Anfang an hervorragend mit uns Freiwilligen zusammengearbeitet haben. Wir haben uns, wie so viele andere, einfach in die Arbeit gestürzt und erst später den Verein Lemsahl-hilft gegründet. Heute engagieren sich bei uns immer noch über 100 Menschen in verschiedenen Bereichen.

Es dauerte eine Weile bis wir tragfähige Strukturen geschaffen hatten. Wir stellten aber auch fest, dass uns manchmal der passende Mindset fehlte. Unter dem englischen Begriff mindset versteht man Denkweise oder Herangehensweise. Meine Aufgabe ist die Koordination der Bildungsgruppe für Erwachsene und ich unterrichte mit 12 Kollegen regelmäßig Deutsch.

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Was war das Problem?

Unsere Schüler kamen unregelmäßig und meistens zu spät. Viele schienen überhaupt kein Interesse daran zu haben Deutsch zu lernen. Die Flüchtlinge verhielten sich definitiv nicht so, wie wir es von ihnen erwarteten! Wir dachten, die Flüchtlinge machten etwas falsch – wir fällten ein Urteil. Wir waren enttäuscht und das wirkte sich negativ auf unsere Motivation aus.

Es dauerte eine Weile bis wir unsere Einstellung geändert hatten und die teilweise Ablehnung unseres Angebots nicht mehr persönlich nahmen.

Das heißt nicht, dass wir die Entscheidung, keinen Deutschkurs zu besuchen, die einige Flüchtlinge trafen, gut fanden. Das mussten wir auch nicht. Wir lernten, dass es nicht in unserer Verantwortung liegt, dass alle, denen es unserer Meinung nach gut tun würde, unser Angebot auch wahrnahmen.

Ich habe darüber mit vielen anderen Freiwilligen gesprochen. Anscheinend müssen wir alle lernen, nicht die Verantwortung für etwas zu übernehmen, dass außerhalb unseres Verantwortungsbereiches liegt.

 

Was ist Mitgefühl?

Für mich bedeutet Mitgefühl in erster Linie Akzeptanz. Wenn wir Mitgefühl zeigen, drücken wir damit Verständnis und Freundlichkeit aus. Wir begeben uns auf die gleiche Ebene wie unser Gegenüber und vermitteln ihm, dass er wichtig ist. Mit Mitgefühl erschaffen wir also eine Atmosphäre von Gleichberechtigung. Wir sind auf Augenhöhe.

Das finde ich besonders wichtig, wenn wir über längere Zeiträume mit Menschen arbeiten, wie in der Flüchtlingsarbeit und in der Integration.

Was ist Mitleid?

Mitleid fühlen wir, wenn uns jemand Leid tut. Dann befinden wir uns aber nicht mehr auf der gleichen Ebene mit ihm, obwohl wir uns dessen oft nicht bewusst sind. Warum?

Drücken wir Mitleid aus, bewerten wir, was diese Person denkt oder tut. Das tun wir ganz automatisch. Implizit drücken wir damit aus, dass der andere seine Realität nicht gut genug erschafft und wir es besser machen könnten. Wir agieren nicht auf Augenhöhe.

Warum ist der Unterschied zwischen Mitgefühl und Mitleid so wichtig?

In der deutschen Sprache sind sich beide Begriffe sehr ähnlich. Die Gefahr sie als Synonyme zu verwenden ist daher groß. Der Unterschied zwischen Mitgefühl und Mitleid als innere Einstellung ist jedoch gewaltig. Wir drücken eine ganz andere Energie aus, je nachdem, ob wir aus Mitgefühl oder aus Mitleid heraus agieren. Die Energie, die wir ausstrahlen, wird wahrgenommen und es wird darauf reagiert, auch wenn wir uns dessen nicht bewusst sind.

Meiner Erfahrung nach reagieren Menschen viel offener, wenn ein Hilfsangebot mit Mitgefühl und Akzeptanz verbunden ist. Menschen, die bemitleidet werden, fühlen sich nicht angenommen.

Ich nenne das automatische Ausdrücken von Mitleid die Mitleidsfalle. Strahle ich Mitleid aus, kann ich schwer effiziente Hilfe zur Selbsthilfe leisten, da ich nicht auf Augenhöhe mit meinem Gegenüber bin.

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Mitgefühl bei der Arbeit mit Flüchtlingen

Begegnungen auf Augenhöhe sind für mich die wichtigste Basis der gesamten Flüchtlingsarbeit. Ich passe auf damit ich nicht mehr automatisch in die Mitleidsfalle tappe. Natürlich passiert mir das immer noch. Ich erinnere mich dann daran, dass mein Gegenüber nicht hilflos ist und genauso wie ich in der Lage ist, sein Schicksal selbst in die Hand zu nehmen.

Ich behandele die Flüchtlinge so wie ich auch behandelt werden möchte. Viele von ihnen sind unter schrecklichen Umständen geflohen und haben unglaubliche Abscheulichkeiten erlebt. Eine große Anzahl kämpft gegen Depressionen. Trotzdem sind sie ganz normale Menschen wie Du und ich und wollen auch so wahrgenommen werden. Sie haben genauso viele Fehler, Vorurteile und Probleme wie wir. Und sie genießen es, genau wie wir, akzeptiert zu werden. Das Unterrichten und die vielen anderen Aktivitäten machen sehr viel Spaß. Wir lachen viel und manchmal weinen wir auch gemeinsam.

Wir sind jetzt seit 2 Jahren in der Erstaufnahme tätig. Die Freiwilligen, die jetzt noch aktiv und motiviert sind, sind diejenigen, die ihren mindset, ihre innere Einstellung, angepasst haben und aus Mitgefühl heraus arbeiten. Diejenigen, deren Erwartungen laufend enttäuscht wurden, sind schnell ausgebrannt und haben aufgehört.

Mitgefühl mit Menschen, die sich als Opfer fühlen

Wir waren sicher alle schon einmal in einer Situation, in der wir uns als Opfer gefühlt haben. In diesen Momenten haben wir keine Auswege gesehen und uns hilflos und ohnmächtig gefühlt. Manche Menschen erschaffen immer wieder unkomfortable Situationen. Hier kann man mit ehrlichem Mitgefühl sehr gut helfen.

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Wie kann man Mitgefühl am besten ausdrücken?

Wichtig ist das Gegenüber wahrzunehmen. Oft hilft es einfach nur da zu sein. Wir können eine Zeitlang zuhören. Wir können unser Gegenüber berühren oder in den Arm nehmen. Ich rate jedem, in einer solchen Situation seinen Impulsen zu folgen und das zu tun, was für beide Parteien am besten passt. Dazu gehört auch, nur dann Ratschläge zu geben, wenn man danach gefragt wird.

Wenn wir um Rat gefragt werden, ist es wichtig positiv und unterstützend zu sein. Also nicht zu sagen: „Das hast Du falsch gemacht“ oder „Dieses oder jenes solltest Du auf keinen Fall tun“. Man könnte seine Sätze beginnen mit „Ich würde wahrscheinlich…“ oder „Vielleicht könntest Du … probieren“. Das zeigt Respekt und lässt dem anderen Raum.

Ganz wichtig ist zu versuchen keine Erwartungen an das Verhalten der anderen Person auszudrücken. In der Art von: „Jetzt musst Du aber endlich in die Puschen kommen!“ oder „Das war total daneben!“ Das ist natürlich viel leichter gesagt als getan! Schließlich wollen wir, dass es unserem Freund, Familienmitglied oder Kollegen schnell besser geht. Wir sind es so gewohnt, in einer solchen Situation Erwartungen zu generieren und zu transportieren. Damit drücken wir aber kein echtes Mitgefühl aus, sondern machen die andere Person klein.

Erfahrung mit Mitgefühl in meiner Praxis

Mitgefühl ist ein grundlegendes Werkzeug meiner Arbeit. Ich bin seit über 10 Jahren als Heilerin tätig und arbeite mit Energie. Seit 7 Jahren habe ich den Titel Heilpraktiker.  Mit Empathie und Mitgefühl stelle ich eine Beziehung zu meinen Klienten her. Dabei hilft mir sicher, dass ich Menschen sehr mag.

Am Anfang meiner Tätigkeit hatte ich Angst davor mit chronisch oder schwer kranken Menschen zu arbeiten. Ich bin in die Mitleidsfalle getappt und habe meine eigenen Ängste auf sie projiziert. Ich habe diese Menschen damit als hilflos und nicht als gleichberechtigt und gleichwertig wahrgenommen.

Eine Freundin von mir, die Krebs im Endstadium hatte, hat mir sehr geholfen dies zu überwinden. Sie ermutigte mich mit ihr zu arbeiten und ich konnte einige ihrer Symptome lindern. So durfte ich herausfinden, dass die Arbeit mit ihr genauso faszinierend und erfüllend für mich war, wie die mit meinen anderen Klienten. Und dass sie genauso fähig war, wichtige Entscheidungen für sich zu treffen wie jeder andere.

Wegen dieser Erfahrungen falle ich jetzt nicht mehr so leicht in die Mitleidsfalle, wenn Klienten eine besonders schlimme Zeit durchmachen. Dadurch kann ich mich viel besser auf meine Aufgabe konzentrieren und sie konstruktiv unterstützen.

Wir müssen zuerst für uns selbst sorgen

Wenn man mit Mitgefühl anderen Menschen helfen will, ist es sehr wichtig immer die eigenen Grenzen im Blick zu behalten. Dabei ist es egal, ob man als Freiwilliger arbeitet, hauptberuflich im Gesundheitswesen tätig ist oder zu Hause ein Familienmitglied pflegt.

In dem Moment, in dem wir unsere eigenen Grenzen vergessen, erschaffen wir Probleme. Was passiert z.B. wenn wir zu lange den immer gleichen endlosen Klagen zuhören? Früher oder später haben wir so die Nase voll, dass wir dem anderen Menschen die Schuld daran geben, dass wir uns unwohl fühlen.

Dabei sind wir natürlich selbst verantwortlich für dieses Unwohlsein. Das ist nicht die Schuld unseres Gegenübers. Er drückt sich nur aus und es liegt in unserer Verantwortung uns ebenfalls auszudrücken. Wenn wir anfangen uns unwohl zu fühlen, sollten wir das Thema wechseln, weg gehen oder auf nette Art und Weise versuchen mitzuteilen, dass dieses Gespräch zu nichts führt.

Wir sind genauso wichtig  wie unser Gegenüber. Die Person, die am besten für uns sorgen kann und muss, sind immer wir selbst. Nur wenn wir unsere eigenen Grenzen respektieren, sind wir in der Lage bei nächster Gelegenheit wieder für jemanden da zu sein. 

Mitgefühl ist der Schlüssel zur Integration

In meiner Wahrnehmung hat sich in Deutschland seit der Flüchtlingskrise grundsätzlich etwas verändert. Ohne die vielen Helfer wäre unser Sozialsystem in die Knie gegangen. Ich war positiv überrascht: Ich hätte diese langfristige Hilfsbereitschaft uns Deutschen nicht zugetraut.

Die Erstaufnahme in meinem Stadtteil wird Ende 2018 aufgelöst, die Container werden abgebaut und ein neues Wohngebiet wird entstehen. Wir stehen jetzt vor der nächsten riesigen Aufgabe: Der Integration. Integration wird am besten funktionieren, wenn wir weiterhin auf Augenhöhe mit den Flüchtlingen arbeiten und unsere eigenen Grenzen dabei nicht aus den Augen verlieren.

Gemeinsam haben wir Deutschen ein neues Kapitel in unserer Geschichte aufgeschlagen, das Kapitel des Mitgefühls.

© Inge Schumacher

 

Jana Ritzen hat Empathie und Mitgefühl mit dem Fokus auf Burnout untersucht. Sehr empfehlenswert! Link zu ihrem Artikel.
Einen lesenswerten Artikel über den Umgang mit Menschen mit Behinderung hat Kay Uplifter in ihrem Blog geschrieben. Hier ist der Link.
Manja Kendler hat in ihrem Artikel diese Thematik vor dem Hintergrund von Narzissmus untersucht.

 

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Endlich wieder ruhig schlafen durch eine energetische Hausreinigung

Ich bin Heilpraktikerin und spezialisiert auf geistiges Heilen. Was genau bedeutet geistiges Heilen? Vielen fällt es schwer sich darunter etwas vorzustellen. Deswegen habe ich diesen Blog gestartet. Heute widme ich den Blogartikel der energetischen Reinigung von Häusern und Grundstücken.

Dieser Artikel passt wunderbar in die Blogparade „Schlafgeflüster“ meiner Heilpraktikerkollegin  Dr. Annette Pitzer.

Im ersten Teil dieses Artikels erkläre ich verschiedene geopathische Phänomene und andere potentiell beeinträchtigende Energien. Im zweiten Teil gehe ich darauf ein wie ich arbeite.

Positive und negative Energien

Wir nehmen Orte unterschiedlich wahr. An manchen Orten fühlen wir uns wohl und können uns gut regenerieren. Diese Orte ziehen uns an. Wir empfinden sie als positiv. Andere Orte empfinden wir als anstrengend ohne dass wir erklären können warum das so ist. Orte, die für manche Menschen anziehend sind, sind für andere das genaue Gegenteil.

Kraftorte haben ein besonders hohes positives Energieniveau. Sie sind überall auf unserem Planeten zu finden. Einige der bekanntesten Plätze mit sehr starken Energien sind die ägyptischen Pyramiden, Stonehenge in Großbritannien oder der Ayers Rock in Australien.

Wie können Energien in der Umgebung das Wohlbefinden beeinträchtigen?

Viele Menschen reagieren empfindlich auf spezifische Energien in ihrer Umgebung. Sie schlafen schlecht oder fühlen sich nicht wohl. Hier hilft oft das energetische Reinigen von Wohnung, Haus und Grundstück. Bei der von mir angewandten Methode werden die störenden Energien aufgespürt, entstört und harmonisiert.

Für die verschiedenen Energien in der Erde unter denen Menschen leiden können und die ich harmonisiere gibt es unterschiedliche Bezeichnungen. Ich nenne sie im Folgenden zusammenfassend geopathische Belastungen.

Alle von mir untersuchten Energien seien es geopathische Belastungen oder andere Energien sind schwer objektivierbar. Menschen reagieren sehr unterschiedlich auf die Energien in ihrer Umwelt. Sie sind heute noch nicht objektiv messbar. Daher ist das subjektive Empfinden der Bewohner für die Reinigung von Häusern und Grundstücken entscheidend.

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1. Geopathische Belastungen

1.1 Wasseradern

Wasseradern sind die häufigste Ursache von Störfeldern. Viele Menschen reagieren mit Unwohlsein und schlechtem Schlaf, wenn sie auf Wasseradern wohnen. In der Regel werden Wasseradern vom Grundwasser gespeist. Auch tiefer im Untergrund fließendes Wasser – in bis zu 1000 Metern- kann Auswirkungen haben.

 

1.2 Erdschlote

Die Erde ist immer in Bewegung. In Deutschland haben wir zwar weder größere Erdbeben, noch aktive Vulkane, da wir in der Mitte der Eurasischen Kontinentalplatte liegen. Es gibt jedoch trotzdem jedes Jahr einige hundert kleine Erdbeben bei uns. Diese werden von empfindlichen seismologischen Instrumenten aufgezeichnet. Wir bemerken sie nicht. Die Erschütterungen konzentrieren sich auf das Oberrheintal und die Niederrheinische Bucht sowie die Schwäbische Alb und das Vogtland.(Erdbeben in Deutschland). Auch der Bergbau sorgt dafür, dass sich die Erde ab und zu ein neues Gleichgewicht sucht.

Erdschlote entstehen durch minimale Ausgleichsbewegungen der Erdoberfläche auf Unruhen an anderen Stellen also auch in seismologisch ruhigen Gebieten. Durch die kleinsten Bewegungen verändert sich der Energiefluss in der Erdoberfläche. Kommen dann noch andere Störungen z.B. durch Wasseradern dazu, können Beeinträchtigungen entstehen.

 

1.3 Globalgitter oder Hartmanngitter

Das Hartmann- oder Globalgitter ist das vielleicht bekannteste Gitternetz. Es umspannt die gesamt Erde horizontal und vertikal. Die Gitternetzlinien verlaufen von Norden nach Süden im Abstand von ca. 2 m und von Westen nach Osten im Abstand von ca. 2,50 m. Der Name Hartmanngitter stammt vom Arzt Dr. Ernst Hartmann, der dieses Netz entdeckte und erforschte. Das Netz ist abwechselnd positiv und negativ geladen und verhält sich daher prinzipiell neutral.

Wenn sich die Gitternetzlinien oder die Knotenpunkte jedoch mit anderen Netzen oder mit Wasseradern überschneiden, kann es zu Beeinträchtigungen kommen.

1.4 Curry Gitter

Dr. Manfred Curry befasste sich mit diagonal verlaufenden Erdstrahlen (Nordost-Südwest Richtung und Nordwest-Südost Richtung). Das Currygitter ist von den Mondphasen abhängig und soll nachts stärker wirken als tagsüber, was zu Schlafbeeinträchtigungen führen kann. Sensible Menschen reagieren auf Kreuzungen von Currygittern mit anderen Gittersystemen.

2. Andere energetische Belastungen

Neben den Erdstrahlen gibt es noch viele andere Energien, die uns beeinträchtigen können. Hier sind einige Beispiele.

2.1 Erdwesen, Elfen und andere

Oft finden sich in Haus und Garten lebendige Wesenheiten. Hier sind drei Beispiele:

2.1.1 Erdwesen

Bei einer Klientin mit einem grünen Daumen entdeckte ich in einem Raum ein Erdwesen. Es gibt für diese Wesen viele verschiedene Bezeichnungen, zum Beispiel Elementarwesen oder Devas.

Für mich ist entscheidend, wie sich die zugehörige Energie zeigt und wie sie wirkt. In diesem Fall wurde die Energie des Erdwesens von meiner Kundin und mir als positiv wahrgenommen und es durfte bleiben.

2.1.2 Feen und Elfen

In Kinderzimmern finde ich regelmäßig die verschiedensten Wesen, mit denen Kindern gerne spielen. Kinder ziehen sie natürlicherweise an. Meine eine Tochter hatte nach einem Islandbesuch einen ganzen Hofstaat von Elfen in ihrem Zimmer. Da Elfen Unordnung lieben, kann sich jeder vorstellen wie es dort ausgesehen hat. Diese Wesen kommen aus anderen Realitäten, die ich Dimensionen nenne.

In Absprache mit meinen Klienten belasse ich diese Wesen oft da wo sie sind, denn sie verbreiten meistens gute Energien. Ich schicke sie nur dann weg, wenn sie energetische Beeinträchtigungen hervorrufen oder Menschen negativ auf sie reagieren. Ein Beispiel aus der Praxis für Beeinträchtigungen durch Wesen aus der Märchendimension finden Sie in meinem englischen Blog. The story of the little green people

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2.1.3 Verstorbene, Freunde und Verwandte

Zu den Besuchern, die ich bei einer energetischen Reinigung häufiger finde, gehören verstorbene Verwandte oder Menschen, die zu Lebzeiten eine besondere Beziehung zu  Familienmitgliedern des jeweiligen Haushalts hatten. Sie nutzen die Chance wahrgenommen zu werden und zeigen sich so. Sie lassen dann einen lieben Gruß da.

Meine verstorbene Großmutter war sehr oft bei uns als meine Kinder klein waren. Sie war so präsent, dass ich sie manchmal sogar aus den Augenwinkeln heraus wahrnehmen konnte. Die Kinder haben sie auch gesehen. Ich habe ihnen ein Bild von ihrer Uroma als junger Frau gezeigt und sie haben sie darauf erkannt. Ich habe mich durch ihre Anwesenheit immer sehr beschützt gefühlt.

 

2.2  Energien von anderen Menschen

In Häusern finden sich auch energetische Erbstücke von Vorbewohnern. Nicht umsonst unterziehen wir vor einem Umzug die neue Wohnung einer Grundreinigung. Neben dem sichtbaren Staub und Schmutz beseitigen wir so auch zurückgelassene fremde Energien.

Ich habe auch schon in einer erstbezogenen Wohnung fremde Energien gefunden, die aus der Bauphase stammten.

Besonders in Räumen, die von vielen Menschen genutzt werden, wie z.B. Praxen, sollte man regelmäßig energetisch reinigen.

Es ist dabei völlig egal welche Methode genutzt wird. Viele Menschen nutzen zu diesem Zweck erfolgreich Räucherwerk oder Salz.

 

2.3 Historische Energien

Ich lebe im Norden Hamburgs und habe hier und in der weiteren Umgebung immer wieder an Orten gearbeitet, an denen ich negative historische Energien aus dem 30jährigen Krieg (1618-1648) fand. Viel Leid geschah in dieser Zeit als ganze Landstriche von den umherziehenden Soldaten entvölkert wurden. Hamburg selbst, in dessen engen Stadtgrenzen viele Schutz suchten, konnte sich durch geschickte Diplomatie aus dem Krieg heraushalten: Dreissigjähriger Krieg in Norddeutschland

Wir können uns heute kaum vorstellen wie grausam diese Zeiten waren. Orte an denen viele Menschen umkamen oder exekutiert wurden tragen heute immer noch Restschwingungen dieser Grausamkeiten.

Oft forschen Klienten, nachdem ich bei ihnen historische Energien bereinigt habe nach und finden Belege für Schlachten oder auch für Orte an denen viele Menschen starben.

 

2.4 Elektrosmog

Die künstliche Belastung durch elektrische, magnetische und elektromagnetische Felder wird als Elektrosmog bezeichnet. Es gibt sogar gesetzlich zulässige Grenzwerte und Richtlinien für die elektromagnetische Umweltverträglichkeit.

Eine ganze Industrie hat sich auf die Entstörung dieser Strahlung spezialisiert. Man kann viel Geld für Produkte ausgeben, die Schutz vor Elektrosmog versprechen. Meiner Erfahrung nach braucht man keine teuren Utensilien. Fühlen Menschen sich wohler mit derartigen Hilfsmitteln und stürzen sich durch deren Anschaffung nicht in Armut finde ich es OK. Das subjektive Empfinden ist auch hier die Richtschnur.

Auf Elektrosmog reagieren Menschen auch sehr unterschiedlich. Viele stört es gar nicht, andere sind sehr empfindlich. Wenn ich ein Haus energetisch reinige, entstöre ich daher vorsorglich immer alle möglichen Strahlungsquellen, vom W-Lan Router bis zur Steckdose.

3. Wie ich arbeite

Ich habe die Grundlagen der energetischen Reinigung von Häusern und Grundstücken 2007 in meiner Ausbildung zur Heilerin bei Sabine Heinsen in Hamburg gelernt. Ich kann ihre Ausbildung sehr empfehlen. Ich habe bei ihr eine gute Basis für meine heutige Arbeit bekommen.

In den letzten 10 Jahren habe ich viele Erfahrungen auf dem Gebiet der energetischen Reinigung von Häusern und Grundstücken gesammelt. Das Wohlbefinden aller Hausbewohner ist immer das oberste Ziel einer energetischen Reinigung.

Eine energetische Reinigung lässt sich nur vor Ort durchführen. Ich besuche also meine Kunden zu Hause. Der Zeitaufwand und damit die Kosten sind abhängig von der Größe der Wohnung und den Fahrzeiten. Kosten

Ich arbeite bei einer energetischen Reinigung mit meinem Tensor, den ich wie eine Wünschelrute einsetze. Ich spüre damit die oben beschriebenen Störfelder auf.

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Anschließend entstöre ich sie. Ich gehe dabei Zimmer für Zimmer vor und beziehe, wenn vorhanden, auch den Dachboden, den Keller und den Garten mit ein.

 

Beispiel

In älteren Gebäuden finden sich in der Regel mehr Fremdenergien als in neuen. So durfte ich kürzlich bei einer Klientin in einem historischen Haus arbeiten. In einem Raum fühlte sie sich oft kalt und unwohl. Ich haber herausgefunden, dass in diesem Raum wahrscheinlich vor langer Zeit ein Kind gestorben ist. Das Leid und den Schmerz konnte ich deutlich fühlen. Nach der energetischen Reinigung des gesamten Hauses schauten wir uns dieses Zimmer noch einmal an und es wirkte deutlich heller.

 

Meine Vorgehensweise

Die Energiearbeit besteht für mich als erstes aus der Aufnahme des Istzustandes: Wie schlafen die Bewohner, wie ist der Gesundheitszustand und gibt es akute Verschlechterungen. Dann identifiziere ich die verschiedenen Störfelder und entstöre die Energien. Ich gehe sehr sorgfältig vor, um nichts zu übersehen.

Sie bekommen von mir während der gesamten Reinigung Informationen und Ihre aktive Mitarbeit ist während der Reinigung von Vorteil. Für ein durchschnittliches Haus mit Grundstück veranschlage ich daher einen Zeitrahmen von mindestens 2 Stunden. Ich gebe auch immer Tipps wie Sie eigenständig den gereinigten Zustand des Hauses bewahren können.

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4. Fazit

Wenn Menschen nach einer Möglichkeit zur energetischen Reinigung suchen, dann lohnt es sich für mich dort zu arbeiten. Meine Klienten suchen meist nach einer Lösung für schon länger anhaltende Schlafprobleme für sich und ihre Kinder. Auch bei Streit mit den Nachbarn kann es sich lohnen einen Blick auf die energetische Situation zu werfen.

Trauen Sie ihrer Wahrnehmung und Ihrem Bauchgefühl! Wenn Sie wiederholt den Eindruck haben, dass etwas nicht in Ordnung ist, dann ist das auch so. Es gibt verschiedene Anzeichen dafür, dass etwas nicht in Ordnung ist. Achten Sie z.B. auf gehäufte Alpträume oder eine Tendenz den Schlaf hinauszuzögern.

Meine Methode der energetischen Reinigung ist nicht die einzige wirkungsvolle Möglichkeit zur Entstörung von beeinträchtigenden Energien: In Häusern, wo bereits mittels Reiki Wasseradern entstört wurden, habe ich z.B. einen dauerhaften Schutz vorgefunden. Sie sollten eine Methode suchen, die Ihnen persönlich zusagt und mit der sie sich wohl fühlen.

Häuser können nicht ohne ihre Bewohner betrachtet werden

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es sich auf jeden Fall lohnt, die Bewohner und die häusliche Situation in die Hausreinigung einzubeziehen. Wir strahlen alle Energien aus und dort wo wir wohnen, sammeln sich diese Energien. Sie kennen es vielleicht, dass Sie an der Atmosphäre eines Hauses, das sie besuchen fühlen können, wie es den Bewohnern geht? Es wäre nicht sinnvoll, eine zeitlich aufwändige Reinigung vorzunehmen und die Bewohner nicht einzubeziehen. Die Energie kann dann schnell nachproduziert werden und die Wirkung der energetischen Reinigung würde dann schnell nachlassen.

Entscheidend bei jeder Art von Energiearbeit ist das subjektive Befinden jedes Einzelnen. Idealerweise  sollten sie in einer für Sie harmonische Umgebung leben. Damit Sie wieder gut schlafen können.

 

Weiterführende Information zu geopathischen Belastungen:

Rutengeher.com, Globalgitter und Hartmanngitter, Elektrosmog

Bilder: Pixabay

© Inge Schumacher

Kennst Du Deinen Autopiloten?

 

Wie Du Dein Lebensauto bewusst steuerst

Achtsamkeit ist in aller Munde. Der bewusstere Umgang mit sich und mit der Umwelt ist sehr aktuell. Überall arbeiten Menschen daran, sich besser kennenzulernen. Viele haben verstanden, dass Veränderung im Kleinen und bei jedem Einzelnen anfängt.

Mit dieser Blogbeitrag möchte ich den Weg zu einem bewussteren Leben anhand von Beispielen greifbar machen. Ich erkläre, wie unser Autopilot arbeitet und habe eine Übung zum bewusster werden anhand von Grundwerten entwickelt. Denn, wenn wir uns gut kennen, können wir die Realität erschaffen, in der wir uns wohl fühlen

A. Der Autopilot

Als durchgehendes Beispiel in diesem Blog nutze ich das Auto fahren lernen meiner 17 jährigen Tochter. Bis vor kurzem ist sie im Auto nur mitgefahren. Sie hatte keine Ahnung was das Fahren eines Autos ausmacht. Sie hat nicht darüber nachgedacht und es gab auch keinen Anlass dazu. Jetzt staunt sie auf wie viele Sachen man sich beim Fahren konzentrieren muss. Sie fragt mich oft, wie ich das denn alles auf einmal hinkriege.

Wir haben alle gelernt einfach mitzufahren. Wir denken über vieles nicht mehr nach und reagieren einfach. Diesen Automatismus nenne ich den Autopiloten.

Dein Autopilot ist ein Archivar

Man kann sich das so vorstellen: Der Autopilot besteht aus einer Menge kleiner Archivare in uns, die jede Erfahrung sorgsam in großen Aktenschränken verstauen. Sobald wir in einer bestimmten Situation sind hat einer dieser Archivare blitzschnell die entsprechende Akte gezogen und wir reagieren so wie wir es gelernt haben. Im Laufe der Zeit haben wir so einen Erfahrungsschatz aufgebaut, der uns prägt. Wir folgen Mustern aus der Vergangenheit, den Triggern, ohne dass wir auf der bewussten Ebene etwas davon mitbekommen.

Wir alle kennen das, dass wir manchmal in Situationen geraten, in die wir nicht kommen wollten. Im Nachhinein fragen wir uns wie wir dorthin gekommen sind. Da war bestimmt der Autopilot beteiligt. Klassische Beispiele sind hier die Gespräche zwischen Eltern und Kindern jedes Alters.

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Der Autopilot erleichtert uns das Leben

Der Autopilot ist durchaus eine sehr sinnvolle Einrichtung. Er macht uns das Leben in vieler Hinsicht leichter: Wir sind durch ihn in der Lage Auto zu fahren, auf den Verkehr zu achten und uns gleichzeitig zu unterhalten. Beim Gehen müssen wir nicht darüber nachdenken wie man einen Fuß vor den anderen setzt.

In einigen Bereichen dient der Autopilot uns jedoch nicht: Dann, wenn wir bewusst unsere eigene Wirklichkeit kreieren wollen. Dann sollten wir in der Lage sein, den Autopiloten auszuschalten und vom Fahrersitz aus unser Leben aktiv zu steuern.

Hier ein Beispiel für einen Automatismus: Es gibt Menschen, die immer wieder die eigene Vergangenheit als Ursache für ihr Opferdasein anführen. Jemand anderes ist schuld daran, dass alles schief geht in ihrem Leben. Damit geben sie die Verantwortung für ihr Leben ab und nehmen sich so jede Möglichkeit es aktiv zu steuern. Das Leben passiert ihnen vom Beifahrersitz aus und entsprechend machtlos und schlecht fühlen sie sich.

B. Lerne selbst zu steuern

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Meine Tochter geht zur Fahrschule. Sie hatte erst Theorieunterricht und lernt jetzt mit einem Auto umzugehen, zu schalten und zu steuern. Es fällt ihr noch sehr schwer zusätzlich auf den Verkehr zu achten. In den ersten beiden Fahrstunden hat der Fahrlehrer das Kuppeln und Schalten übernommen und meine Tochter nur lenken, Gas geben und bremsen lassen. Eine gute Idee. Zu viel Neues wäre vielleicht eine Überforderung gewesen. Meine Tochter lernt also gerade, bewusst zu fahren. Sie fühlt sich dabei noch sehr unsicher.

Die Sicherheit der gewohnten Wege zu verlassen und bewusster zu werden kann Angst verursachen. Wir verlassen dann unsere Komfortzone und begeben uns in Unsicherheit. Die Motivation aus dieser Komfortzone heraus zu kommen ist, dass wir uns selbst verwirklichen und unsere Träume leben wollen.

Da in den Schulen oft nur trockenes Wissen auf dem Lehrplan steht, werden wir dort nicht auf das selbstständige Fahren vorbereitet. Es gibt also keine geregelte Ausbildung für das Fahren des Lebensautos. Wir sind für diese Ausbildung selbst verantwortlich.

Das heißt nicht, dass wir beim Lernen alleine sind. Ich hole mir Unterstützung bei Freunden, Familie oder in meinem Netzwerk. Ich ziehe einfach dadurch hilfreiche Information an, dass ich offen dafür bin: Informationen aus dem Internet, aus Büchern oder aus meetup Gruppen. Es ist immer wieder spannend, wen und was ich dabei entdecke.

Ich versuche also meine Selbstfahrausbildung spielerisch anzugehen und mit einer Portion Abenteuerlust zu würzen. Diesen Ansatz empfehle ich gerne weiter. Dadurch wird viel Druck herausgenommen. Ich baue damit auch einen alten Glaubenssatz von mir ab, der besagt dass Lernen eine sehr ernste Angelegenheit ist.

Jeder muss sich irgendwann in sein Auto setzen und selbst fahren üben. So werden wir künftig öfter merken, wann die Archivare auf dem Sprung sind und der Autopilot uns lenkt.

1. Ein gutes Übungsfeld sind unsere Grundwerte

Ein wichtiger Bereich in dem wir uns kennen sollten sind unsere Grundwerte. Ich nenne diese Grundwerte auch innere Wahrheiten. Wenn wir uns bewusst sind, welche Werte wir verinnerlicht haben, können wir sie als eine Art inneren Kompass nutzen. Entscheidungen fallen uns dann viel einfacher.

Eine meiner Grundwerte ist Ehrlichkeit

Seit ich weiß, dass Ehrlichkeit für mich eine wichtige innere Wahrheit ist, fällt mir vieles leichter. Ich habe immer Probleme erschaffen und mich unwohl gefühlt wenn ich nicht authentisch war. Ich habe im Lauf der Zeit gelernt, dass ich am einfachsten durchs Leben fahre, wenn ich meinen Werten folge. Ich bleibe mir dann treu und fühle mich viel wohler. So lange mein Handeln zu den inneren Werten passt fahre ich nicht gegen einen Baum. Ich merke, dass ich dann in meinem Flow bin.

2. Jeder hat andere Grundwerte

Es ist mir aber sehr schwer gefallen einzusehen, dass viele Menschen den Grundwert Ehrlichkeit nicht haben und dass das auch OK ist. Ich habe weniger Probleme, das bei Menschen zu akzeptieren, die mir nicht nahe stehen. Ganz anders sieht das aus, wenn meine Kinder mich anschwindeln. Ihr kennt das alle: „Ich war das nicht!“ „Ja ich habe meine Hausaufgaben gemacht.“ Darüber kann ich mich immer noch aufregen: Mein Argument ist dann: Steh doch dazu, dann ist alles einfacher. Das ist für mich zwar so aber nicht unbedingt für andere.

So ist das mit unseren Grundwerten: Jeder hat andere und wir denken oft, dass unsere persönlichen Werte die einzig richtigen sind und daher allgemeingültig sein müssen. Dem ist nicht so. Es ist wichtig zu akzeptieren, dass jeder auf seinem Kompass andere Werte stehen haben kann. Und diese Werte sind genauso relevant wie unsere eigenen.

3. Übung zu den Grundwerten

Nimm Dir ein Blatt Papier und unterteile es in 2 Spalten. Schreibe in die erste Spalte Deine Grundwerte und in der zweiten Spalte notierst Du Dir ob und wie Du sie heute lebst. Du solltest sie so konkret wie möglich aufschreiben.

Wie findest Du Deine Grundwerte? Fragen die dir dabei helfen können sind:

  • Was ist wichtig in meinem Leben?
  • Womit verbringe ich heute viel Zeit und fühle mich gut dabei?
  • Was willst Du genau in Deinem Leben haben?
  • Wovon brauchst Du mehr?
  • Was möchtest Du noch lernen und wissen?

Du kannst auch durch konkrete Situationen Hinweise auf Deine Grundwerte finden:

  • Wann hast Du das letzte Mal ein Gefühl von Erfüllung oder tiefer Zufriedenheit gespürt? Stell Dir die Situation genau vor. Dort warst Du mit Deinen Werten wahrscheinlich im Einklang. Welche Werte waren das?
  • Wann warst Du das letzte Mal unzufrieden und unglücklich? Gegen welche Werte könntest Du da gearbeitet haben? Oder lebst Du noch nach Werten, die für die nicht mehr stimmen?

Du kannst auch von den Dingen, die Dir Spaß machen und die Deine Augen leuchten lassen auf Deine Werte schließen.

Beispiele für Grundwerte:

Sicherheit, Zufriedenheit, Abenteuer, Selbstständigkeit, Glück, Liebe, Familie, Unterstützung, Gemeinschaft, Gesundheit, Kreativität, Freiheit, Gerechtigkeit.

Wichtig ist mir festzuhalten, dass Deine Werte Dich nicht begrenzen. Sie gehören zu Dir und durch sie kannst Du Dich besser kennenlernen. Du kannst diese Werte auf so unterschiedliche Art und Weise leben, wie Du Dir das jetzt vielleicht noch nicht vorstellen kannst.

C. Den Autopiloten stoppen

Wenn Du Dir Deiner Werte bewusst bist, merkst Du vielleicht bald, an welchem Punkt ein Archivar dabei ist eine Akte zu zücken und sagst: Stopp! An dieser Situation fühlt sich etwas komisch und nicht richtig an. Hör auf diesen Impuls und sag Stopp! Dieser Stopp ist entscheidend. Denn durch den Stopp wird der Autopilot sofort abgestellt. Erst nach einem Stopp bist Du raus aus dem Automatismus und kannst analysieren, was sich komisch angefühlt hat und anders reagieren.

Was kannst Du tun wenn Du merkst, dass du im Autopilotenmodus gefahren bist und mit einem Stopp das Auto anhältst? Setze gezielt kleine Aktionen. Bereits durch kleine bewusste Aktionen kannst Du Deine automatische Reaktion verändern und anfangen eine neue Akte in Deinem Archiv anzulegen.

Hier ein Beispiel für kleine Aktionen nach einem Stopp: Im Gespräch atme ich bewusst ein oder fasse mir ans Ohrläppchen. In dieser kurzen Zeitspanne kann ich mich neu orientieren und anders reagieren.

Wir erschaffen das worauf der Autopilot zusteuert. Wenn wir gelernt haben, dass wir ein Opfer sind und uns das Leben passiert dann ist das so und wird auch so lange so bleiben, bis wir uns dieses Automatismus bewusst werden und uns entscheiden, anders zu handeln.

Was kannst Du z.B. tun, wenn Du Dich als Opfer fühlst? Suche Dir eine Situation, in der Du achtsam behandelt wirst. Gehe in ein Café. Da bist Du als Kunde automatisch wichtig. Jemand bedient dich. Oder suche den Kontakt zu Freunden, die Dich wertschätzend behandeln.

D. Müssen wir uns immer allem bewusst sein?

Bewusster zu leben bedeutet meiner Meinung nach nicht, sich in jedem Moment allem bewusst zu sein. Ich finde das wenig effizient und viel zu anstrengend. Ich muss nicht immer wissen welche Werte, Glaubenssätze oder Gefühle gerade eine Rolle spielen. Genauso wie meine Tochter irgendwann nur einen Teil ihrer Aufmerksamkeit zum sicheren Auto fahren braucht, brauche ich langfristig nur einen Teil meines Bewusstseins, um meine Realität so zu erschaffen, wie ich möchte.

Entscheidend ist, rechtzeitig zu bemerken, wenn ich von dem für mich optimalen Weg abkomme, d.h. wann der Autopilot mich in eine falsche Richtung lenkt. Ich realisiere dann, dass gerade etwas nicht in Ordnung ist. Dann kann ich nach einem Stopp wieder zurück auf den Weg fahren, den ich mir bewusst aussuche.

Ich habe mir angewöhnt mehrmals am Tag innezuhalten und mich zu fragen, ob ich gerade auf dem richtigen Weg bin. Dadurch kann ich nötige Kurskorrekturen vornehmen und mich dann idealerweise wieder in meinem Flow begeben.

E. Du erschaffst Deine eigene Realität

tomkatMeine Tochter ist momentan bezüglich des Autofahrens noch außerhalb ihrer Komfortzone. Sie lernt viel Neues und nimmt das Fahren ganz anders wahr als früher. Es macht ihr aber auch sehr viel Spaß! Demnächst ist sie dann alleine dafür verantwortlich, wohin sie fährt und ob sie pünktlich ankommt. Sie wird Routine entwickeln und das Auto fahren wird ihr immer leichter fallen.

Auch Dir wird es immer leichter fallen Dein Lebensauto bewusst zu steuern und immer öfter das Lenkrad in die Hand zu nehmen und den Autopiloten auszustellen. Stück für Stück erkennst Du dann die Programme und Automatismen, die Du mit Dir herumträgst. Verurteile Dich nicht dafür, dass Du sie hast. Sie haben Dir einmal gedient und jetzt brauchst Du sie nicht mehr.

Mit unseren Automatismen haben wir so lange gelebt, dass wir ohne eine bewusste Anstrengung nicht in der Lage sind sie wahrzunehmen. Mit ihnen fahren wir auf den bekannten eingefahrenen Wegen. Es ist an uns auszusortieren, welche dieser Wege wir bewusst weiter benutzen weil sie uns dahin bringen wohin wir wollen und welche wir nicht mehr befahren, weil sie uns nicht mehr dienen.

Zusammenfassend möchte ich sagen, dass Du Dir mit dem Ausschalten des Autopiloten das Hier und Jetzt erschließt. Denn nur im Jetzt kannst Du bewusst Deine Realität erschaffen. Nur hier triffst Du die Entscheidungen, die dich dahin bringen wo Du wirklich hin möchtest.

Wenn Du ab jetzt immer öfter vom Fahrersitz aus Dein Lebensauto steuerst und bestimmst wo es lang geht bedeutet das, dass Du die alleinige Verantwortung für Deine Entscheidungen übernimmst. Du und kein anderer fährt Dein Auto. So macht das Fahren Spaß! Vergiss nicht ein wenig Humor und Abenteurlust auf Deinen Weg mitzunehmen.

Ich hoffe, ich konnte hier Anregungen und Informationen liefern, die Euch helfen auf Eurem eigenen Weg weiterzugehen. Ihr habt es in der Hand. Es liegt an Euch wie Ihr Euer Leben gestaltet. Viel Freude beim Erschaffen.

 

Links zum Thema Grundwerte:
Der Sozialpsychologe Shalom H. Schwartz hat Grundlagenforschung zum Thema Werte betrieben: https://de.wikipedia.org/wiki/Shalom_H._Schwartz . Er hat Grundwerte in 82 Länder untersucht und ein bekanntes Wertediagramm erstellt:  Internationale Werte.

© Inge Schumacher