Corona: Das neue Normal

Seit dem Frühling 2020 ist Vieles anders. Nicht nur, dass wir uns ans Masken-Tragen gewöhnen mussten. Wir holen uns gerade kollektiv aus der Komfortzone. In diesem Artikel untersuche ich die Herausforderungen des neuen Normals.

Das neue Normal der Corona-Krise bedeutet Unruhe

Die weltweiten Ängste und Unsicherheiten bekommen wir alle mit. Sie beeinträchtigen unser Wohlbefinden, egal ob wir uns dessen bewusst sind oder nicht. Die Unruhe in der Corona-Krise steckt uns leicht an.

Wir sitzen in einem Boot

Da wir mit allem verbunden sind, bekommen wir turbulente Energien auch aus weit entfernten Teilen der Erde mit. Egal ob es Überflutungen in China oder Brände in den USA sind. Auch das Leid der Flüchtlinge merken wir alle, auch wenn wir nicht direkt betroffen sind.

Die Unruhe fing schon vor Corona an

Anfang 2019 hatte ich die ersten Klienten, die mit unerklärbarer Unruhe und Niedergeschlagenheit zu mir kamen. Diese Menschen waren besonders sensibel gegenüber den Veränderungen unseres Planeten. Sie fühlten das Leid in unserer Welt und reagierten darauf.

Das neue Normal hat mich überrascht

Ich habe im März einen Artikel darüber geschrieben wie wir während der Corona Krise in unserer Mitte bleiben. Ich praktiziere die Tipps, die ich dort gebe. Trotzdem hat das neue Normal mich voll erwischt: Im August war ich müde und angespannt gleichzeitig.

Meine Symptome:

  • Es fiel mir schwer mich zu entspannen und zu meditieren
  • Ich war niedergeschlagen
  • Ich habe viel weniger gelacht
  • Ich fühlte mich antriebslos
  • Ich fiel in alte Gewohnheiten zurück

Ich merkte: Etwas ist nicht in Ordnung und ging auf die Suche nach der Ursache.

Ich bin langsam in die Anspannung reingerutscht. Ich habe mich an die Unruhe um mich herum gewöhnt und sie übernommen. Das war ein langsamer Prozess und darum kaum zu merken.

Das neue Normal ist anstrengend weil es andauert

Raus aus der Anspannung: Meine Strategie

Ich habe ein paar Tage lange eine Freundin an der Ostsee besucht um Abstand zu bekommen. Das Meer half mir zu mir selbst zu finden und ich kam deutlich ruhiger zurück.

Ich wende die Techniken und mein Wissen an, das ich hier im Blog teile: Ich versuche noch besser für mich zu sorgen und mir meiner Gefühle bewusster zu sein.

Das neue Normal: Wir fahren auf der Überholspur

Die Geschwindigkeit, in der wir unsere Realität erschaffen nimmt zu: Nicht nur Unternehmen müssen ihre Planungen laufend anpassen weil sie überholt sind.

Wir sollten uns den Grundregeln des Erschaffens unserer Realität mehr denn je bewusst sein und sie für uns arbeiten lassen.

Wir erschaffen mehr von dem, auf das wir uns konzentrieren

Das gilt für Positives wie für Negatives:

Wenn wir uns darauf konzentrieren, dass wir

  • keine Wahlmöglichkeiten haben
  • Angst haben
  • Jemand anderer Macht über uns hat und wir Opfer sind
  • wir nicht genug haben

Dann erschaffen wir mehr davon genauso schnell wie wenn wir uns auf positive Dinge konzentrieren wie:

  • Dankbarkeit
  • Zufriedenheit
  • Im Flow sein
  • Das tun was wir lieben
  • Unsere Ziele erreichen

Ich habe mich noch nicht an die neue Geschwindigkeit gewöhnt. Ich merke, wie mich die turbulenten Energien immer wieder zu Angst und Unsicherheit hin drängen.

Ich teste die Möglichkeiten des neuen Normals aus. Die meiste Energie brauche ich momentan, um „einfach nur“ in der Balance zu bleiben und handlungsfähig zu sein. Das ist mir am wichtigsten.

Meine Tochter Katharina hat eine passende Collage erschaffen.

Warum ich vorsichtig bin

Wenn ich einmal auf der Überholspur bin, ist es momentan schwieriger anzuhalten und umzukehren als früher.

Anpassung an das neue Normal

Ich brauche Zeit um zu überlegen wo ich wirklich hinwill und welche Alternativen es gibt. Auch wenn es mich frustriert, wenn ich das Gefühl habe nicht vorwärts zu kommen.

Positive Beispiele für den Rückenwind im neuen Normal

  • Eine Freundin hat in Rekordzeit ein Sabbatjahr organisiert.
  • Viele Klienten machen Durchbrüche bei Themen, die sie lange mit sich herumgeschleppt haben.
  • Ich habe mir neue Klienten gewünscht und 2 Stunden später kam der Anruf.
  • Meine Tochter hat sich vorgenommen aktiver im Unterricht zu sein. Ihr fällt das leichter als früher.

Vorsicht: Die automatischen Reaktion auf Gefühle

Gefährlich ist momentan unsere automatische Reaktion auf Gefühle. Auf der automatischen Gefühlsautobahn erschaffen wir schnell mehr von dem auf das wir uns konzentrieren, zum Beispiel was fühlen, und nicht von dem, was wir eigentlich wollen.

Gefühle sind Signale unseres Körpers und unserer Seele

Sie sind dazu da uns aufmerksam zu machen und daher eine wichtige Informationsquelle. Aber mehr auch nicht.

Menschen in meiner Umgebung erschaffen im neuen Normal Extreme:

Beispiel: Ein schlimmer Unfall

Ein Klassenkamerad meiner Tochter hat sich mit Schwarzpulver zu 30% verbrannt und lag lange schwer verletzt im Krankenhaus.

Es fing damit an, dass er sein Mofa verliehen hatte und es dabei kaputt ging. Er musste sich einen Job suchen, um die teure Reparatur zu bezahlen. Kurz darauf wurde sein Fahrrad aus dem heimischen Garten gestohlen…

Seine Irritation war die Ursache für diese Ereigniskette. Er kam aus diesem Gefühl nicht mehr heraus und war sich nicht bewusst, was er in Gang gesetzt hatte.

Beispiel: Mein Sohn weigert sich zur Schule zu gehen

Er fühlt sich in seiner Klasse und mit den Lehrern wohl. Es gibt also keinen Anlass, außer dass er sensibel auf die turbulente Energie reagiert und einen ausgeprägten Dickkopf hat. Je länger es dauert, um so mehr steigert er sich in seine Gefühle hinein und umso schwerer fällt es ihm in die Schule zu gehen.

Er ist 11 Jahre alt und kann oft selbst nicht verstehen, warum und was er fühlt. Wir probieren alles, um ihm zu helfen mit seinen starken Gefühlen umzugehen. Oft leider vergeblich.

Manchmal bin ich deswegen am Ende meiner Kräfte. Es ist nicht einfach auch in dieser Situation in der Balance zu bleiben. Mein Mann und ich geben uns zum Glück gegenseitig Halt. Wir haben frühzeitig die Schule mit ins Boot geholt, so dass alle an einem Strang ziehen.

Dieses Thema wird uns wohl noch eine Weile begleiten und ist für mich ein Gradmesser für meine seelische Verfassung.

Die Flutsch-Energie des neuen Normals

Ich empfehle Dir Deine Resilienz zu pflegen, um mit der gesteigerten Geschwindigkeit besser fertig zu werden:

  • Beobachte Dich aufmerksam
  • Nimm Deine Gefühle wahr und lass sie gehen. Das Unterdrücken negativer Gefühle verstärkt diese
  • Starte den Tag mit positiven Gefühlen
  • Tausche dich aus und hole dir Unterstützung

Das neue Normal bedeutet viel Input

Hochsensible kennen das: Sie kämpfen ständig mit einem Zuviel an Reizen. Sie müssen lernen ihre Wahrnehmung so zu managen, dass sie nicht ständig überfordert sind. In turbulenten Zeiten können wir alle diese Fähigkeit gebrauchen.

Katzen wissen wie man chillt.

Wenn das neue Normal zu viel wird: Abgrenzung hilft

  • Schaff Dir Rückzugsräume, in Dir und in Deiner Umgebung
  • Energie puffern: Ich baue eine Schutzblase um mich herum auf, wenn es mir zu viel wird
  • Nutze Strukturen, die Dir helfen wie Natur: Spaziergänge, Garten
  • Schaffe positive Erlebnisse in der Familie
  • Austausch mit Gleichgesinnten gibt mir Kraft
  • Setze immer wieder klare Prioritäten um Überforderungen zu vermeiden

Das neue Normal – Wie lange noch?

Meiner Meinung nach ist die Corona-Krise nur der Anfang. Wir wollen unsere Welt verändern und das schaffen wir nur wenn es wirklich ungemütlich wird; noch ungemütlicher als jetzt. Je mehr wir inmitten der ganzen Veränderungen in unserer Balance sind desto weniger Extreme werden wir dabei erschaffen.

Brauchst Du Unterstützung im neuen Normal?

Fühlst Du Dich momentan wie im Schleudergang oder bist Du in einer Abwärtsspirale? Sprich mich gerne für ein kostenloses Erstgespräch an.

Fotos: Privat

Mehr Artikel zum Corona-Komplex von mir findest Du hier:

© Inge Schumacher

30 Jahre Wiedervereinigung: Wie ich die DDR erlebt habe

Ein persönlicher Rückblick.

Im Oktober vor 30 Jahren wurde Deutschland offiziell wieder eins.

Mein Kinder fragten daher: Mama, wie war das mit der DDR? Mir wurde bewusst: Ich bin ein wandelndes Geschichtsbuch. Meine Kinder haben keine Ahnung von der deutschen Teilung. Genauso wie sie noch nie ein Telefon mit Wählscheibe gesehen haben.

Als die Mauer im November 1989 fiel

Studierte ich in Münster Betriebswirtschaft. Da ich keinen Fernseher hatte besuchte ich Freunde und wir staunten gemeinsam über die Bilder von den jubelnden Menschen. Die DDR war plötzlich Geschichte.

Ein Stück Mauer, das jetzt in Hamburg steht

Vor der Wiedervereinigung

Ich komme aus dem Westen. Da beide Elternteile Verwandte in der DDR hatten wuchs ich damit auf, dass meine Mutter Pakete zu Verwandten schickte. Darin waren Kaffee, Schokolade oder Kleidung. Zu Weihnachten wurden die Zutaten für Stollen geschickt. Zurück bekamen wir leckere Kekse und Weihnachtsschmuck aus dem Erzgebirge.

Meine Eltern nannten den Ort, in den die Pakete gingen die Ostzone. Mit diesem Begriff bin ich aufgewachsen.

Wie ich die DDR kennenlernte

Zweimal sind meine Eltern mit uns vier Kindern zu Familienfeiern in die DDR gefahren. Nach Magdeburg, Aschersleben und Jüterbog. So bekamen auch wir Kinder zu den Großtanten und -Onkel in der DDR eine Beziehung. Das waren aufregende Reisen, die ich nie vergessen werde.

Die Grenze

Ich erinnere mich an Stacheldraht, Gewehre, Wachhunde und ein komisches Gefühl im Bauch bei der Einreise.

Wir durften keine Bücher und Zeitungen mitnehmen. Wir wurden gefilzt. Besonders auf der Rückfahrt wurde das Auto gründlich auseinandergenommen, damit wir ja keinen Republikflüchtling mitnahmen. Meine Eltern haben es trotzdem geschafft eine Schlagbohrmaschine einzuschmuggeln.

Anmeldung

Am Zielort mussten wir uns bei der Polizei anmelden und die Pässe vorlegen.

Wir sind in den Stasiunterlagen

Unsere Verwandten haben über unsere Besuche und den „West-Kontakt“ in ihrer Stasiakte gelesen.

Was für mich die DDR verkörpert

Unser Geruchsinn ist direkt mit dem Gedächtnis verbunden. Wenn mein Mann Baguette mit dem französischen Mehl backt, bin ich sofort in Frankreich. So geht mir das auch mit der DDR.

Der Braunkohlegeruch

Im Winter war die Luft mit dem Rauch der zum Heizen verwendeten Braunkohle getränkt. Es fiel mir irgendwie schwer zu atmen. Wenn ich heute Kohleduft rieche, dann transportiert mich das sofort dreißig Jahre zurück in die DDR.

Besondere Abgase

Viele Autos in der DDR – wie Trabant und Wartburg – hatten Zweitaktmotoren. Sie verbrennen zugesetztes Öl. So ergibt es ein weiteres typisches Geruchserlebnis, das ich eng mit der DDR verbinde.

Die DDR ist grau

Die vorherrschende Farbe, an die ich mich erinnere ist grau: Autos, Häuser und auch die Kleidung. Es gab wenig Farbe. Durch den Mangel an Baumaterial verfielen viele Häuser. Ich habe bei meinen Besuchen viele Bombenlücken gesehen.

Typische Begriffe, die ich mit der DDR verbinde

Ostzone:

Die Alliierten haben Deutschland in vier Teile geteilt. Vor der Staatengründung war die DDR die sowjetische Besatzungszone.

Mindestumtausch:

Wir nannten das Zwangsumtausch: Pro Besuchstag musste ein bestimmter D-Mark Betrag in Ostmark umgetauscht werden. Die haben wir meist dagelassen, weil es wenig damit zu kaufen gab.

Blaue Fliesen:

Die blauen hundert D-Mark Scheine wurden so genannt.

Das Tal der Ahnungslosen:

Im Bezirk Dresden konnte man nur sehr schwierig West-Fernsehen und -Radio empfangen. Man war also auf die einseitige DDR Information angewiesen.

Der Mumienexpress

Die Interzonenzüge wurden scherzhaft so bezeichnet. Die Mitreisenden waren meist Senioren und über 60 (Frauen) oder 65 Jahre (Männer) alt.

Als Rentner durfte man aus der DDR ausreisen. Unsere Verwandten haben das genutzt. Mit einigen von ihnen sind meine Eltern sogar ins Ausland gefahren. Sie haben dafür problemlos einen Bundesdeutschen Pass bekommen, der dann bei uns blieb. Ich bin auch damit gefahren und habe den Altersdurchschnitt deutlich gedrückt.

Staatsbürgerkunde

Staatsbürgerkunde war ein Schulfach in der DDR: Ich erinnere mich an einen Aufsatz, den ein Großcousin mir zu lesen gegeben hat. Ich habe nur Bahnhof verstanden. Die DDR hatte anscheinend eine eigene Geheimsprache, die man können musste um zum Studium zugelassen zu werden.

Klassenfeind:

Das waren wir aus dem Westen.

Einkaufen

Eingekauft wurde in der Kaufhalle. Mit Beziehungen konnte man sich begehrte Waren zurücklegen lassen. Da sie oft unter dem Tresen lagen wurden sie Bückwaren genannt. Wer Devisen hatte konnte ab 1974 in den Intershops einkaufen, die Westwaren führten.

Improvisation

Viele Dinge waren in der DDR Mangelware. Die Menschen haben aus der Not eine Tugend gemacht und sich zu helfen gewusst:

  • Der West-Kaffee wurde gegen ein dringend benötigtes Autoersatzteil getauscht.
  • Als es keine Holzstäbe für ein Bauvorhaben gab, hat ein Verwandter Stiele von Kochlöffeln benutzt.

Meine Besuche in der DDR

Damit der Kontakt zur nächste Generation nicht abreißt wurde ich mit 18 Jahren Patentante.

Ich bin dadurch mehrfach mit dem Mumienexpress in die DDR gefahren. Zur Taufe und um mein Patenkind zu besuchen.

Bei der Taufe meines Patenkindes 1984 bin ich 18.

Bei den Besuchen durfte ich mein Patenkind auch in die Kita bringen. Morgens um halb sieben, da die Arbeit in der DDR sehr früh begann.

Einschulung kurz vor der Wiedervereinigung

Mein Patenkind wurde im September 1990 eingeschult. Ich habe meinen heutigen Mann mitgenommen, der noch nie in der DDR war. Er sollte sich selbst ein Bild machen.

Einschulung im September 199o

1991 habe ich Steuerfachgehilfen unterrichtet

Nach dem BWL-Examen suchte ich einen Job, um die Weltreise zu finanzieren, die wir geplant hatten. Ich fand ihn in Falkenberg an der Elster bei einem Unternehmen, das Arbeitslose nach der Wende qualifizierten.

Ich wohnte dort zur Untermiete bei einer netten alten Dame. Tagsüber unterrichtete ich Finanzmathematik und Betriebswirtschaft. Am Abend bereitete ich den Stoff des nächsten Tages vor und konzipierte Klassenarbeiten.

Ich habe erlebt, was man als Lehrer alles sieht, wenn während einer Klassenarbeit geschummelt wird. Ich habe mich im Nachhinein noch über meine eigenen Spickaktionen geschämt.

In meinen Klassen saß eine bunte Mischung von Schülern: Von hochqualifizierten Piloten der Nationalen Volksarmee bis zu arbeitslosen Fabrikarbeitern. Alle waren älter als ich.

Ich dufte viel lernen: Wie man ein verständliches Tafelbild erstellt genauso wie die unterschiedlichen Lebensgeschichten.

Wiedervereinigung heute

Ich freue mich jedes Mal, wenn ich in Richtung Berlin oder an die Ostsee fahre und die jetzt unsichtbare Grenze passiere. Es ist schön, weil das so selbstverständlich ist.

Wenn ich Menschen und Klienten kennenlerne, dann interessiert mich ihre Herkunft weniger. Die Geschichte jedes Einzelnen interessiert mich viel mehr. Für die persönliche Biografie gibt es neben der Herkunft viele andere wichtige Puzzlesteine.

Einseitiges Bild

Mich ärgert, dass das Bild des Ostens sehr durch die negativen Schlagzeilen geprägt wird. Da wird generalisiert und verurteilt: Der Osten ist ausschließlich rechtsextrem. So ein Schwachsinn!

Ja, es gibt Rechtsextremismus und das nicht zu knapp. Im Osten und im Westen. Er dokumentiert die Angst vor dem Unbekannten. Die Menschen im Osten mussten seit der Wiedervereinigung mit mehr Ängsten leben als wir im Westen. In Bezug auf die Unsicherheit holen wir aber deutlich auf.

Wir gehen alle ins Unbekannte und können Halt nur in uns selber finden. Die Hoffnung alte Strukturen wiederzubeleben ist zum Scheitern verurteilt. Wir können nur vorwärts gehen.

Die staatstragende Mehrheit hat keine Lobby

Viele Ostdeutsche haben nach der Wende tolle Aufbauarbeit geleistet. So haben meine Verwandten als erstes Alleebäume in ihrer Stadt gepflanzt. Sie leben in einer Kleinstadt, die Abwanderung in den Westen leer gemacht hat.

Vielleicht kehrt sich dieser Trend ja durch die erweiterten Möglichkeiten zur Homeoffice-Arbeit aufgrund der Corona-Epidemie um.

In den Augen der Welt sind wir eins

Mit 83 Millionen Einwohnern sind wir das bevölkerungsreichste Land und die größte Volkswirtschaft in Europa. Alles, was wir tun wird genau beobachtet. Auch aufgrund unserer Geschichte haben wir Deutschen eine große Verantwortung.

Auch wenn wir erst langsam zusammenwachsen haben wir in der Flüchtlingskrise bewiesen, dass wir gemeinsam anpacken können wenn es drauf ankommt.

Hast Du Eindrücke aus der DDR, die Du hier teilen magst? Ich bin so neugierug!

Links

Podcast Kohl-Kids

„Im Podcast KOHL KIDS kommen Nachwendekinder zu Wort. Rike und Jule sprechen über das Aufwachsen in Ost und West. Und warum wir heute noch manchmal die Mauer in unseren Köpfen haben.“

Buch von Katrin Aehnlich: Wie Frau Krause die DDR erfand. Ein lustiges Buch, das nachdenklich macht. Auch als Podcast in der ARD Audiothek zu hören.

Carola Stern (1925 – 2006) Biografie: Doppelleben. Sie hat sowohl die Anfänge der DDR als SED Angehörige als auch die BRD erlebt. Sie hat viel erlebt und mit die Deutsche Sektion von Annesty International aufgebaut.

Kleines Lexikon über den Sprachgebrauch in der DDR

Bilder: Beitragsbild von Ines Blankenburg. Sie hat es in Leipzig aufgenommen und mir zur Verfügung gestellt. Andere Bilder: privat und Pixabay

© Inge Schumacher

Nutze Deine Intuition!

Unsere Intuition wird immer wichtiger. In einer Welt, die uns ständig fordert brauchen wir alle Informationen, die wir kriegen können.

Wir nutzen unterschiedliche Informationswege

Jeder setzt dabei eigene Schwerpunkte:

  • Durch unsere Sinne bekommen wir so viele Informationen, dass wir sie filtern müssen
  • Unsere Imagination kann sich in alle Informationen einklinken, die existieren
  • Empathie ist die Fähigkeit sich in andere hineinzuversetzen und so sehr persönliche Informationen zu erhalten
  • Gefühle sind Kommunikation mit uns selbst; sie machen uns aufmerksam
  • Träume sind Informationen aus unserem subjektiven Bewusstsein
  • Impulse sind die kleinen Hinweise, die wir uns ständig selber geben
  • Intuition beantwortet Fragen

Deine Intuition kannst Du nutzen, um „weiche“ Informationen aufzunehmen, die nirgendwo schwarz auf weiß zu lesen sind.

Intuition beantwortet Fragen

Wir stellen uns laufend Fragen und sind uns dessen nicht bewusst:

Beispiel:

Wenn wir wissen wollen, wie es jemandem geht, dann reicht das, um eine Verbindung herzustellen durch die wir Informationen bekommen.

Was ist Intuition?

Es gibt viele Erklärungsversuche für Intuition: Von instinktivem Erfassen bis zum Hellsehen. Für mich ist Intuition ein Weg von vielen uns mit Informationen zu versorgen.

Ohne Denken geht es nicht

Ohne unser Gehirn können wir die Informationen, die wir laufend erhalten nicht nutzen.

Was ist Denken?

Mit unserem Denken interpretieren wir Informationen, die wir durch verschiedene Kanäle bekommen. Unser Verstand macht sie erst greifbar und verständlich: Denken ist unser Übersetzungsinstrument.

Übung für den Zusammenhang zwischen Sinnen und Denken:

Setz Dich für diese Übung an einen ruhigen Ort und konzentriere Dich eine Minute lang abwechselnd auf jeden Deiner Sinne und erfasse damit Deine Umgebung. Spannend ist es diese Übung zu zweit zu machen.

  • Sehen
  • Riechen
  • Geschmack
  • Tasten
  • Hören

Du bist während der Übung ganz auf Empfang. Denkst Du? Nein. Erst wenn Du Dich fragst was Du wahrnimmst fängst Du an zu denken: Durch das Denken findest Du Wörter um auszudrücken, was Du wahrgenommen hast. Jetzt erst kannst Du das kommunizieren.

Noch ein Beispiel:

Wenn Du isst, denkst Du nicht automatisch darüber nach was Du isst, du nutzt nur Deine Sinne. Du fängst dann an zu denken, wenn Du definierst, was Du isst oder überlegst ob Du es magst oder nicht.

Dem Denkprozess selbst liegt kein Erkenntnisgewinn zugrunde. Er ist jedoch unersetzlich, denn ohne die Übersetzung nützt aller Input nichts.

Intuition ist lernbar

Ich bin ein gutes Beispiel dafür, dass man Intuition (wieder) lernen kann. Als ich aufwuchs wurde mir gespiegelt, dass meine Intuition falsch war. Also habe ich sie schlafen gelegt.

Als ich mit Mitte dreißig eine Depression hatte, hat meine Therapeutin mir geholfen meine Intuition wieder aufzuwecken.

Ich habe festgestellt, dass ich eine natürliche Begabung dafür habe. Ich bin immer noch dabei, meine Intuition als wichtigen Informationsweg zu etablieren.

Bei meinen Kindern sehe ich wie natürlich Intuition für sie ist. Wir haben sie von Anfang an in ihren Wahrnehmungen bestärkt, auch wenn wir diese selbst nicht nachvollziehen konnten.

Eltern sind Intuitionswunder

Ich höre immer wieder, wie Eltern in einem Krankenhaus Himmel und Hölle in Bewegung setzen, weil sie sicher sind, dass etwas nicht in Ordnung ist mit ihrem Kind. Diese Eltern sind keine Mediziner. Trotzdem nehmen sie etwas wahr und handeln danach.

Auch in meiner Praxis sehe ich wie intuitiv Eltern sind. Sie kommen zu mir, wenn sie nicht weiter kommen. Sie wissen genau, dass etwas nicht stimmt.

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass ich Menschen, die sich an mich wenden oft gut helfen kann. Meine Klienten spüren intuitiv, dass sie mit meiner Hilfe weiterkommen, auch wenn sie keine Erfahrung mit meiner Energiearbeit haben.

Fehleinschätzung: Intuition ist weiblich

In den letzten Generationen wurden Frauen eher dazu erzogen auf Zwischentöne zu achten als Männer. Deswegen hatten sie einen Lernvorsprung. Männer haben meiner Meinung nach die gleiche intuitive Grundausstattung.

Bei Männern wird eher von Instinkt als von Intuition gesprochen.

Erfolgreiche Unternehmer(-innen) sind gut darin verfügbare Informationen zu nutzen. Viele haben eine „Nase“ fürs Geschäft. Sie haben gelernt ihre Intuition mit logischen Fakten zu unterlegen und damit nachvollziehbar zu machen.

Hochsensible Intuition

Viele Hochsensible haben eine starke Intuition. Für sie besteht die Herausforderung darin zu lernen sich vor der großen Informationsflut zu schützen. Das fällt vielen, gerade im Moment, schwer.

Unsere Intuition lässt uns hinter Fassaden schauen

Wenn wir sie bewusst aktivieren können Äußerlichkeiten wie Charme und Attraktivität uns nichts anhaben. Wir spüren ob jemand authentisch ist oder nicht.

Beispiel Autokauf

Wenn wir ein schlechtes Gefühl haben ist es eine gute Idee weitere Informationen einzuholen, sich über den Verkäufer zu informieren oder Experten zu befragen. So bekommen wir ein besseres Bild der Situation und können unser Intuition untermauern.

Liegt unsere Intuition immer richtig?

Wir sollten unserer Intuition – genauso wie den anderen Informationswegen – nicht blind vertrauen. Aber je besser wir uns und sie kennen umso effizienter kann sie für uns arbeiten.

Unsere Intuition hat keine eingebaute Garantie.

Kein Mensch kann objektiv sein. Wir verarbeiten Informationen mit unserer individuellen Software: Jeder nutzt andere Filter. Wir filtern Informationen durch unser Denken, unsere Werte und unsere Glaubenssätze.

September 2019

Mir hilft es mich nicht allzu ernst zu nehmen. Das gibt mir die Möglichkeit mich öfter von außen zu betrachten um besser zu verstehen wie ich ticke.

Wenn ich falsch liege mit meiner Intuition dann lerne ich aus den Fehlern. So schule ich sie und kann sie besser für die Entscheidungsfindung nutzen.

Vorsicht bei Gefühlen!

Je stärker meine Gefühle sind umso weniger traue ich meiner Intuition: Wenn es um

  • Familie und Freunde geht
  • Schwere Krankheiten oder
  • Umweltkatastrophen

bin ich sehr vorsichtig. Ich brauche emotionalen Abstand, um verlässliche Informationen von meiner Intuition zu bekommen und diese von Wunschdenken zu unterscheiden.

Intuition üben macht Spaß!

Unsere Intuition und das Übersetzungsinstrument, der Verstand, müssen ständig geschult werden.

Zum Üben eignen sich am besten leicht nachprüfbare Dinge. Ich suche mir gerne Übungsfelder, die Spaß machen.

Ich nutze meine Intuition um Antworten auf konkrete Fragen zu bekommen.

  • wie das Wetter wird
  • wie ein Konflikt ausgeht
  • wann meine Tochter nachts nach Hause kommt
  • ob ein Termin stattfindet oder nicht

Die Antworten auf solche Fragen sind leicht zu überprüfen. Je mehr ich übe umso mehr schärfe ich meine Intuition. Erfolgserlebnisse motivieren mich dazu weiterzumachen.

Vorsicht beim Teilen von Einsichten

Ich hinterfrage die Informationen, die meine Intuition mir liefert. Ich bin mir bewusst, dass das sehr subjektive Infos sind, mit denen ich verantwortungsbewusst umgehe. Ich nutze daher bei der Kommunikation Ausdrücke wie:

  • Ich habe das Gefühl, dass…
  • Könnte es sein, dass…
  • Würde Dir helfen, wenn…

Ich mache also Angebote und bestehe nicht darauf richtig zu liegen.

Beispiel:

Mein Sohn hatte den Garagenschlüssel draußen verloren. Ich habe meine Intuition immer wieder befragt und hatte das klare Gefühl, dass wir ihn ohne Probleme wiederfinden. Wir haben ihn nach 3 Tagen ohne große Suchaktion gefunden.

War ich mir 100-prozentig sicher, dass wir ihn wiederfinden? Nein! Wir erschaffen alle unserer Realität und ich kann nie mit Sicherheit wissen was passiert. Gut war, dass ich ruhig geblieben bin und mich nicht unnötig aufgeregt oder in Aktionen gestürzt habe.

Intuition besser wahrnehmen

Leider gehe ich im Alltag immer noch zu oft über das kurze Aufblitzen meiner Intuition hinweg.

Wenn ich mich ich in einer Situation frage was ich tun könnte kommen schnell Antworten. Leider schiebt mein Verstand sie meist im selben Moment beiseite; oft bevor ich sie mit meinen Gedanken erfassen kann. Das ist schade.

Nutze Deine Intuition im Alltag

Beispiel:

Im Januar habe ich einige Workshops für das Frühjahr nicht gebucht oder mich abgemeldet. Meine Intuition sagte mir, dass es nicht passt. Ich habe das nicht verstanden. Nach einige Wochen habe ich meiner Intuition vertraut und danach gehandelt. Das war vor der Corona Krise. Im Nachhinein habe ich genau die richtigen Entscheidungen getroffen.

Ich versuche immer öfter auf die kleine Stimme meiner Intuition zu hören, die mir blitzschnell Informationen zur Verfügung stellt. Ich prüfe diese Informationen mit meinem Verstand. Dann entscheide ich welchen Input ich noch aus anderen Quellen brauche.

Es lohnt sich Deine Intuition aus dem stillen Kämmerlein zu holen, sie abzustauben und zu benutzen. Spiele mit ihr, um sich mit ihr anzufreunden und sie besser kennenzulernen.

Lass Dich überraschen von den vielen Informationen, die Dir jederzeit zur Verfügung stehen.

Du willst mehr über Deine Intuition wissen? Vereinbare ein kostenloses Kennenlern-Gespräch mit mir.

Bilder: Privat und Pixabay

© Inge Schumacher

Tun was Du liebst: Eine Utopie?

Inspiriert zu diesem Artikel hat mich ein Lied, das auf den Punkt bringt, was ich zum Thema: Tue das, was Du liebst schon immer sagen wollte. Es drückt genau das aus, wofür ich nicht die richtigen Worte gefunden habe. Wie schön, dass sie ein anderer für mich gefunden hat!

Der Klavierkabarettist Bodo Wartke  ist der Worte-Finder. Er arbeitet in Versform und in Reimen. Ein kluger Kopf mit flinken Fingern. Sein Lied heißt:

Das falsche Pferd

Er beschreibt darin wie eine Welt aussieht, in der jeder das tut, was er liebt.

Ich wünsche viel Spaß beim Lesen und Zuhören. Den Liedtext findest Du unterm Bild. Hier geht es zum Video.

Bodo Wartke - Portrait - Motiv 1 - Querformat
Fotograf: Sebastian Niehoff. Quelle Pressebereich http://www.bodowartke.de

Liedtext Das falsche Pferd

Stell dir vor wir Menschen würden von nun
An nur noch Dinge tun, die wir wirklich gerne tun,
Sprich aus Liebe handeln und fortan
All das lassen, was wir hassen.Was wäre dann?
Dann gäbe es in unserem Land endlich gutes Fernsehen.
Weil die Fernsehmacher Fernsehen machten, das sie selber gern sehn.
Statt um die Quote um die sich dort alles dreht
Ginge es auf einmal nur um pure Qualität.
Des Weiteren fehlte dann hierzulande jede Spur
Von lieblos hingerotzter Zweckarchitektur.
Plötzlich wären unsere Städte Stätten der schieren Freude
Statt Ansammlung kalter deprimierender Gebäude.
Es gäbe keine Nerv tötende Werbung mehr
Weil sie ohnehin komplett überflüssig wär.
Denn ausnahmslos jedes Produkt das existiert
Wäre dann mit Hingabe und Liebe produziert.
Die Werber würden nicht mehr ihr Talent verschwenden
Sondern sich fortan der guten Sache zuwenden.
Einer Sache, die sie künstlerisch und inhaltlich erfüllt.
Und eben nicht mehr Werbung machen für Nestle oder die Bild.
Plötzlich handelten wir alle aus authentischem Gefühl
Und nicht mehr aus Angst und marktwirtschaftlichem Kalkül.
Wir folgten unserem Herzen und unseren Gelüsten.
Statt das zu tun von dem wir glauben, dass wir es tun müssten.
Wir würden uns entfalten und neu gestalten
Und nicht mehr tun was unsere Alten für richtig halten.
Die sich klammern an vermeintliche Tugenden und Sitten
Unter denen sie absurderweise selber früher litten.
Wir trauten uns wir selbst zu sein und unkonventionell.
Und studierten kaum noch Jura oder BWL.
Oder, sagen wir so, Betriebswirt oder Jurist
Wird dann nur noch der, wer es wirklich gerne ist.
inge herz
Wir alle würden einen Beruf ausüben,
Den wir wirklich gern tun und von ganzen Herzen lieben.
Die gute Laune würde steigen ganz egal wohin man guckt
Und ganz nebenbei auch das Bruttosozialprodukt.
Die richtigen Leute wären Ärzte oder Richter
Lehrer und Beamter, und die Falschen wären nicht da.
Die richtigen Leute wären Bäcker oder Bänker,
Krankenschwestern oder Staatenlenker.
Erst die Arbeit dann das Vergnügen.
Diesem Dogma bräuchten wir uns nicht mehr fügen.
Denn das Vergnügen finge ja dann
Schon für uns direkt schon bei der Arbeit an.
Und wie schön ist es, wenn man bei einem Menschen erkennt:
Er brennt für was er tut und ist in seinem Element.
Und wie schön ist es sich mit solchen Menschen zu umgeben,
Die für das was sie tun leben.
Ich glaube, dass ist echt das Schönste was es gibt
Wenn man das was man tut, leidenschaftlich liebt.
Man tut damit sich nicht nur selbst einen Gefallen
Sondern, letzten Endes, allen.
Vermutlich sagen Sie, dass funktioniert doch nie.
Na, ihre Hirngespinste, reine Utopie.
Wenn alle täten was sie lieben, wo kämen wir denn da hin?
Das hat doch alles überhaupt gar keinen Sinn.
Wir unterwerfen uns lieber weiterhin dem Joch,
Denn das kann ja gar nicht klappen…
…was wenn doch?
…was wenn doch?
Quelle: Bodo Wartke

Tun was Du liebst: Eine Utopie?

Erst wenn wir uns etwas vorstellen können haben wir die Möglichkeit es zu erschaffen. Unsere Imagination ist die magische Kraft ohne die Veränderung nicht passieren kann.

Bodo Wartke vermittelt die passenden Bilder. Er hilft uns eine Welt vorzustellen, in der jeder das tut was er liebt.

Ich liebe es Leute zu treffen, die für ihren Job brennen:

  • Den Optiker, der meiner Tochter die perfekte Brille verpasst.
  • Die Schuhverkäuferin, die für die andere Tochter trotz schwieriger Füße ein schönes Paar Schuhe findet.
  • Mein Zahnarzt, der sich um jeden Zahn bemüht.
  • Meine Osteopathin, die mich einfühlsam behandelt und berät.

Diese Menschen zu treffen bedeutet:

  • Wir arbeiten zusammen an einem Ziel und es fühlt sich leicht an.
  • Die Wertschätzung auf beiden Seiten ist mit Händen zu greifen.
  • Die Beteiligten haben Spaß und sind glücklich.

Du hast sicher auch schon solche Menschen getroffen und deren Energie wahrgenommen: Sie ist positiv und wirkt ansteckend.

ContemplativeDimension_GDJHerz

Diese Energie kann die Welt verändern – zum Positiven. Weil wir aus den Erlebnissen, die wir mit Menschen haben, die das tun was sie lieben, Zuversicht schöpfen dürfen.

Schreib mir doch bitte, von Deinen Erlebnissen mit Menschen, die tun was sie lieben. Wer hat Dich besonders beeindruckt und warum?

Viel von dem, was ich tue liebe ich

Als Unternehmensberaterin habe ich mir oft die Sinnfrage gestellt. Das habe ich jahrelang nicht mehr getan.

Ich habe das Glück zu tun, wofür ich brenne und worin ich gut bin: Ich helfe Menschen mit meiner Energiearbeit stark zu werden.

Bei Dingen, die ich hasse überlege ich warum ich sie tue. Pflichten können auch Spaß machen. Dafür tue ich aktiv etwas.

Die leidige Hausarbeit ist ein gutes Beispiel:

Ich konzentriere mich heute mehr auf das Ergebnis. Ich überlege mir kreative Lösungen und bitte um Hilfe, wenn es mir zu viel wird. So fühle ich mich nicht mehr als Opfer sondern als Gestalter. Das fühlt sich besser an und macht mich zufriedener. Ich liebe Hausarbeit noch immer nicht, hadere aber nicht mehr damit.

Eine Übung, die ich täglich mache, ist mir selbst mehr Anerkennung für die tägliche unsichtbare Arbeit, die ich leiste, zu geben.

Wofür brennst Du?

Ich wünsche uns allen, dass wir immer mehr von dem tun was wir lieben. Dazu sollten wir uns gut kennen, denn wir müssen erst herausfinden, was das ist. Es braucht Arbeit und Durchhaltevermögen um das ausbuddeln, was aus den verschiedensten Gründen tief verschüttet ist.

Meine Klienten bekommen bei mir Rückmeldungen, was sie besonders gut können. Oft finden wir während der gemeinsamen Arbeit vergessene Talente und Vorlieben. Wenn Du mehr über Dich herausfinden möchtest, sprech mich unverbindlich an.

Tue mehr von dem, was Du liebst

Hand aufs Herz: Es fällt uns schwer zu glauben, dass es eine Welt geben kann, in der jeder das tut was er liebt. Zu fremd ist dieser Gedanke. Zweifel sind okay, solange wir uns davon nicht abhalten lassen uns Dinge vorzustellen, die sichmomentan noch unrealistisch anfühlen. Denn Veränderung fängt in unseren Köpfen an.

Tu was Du liebst: Wie kann das gehen?

Bodo Wartke spricht mir aus der Seele. Ich weiß, dass wir eine heilere, gesündere Welt erschaffen, wenn wir alle mehr von dem tun, was uns Spaß macht. Ich habe keine Ahnung wie wir das erreichen können. Jeder muss erst einmal selbst anfangen.

Außerdem ist experimentieren angesagt. Durch die Corona Situation sind wir eher offen für Neues. Das ist eine gute Gelegenheit zum Auszuprobieren. Ich habe mir fest vorgenommen, mehr zu experimentieren und Menschen, die das auch tun noch mehr zu unterstützen.

Respekt statt Kritik

Ich habe mir auch vorgenommen, Experimente anderer nicht vorschnell zu kritisieren, sondern mehr Anerkennung und Respekt fürs Losgehen zu zeigen. Meckern ist einfach, aber nicht konstruktiv. Vieles wird nicht klappen weil wir Neuland betreten und Erfahrungen sammeln müssen.

Wir müssen uns gegenseitig Halt geben, um diese turbulenten Zeiten zu meistern und die kreativen Lösungen zu finden, die wir so dringend brauchen.

Links zu Bodo Wartke

Photos: Sebastian Niehoff, Pixabay, Privat

© Inge Schumacher

Corona: Leben mit der Angst

Katharina Mundschutz KunstGefühle sind ein integraler Bestandteil unseres Daseins. Sie machen unser Leben bunt und abwechslungsreich. Gefühle müssen wir nicht lernen. Wir haben sie von Geburt an. Zum Beispiel Angst davor, dass uns unsere Mutter verlässt.

Angst hat eine wichtige Schutzfunktion

Angst sorgt dafür, dass wir in unbekannten Situationen vorsichtig sind. Ohne Angst wären wir vermutlich ausgestorben.

Die Corona Pandemie erzeugt bei uns eine unkontrollierbare Stressreaktion

Angst resultiert aus Stress. Nach Gerald Hüther gibt es zwei Sorten von Stress:

1. Die kontrollierbare Stressreaktion

Wir überwinden sie schnell. Aus einer Bedrohung machen wir eine Herausforderung. Aus Angst wird Zuversicht. Unser Selbstvertrauen wird dadurch gestärkt.

Beispiel:

Ich jogge. Plötzlich kommt ein großer Hund aus dem Gebüsch und bellt. Ich bleibe erschreckt stehen. Mein Herz fängt an zu hämmern. Die Nebennieren schütten Adrenalin aus. Ich versuche ruhig zu bleiben und atme tief und kontrolliert. Als das zugehörige Herrchen um die Ecke kommt habe ich die Situation überstanden.

2. Corona erzeugt eine unkontrollierbare Stressreaktion

Haben wir keine Strategie – wie das Weglaufen oder Tot stellen läuft eine tiefergehende Angstreaktion ab. Wir sind dann dauernd im Ausnahmezustand. In unserem Gehirn ist der Teufel los. Die Situation scheint unkontrollierbar für uns.

Wir fühlen uns dann ohnmächtig und ratlos; unruhig und gelähmt. Unsere Angst schlägt um in Wut oder Verzweiflung. Wir sind überfordert. Die Stresshormone wie Kortisol fahren Achterbahn.

Wir sind fähig eine schwere Stressreaktion alleine durch unsere Vorstellungskraft auszulösen:

  • Wenn wir einen Film sehen
  • einen Alptraum haben
  • Angst vor einem Unglück haben

Dauerstress macht krank

Stress, der länger anhält ist schädlich. Wenn wir keine Strategien entwickeln können, die uns aus der bedrohlichen Situation helfen schwächen die Stresshormone unser Immunsystem dauerhaft. Dann werden wir krank.

Momentan sind wir weltweit in einer solchen Situation. Wir leben mit einer Gefahr, die wir nicht sehen können und der wir uns so noch nie stellen mussten. Es herrscht große Unsicherheit. Wir wissen alle nicht wie es weitergeht.

Das lässt sich schwer aushalten. Wie lange dauert dieser Ausnahmezustand noch? Wir brauchen dringend eine neue Balance: Das neue Normal.

Die gute Nachricht:

Wenn unsere bewährten Strategien versagen brauchen wir neue. Stresshormone unterstützen uns dann, wenn wir nicht weiter wissen.

Die durch die unkontrollierbare Stressreaktion ausgeschütteten Hormone wie Kortisol bewirken, dass sich alte Bahnen im Gehirn auflösen. So schaffen wir Platz für Neues.

Gerade in Corona Zeiten werden wir auf uns selbst zurückgeworfen. Wir alleine

  • Müssen unseren Tag strukturieren und priorisieren
  • Für unsere Ausgeglichenheit sorgen,
  • Die dann hoffentlich auf die Familie abfärbt

Das schaffen wir nur wenn wir uns bewusst sind, was wir gerade tun. Wenn wir unsere Automatismen kennen, können wir uns dafür entscheiden nicht die ausgetretenen Pfade zu benutzen, sondern neue zu beschreiten.

So kann uns diese Pandemie dienen. Wir sind jetzt gezwungen Dinge des Alltags anders zu erledigen. Das ist genau das, was wir brauchen, um die vielen uns noch bevorstehenden Veränderungen besser zu meistern.

Dinge funktionieren jetzt, die keiner für möglich gehalten hätte

Es scheint ein kollektiver Abbau von Hemmschwellen stattzufinden: Firmen, die das Wort Homeoffice früher nicht hören wollten, stellen nun fest, dass das doch ganz gut klappt.

Schulen gehen gezwungenermaßen neue Wege

Die Lehrerin meines Grundschulkindes hat das erste Mal in ihrem Leben etwas gescannt. Sie macht einmal die Woche ein Zoom-Gespräch mit ihrer Klasse. Etwas, das auch völlig neu für sie war.

Ich hoffe schon lange, dass unsere Schulbehörden auf die Idee kommen sture Wissensvermittlung mehr elektronischen Hilfsmitteln zu überlassen. Dann können die Lehrer das tun, was sinnvoll ist: Dort unterstützen wo es hakt.

Mein Ideengeber ist Salman Khan. Seit seinem berühmten Ted Talk 2011 (Englisch mit deutschen Untertiteln) folge ich ihm und seiner Khan Academy.

Abstand halten

Jeder hat eine andere Angstschwelle

Wie viel Angst wir empfinden hängt von unseren Vorerfahrungen ab. Was für den einen eine unkontrollierbare Bedrohung ist, empfindet der nächste als eine machbare Herausforderung.

Das trügerische Gefühl von Angstfreiheit

Die erste Reaktion auf meine Einladung zum Workshop mit dem Thema Angst auf Meetup im Februar war: „Ich habe mit Angst gar nichts mehr zu tun.“

Das höre ich immer wieder von Klienten. Das stimmt so nicht: Wenn die bewährten Strategien nicht mehr wirken, kommen unsere Ängste erst zum Vorschein. Die Corona Pandemie ist der beste Beweis dafür.

Ängste unterdrücken wirkt nur begrenzt

Irgendwann bricht der Damm und unsere Ängste überschwemmen uns. Wir bekommen dann vielleicht sogar Angst vor der Angst.

Es gibt nicht den einen richtigen Weg aus der Angst

Meine Angststörung

Ich habe erst gemerkt, dass ich eine Angststörung hatte als sie vorbei war.

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1992 im Yosemite Nationalpark

Als ich mit 25 Jahren mit meinem Mann im Yosemite Nationalpark campte, merkte ich, dass etwas anders war. Ich hatte keine Angst vor dem nächsten Tag mehr! Ich bin jeden Morgen mit der Angst es könnte etwas Schreckliches passieren aufgewacht und damit eingeschlafen.

Diese Angst war mein ständiger Begleiter und für mich normal. Ich glaubte es würde allen so gehen. Ich werde diesen Tag nie vergessen.

Bewältigungs-Strategien für Angst

Natürlich habe ich auch heute noch Angst. Durch meine Arbeit an mir selbst habe ich mir eine Grundsicherheit geschaffen, die mich leichter durchs Leben trägt. Meine Bewältigungs-Strategie ist: Ich identifiziere die Angst und wo sie herkommt. Wenn sie nicht weggeht spreche ich darüber.

Wir lernen Stress-Situationen zu bewältigen indem wir

  • Mit unseren Gefühlen offen umgehen und
  • Unsere persönliche Situation aktiv verändern

1. Sich der Angst stellen

Es ist wichtig zu evaluieren: Warum habe ich Angst? Ist meine Reaktion angemessen? Ich merke meist daran, dass ich überreagiere, dass mehr an einer Situation dran ist als an der Oberfläche zu sehen ist. Dann lohnt es sich genauer hinzuschauen.

Um mich meiner Angst zu stellen brauche ich genug innere Sicherheit. Ich brauche das Wissen, dass mir nichts passiert, wenn ich meiner Angst Raum gebe. Diese Sicherheit bekomme ich, indem ich mich mehr kennenlerne und akzeptiere.

Wir können immer nur ein Gefühl gleichzeitig haben

Gefühle sind dynamisch. Sie dauern ein bis zwei Minuten an, dann sind sie weg, wenn wir sie gehen lassen. Das ist schwer zu glauben, weil wir uns so daran gewöhnt haben negative Gefühle immer wieder zurückzuholen und sie damit immer wieder zu aktivieren. Wir halten Gefühle auch fest, wenn wir gegen sie ankämpfen oder sie unterdrücken.

Dass wir nur ein Gefühl gleichzeitig haben können wir gut für die Angstbewältigung nutzen indem wir die Aufmerksamkeit auf andere Dinge lenken.

2. Mein Lieblingsgefühl: Dankbarkeit

Seit ich jeden Tag mit Dankbarkeit beginne schätze ich meine Mitmenschen viel mehr: Den Kassierern in unserem Supermarkt habe ich schon lange vor Corona meine Dankbarkeit für ihre Arbeit gezeigt.

Langsam hat das auch Auswirkungen auf meine Selbstwahrnehmung. Ich weiß mich mehr zu schätzen und bin dankbar dafür, dass ich da bin. Ich fühle deutlich weniger Mangel und Nicht-genug sein. Das entspannt.

3. Soziale Unterstützung

Freunde und Familie sind wichtige Unterstützungsfaktoren. Sie müssen noch nicht einmal im selben Zimmer sein wie wir. Allein das Gefühl, dass jemand für uns da ist, reicht oft aus.

4. Gehen ins Hier und Jetzt

  • Bewegung
  • Meditation
  • Natur

5. Neue soziale Kontakte in Corona Zeiten

Social Distancing heißt nicht, dass wir keine neuen Leute kennenlernen: Meine Workshops gebe ich im Moment über Skype in Kleingruppen. Hier bin ich über meinen Schatten gesprungen und biete sie zum ersten Mal online an.

Ein junger Teilnehmer, halb so alt wie ich vermisste schmerzlich soziale Kontakte. Er meinte, seine Generation chattet lieber als sich am Telefon oder über Video zu unterhalten. Nachdem ich ihn ein paarmal erlebt habe, habe ich ihn spontan Ostern zu uns nach Hause eingeladen. Hauptsache meine Familie war einverstanden.

Ich ließ meine Familie ihn per Skype kennenlernen und bekam das ok. Wir haben zusammen gegessen und sind lange spazieren gegangen. Eine sehr interessante Begegnung für alle Seiten.

6. Das wertschätzende Miteinander hilft weiter

Beispiel: Meine erste Über mich Seite

Mit meiner Energiearbeit sichtbar zu werden war sehr schwierig für mich. An meiner Über mich Seite für meine Webseite bin ich fast verzweifelt. Ich habe mich auf die Suche nach Hilfe gemacht und sie in einer Meetup-Gruppe gefunden. Dort haben wir uns gegenseitig unterstützt bei Dingen, bei denen wir alleine nicht weiterkamen. Ich habe dort zum ersten Mal wildfremden Menschen erzählt was ich tue und sie sind nicht schreiend davon gelaufen.

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Dauerhaft mit Angst umgehen bedeutet flexible neurologische Wege anlegen

Wir können besser mit unseren Ängsten umgehen, wenn wir dafür sorgen, dass wir ein weit verzweigtes Wegenetz mit Bewältigungs-Strategien anlegen und pflegen.

Diese verzweigten Wege brauchen wir um mit den vielen Veränderungen fertig zu werden, die auf uns warten. Der Klimawandel hat wegen der Pandemie nicht aufgehört zu exisitieren.

Flexible Denkweisen bedeuten Offenheit und Akzeptanz

Wir alle kennen Menschen, die wir für engstirnig halten. Sie reagieren vorhersehbar und immer nach dem gleichen Muster. In Ausnahmesituationen ist das nicht hilfreich. Wir sollten so viele Lösungsmöglichkeiten wie möglich sehen können.

Wir haben nicht erst seit Corona Angst. Wir erleben aber zum ersten Mal kollektive Angst über den gesamten Erdball.

Keiner kann sich dem entziehen, weil die allgemeine Unruhe überall ist. Sie verdeutlicht: Wir sind alle miteinander verbunden. Wir haben das gemeinsam erschaffen. Ob wir das wollten oder nicht, ob wir uns dessen bewusst waren oder nicht.

Schauen wir uns die Informationen genau an, die wir uns jetzt präsentieren:

  • Was können wir über uns persönlich lernen?
  • Warum sind wir Teil dieses Events?
  • Was motiviert uns jetzt?
  • Was ist und bleibt wichtig für uns?
  • Wie verändern sich unsere Glaubensüberzeugungen?

Mundschutz Inge selbstgemacht

Die Pandemie ist unbequem und anstrengend. Es hilft nicht über eine unsichere Zukunft zu spekulieren. Sie gibt uns aber die Chance nötige Veränderungen, die wir dringend brauchen, zu beschleunigen. Wir leben in spannenden Zeiten, lasst sie uns nutzen!

Momentan haben es besonders Hochsensible schwer. Ich begleite Dich gerne und helfe Dir dabei, Dich abzugrenzen. Wenn Du Unterstützung brauchst, kannst Du live mit mir  oder per Videokonferenz arbeiten.

Infos:

Mehr Artikel von mir zum Corona-Komplex findest Du hier:

Bilder: Privat und Pixabay

© Inge Schumacher

Faszination Island

Als Michelle mich fragte ob ich bei ihrer Blogparade über die Faszination Skandinavien mitmachen möchte habe ich mich gefreut: Ich konnte mich ausgiebig mit meinem Lieblingsland beschäftigen.

Es gibt Orte auf der Erde zu denen wir uns hingezogen fühlen. Bei mir ist das Island. Ob Island zu Skandinavien gehört ist umstritten. Aber die Botschaft des Inselstaates in Berlin teilt sich ein Gebäude mit Dänemark, Norwegen, Schweden und Finnland.

Inhaltsübersicht

  • In diesem Artikel erzähle ich Dir was ich an Island besonders schätze
  • Ich beantworte die Frage für wen Island das richtige Reiseland ist
  • Du bekommst außerdem einen Einblick in die Kultur und Besonderheiten des Landes
  • Abgerundet wird der Artikel mit vielen Tipps

Island rief mich immer wieder

Bevor ich zum ersten Mal in Island war hatte ich so ziemlich jede Dokumentation gesehen, die es gab. Jahrelang kam jedes Mal wenn ich den Fernseher anmachte etwas über Island. Als mir das auffiel, begriff ich: Da muss ich hin. Ich hatte vorher keinerlei Kontakte zu diesem Land.

Ich wusste, dass ich Island langsam entdecken wollte. Über viele Ecken bekam ich Kontakt zu einer Isländerin, die mit kleinen Gruppen in Island unterwegs war. Als ich die Reise losging kam mein drittes Kind gerade in den Kindergarten und mein Mann übernahm für zwei Wochen meine Familienpflichten.

Der Islandvirus ist unheilbar

Als ich vom Flugzeug aus zum ersten Mal auf Island heruntersah, hatte ich Tränen in den Augen. Der Islandvirus hatte mich voll erwischt. Der ist unheilbar und bringt mich dazu, immer wieder hinzufahren. Ich war jetzt viermal dort, davon zweimal mit meiner Familie, die ich erfolgreich angesteckt habe.

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Vom Glück der Langsamkeit

Viele Touristen düsen in 7 bis 10 Tagen auf der Ringstraße einmal rund um die Insel. Sie haken so die wichtigsten Sehenswürdigkeiten, die in Island Naturschönheiten wie Wasserfälle, Berge oder Tiere (z.B. Wale oder Papageientaucher) sind, im Schnelldurchlauf ab.

Ich rate von solch einer Tour ab. Das Land ist so überwältigend und liefert so viel Input, dass Du Dir Zeit zum Verarbeiten und zum Entdecken gönnen solltest. Es lohnt sich.

Ist Island ein passendes Reiseziel für Dich?

Die Reaktionen auf Island sind sehr unterschiedlich. Island polarisiert: Entweder Du liebst es oder Du hasst es.

Island ist nicht geeignet für Dich wenn Du

  • Wärme und immer blauen Himmel brauchst: Selbst im Sommer gehören Mütze und Handschuhe zur Grundausrüstung
  • Keinen Wind magst
  • Im Urlaub kein Auto oder Bus benutzen willst

Island ist das richtige Reiseziel für Dich, wenn Du

  • Keine Angst vor Regen und Kälte hast
  • Die Natur liebst
  • Pferdenarr bist

Pferde Island

Islandurlaub mit der Familie

Wir haben uns Häuser an verschiedenen Orten gemietet und von dort aus die Gegend erkundet. Es gibt  auch viele gute AirBnB´s. Eine günstigere Möglichkeit ist Camping. Dazu sollten Du und Dein Gepäck wasserfest sein.

Island ist teuer

Eine Reise nach Island ist eine Investition. Günstige Flüge sind bei rechtzeitiger Buchung ab 350 € zu haben. Autos, Gästehäuser, Camper das alles kostet viel Geld. Auch das Einkaufen ist teuer – ganz geschweige von den Restaurants.

Island mit kleinem Budget

Ich bin trotzdem nach Island gefahren als kein Geld für eine Reise da war: Ich habe dort gearbeitet. Über Facebook habe ich eine Frau kennengelernt, die jemanden gesucht hat, der mit ihr Workshops für Frauen in den Westfjorden macht. Da habe ich ganz laut „Hier“ gerufen.

Viele Pferdeliebhaber arbeiten im Sommer auf den vielen Pferdehöfen im Land. Aufgrund des Touristenbooms gibt es auch jede Menge Jobs für Servicepersonal. Es gibt Jobbörsen auf Facebook und im Internet.

Als Familie waren wir bisher im März und im Mai in Island weil im Sommer die Autos und Unterkünfte noch viel teurer sind.

Die Hauptstadt Reykjavík

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Hallgrimskirche in der Mitternachtssonne

Die Hauptstadt von Island hat 120.000 Einwohner. Zwei Drittel der 320.000 Isländer wohnen in ihrem Umkreis. Die Stadt hat viel zu bieten: Es gibt einen hübschen Stadtkern und man kann sich günstig mit Verpflegung eindecken. Den Zauber von Island kann ich dort aber nicht finden.

Beim ersten Besuch mit Familie habe ich meinem Lieben die wichtigsten Sehenswürdigkeiten gezeigt. Am nächsten Tag wollten alle gleich weiterfahren und beim zweiten Mal haben wir dort gar nicht angehalten.

Das geht nicht jedem so. Ein Bekannter von mir fährt jedes Jahr im November zum mittlerweile sehr bekannten Iceland Airwaves Festival.

Das wahre Island

findet man auf dem Land: Auf der Halbinsel Snaefellsnes, den Westfjorden, dem Norden oder dem Osten. Kleine Dörfer und die weite Landschaft kann man dort ausgiebig genießen und sieht oft stundenlang keine anderen Menschen.

Was ich an Island liebe

  • Die Weite, die klare Luft und die Natur. Es gibt überall Freiluft-Schwimmbäder.
  • Frischen leckeren Fisch bekommt man in jedem Supermarkt.
  • Ich kann hier wunderbar zur Ruhe kommen und Ballast loslassen. Das ist für mich Erholung pur.

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Hraunfossar, mein Lieblingswasserfall

Meine persönlichen Highlights

  • Stundenlang im Gras oder auf einem Lavabrocken sitzen und einfach nur sein
  • Killerwale in der Mitternachtssonne vom Strand aus beobachten
  • Bekanntschaft mit Elfen machen

Zukunftsmusik: Was ich in Island noch vorhabe

  • Nordlichter sehen
  • Das Hochland erkunden
  • Wieder Seminare geben

Wenn die Kinder groß sind möchte ich zusammen mit meinem Mann ein paar Monate im Jahr in Island leben und arbeiten. Deswegen lerne ich seit 4 Jahren Isländisch. Das ist nicht einfach, macht mir aber viel Spaß. (Bild). Momentan bin ich auf Kinderbuchniveau.

Isländische Kultur

Isländer sind Kämpfer

Die Isländer haben seit der Besiedlung durch die Wikinger ums Überleben gekämpft. Ihr Land ist karg. Erst seit der Erwärmung durch den Klimawandel kann dort Getreide wachsen. Die heißen Quellen werden erst seit knapp hundert Jahren zum Heizen für Schwimmbäder und Gewächshäuser genutzt.

Durchsetzungsstärke

Isländer leben heutzutage neben dem Tourismus noch hauptsächlich vom Fischfang. Von 1952 bis 1975 haben sie zur Sicherung ihrer Fischereigründe die Fangzonen eigenmächtig immer weiter ausgedehnt. Es gab dadurch viele Auseinandersetzungen mit den europäischen Nachbarn, die 1972 im berühmten Kabeljaukrieg mit Großbritannien endeten.

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Fisch hängt zum Trocknen

Anpassungsfähigkeit

Isländer arbeiten viel und haben oft mehrere Jobs. Sie haben gelernt zu improvisieren. Wenn das Wetter mal wieder Kapriolen schlägt passen sie sich an. Es bleibt ihnen gar nichts anderes übrig. Dadurch hat sich eine Kultur des: Kommst Du heute nicht kommst Du morgen etabliert. Auf Isländisch heißt das: Þetta reddast. Die Übersetzung lautet: Das wird schon. Ausländische Unternehmen bringt es oft zur Verzweiflung, wenn Abmachungen und Termine wieder nicht eingehalten werden.

Aber das Wetter war gerade gut und man hat der Familie auf dem Bauernhof geholfen oder man musste den Schneepflug fahren, um die Straße wieder passierbar zu machen. Wenn man in Island etwas organisieren will muss man viel Geduld mitbringen.

Kreativität

Die Winter in Island sind lang und dunkel. Vielleicht sind deswegen so viele Isländer Künstler. Mir kommt es vor als ob dort jeder Autor, Musiker oder bildender Künstler ist. In einheimischen Wohnungen findet man vielleicht deswegen auch so viele Originalkunstwerke. Um von ihrer Kunst zu leben, müssen die Isländer in Ausland reisen. Der einheimische Markt ist viel zu klein.

Reisen erweitert den Horizont

Während der langen dänischen Herrschaft konnte nur in Dänemark studiert werden. Dänisch ist immer noch – zusammen mit Englisch – die erste Fremdsprache in den Schulen. Auch heute kannst Du etliche Isländer in Kopenhagen treffen.

Viele Isländer wohnen und arbeiten zumindest für ein paar Jahre im Ausland. Nicht umsonst bedeutet ein isländisches Wort für dummzuhause geblieben“. (heimskur). Den eigenen Horizont erweitern kann nur, wer auch mal von der Insel runterkommt.

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Tipps

Island ist begehrt

Island ist in den letzten Jahren populär geworden. Der goldene Zirkel (Gullfoss, Geysir und Þingvellir), die Wasserfälle im Süden und die warmen Quellen sind jetzt auch außerhalb der Sommermonate gut besucht. Oft stapeln sich dort die Busse. Anschauen solltest Du Dir diese Orte trotzdem. Fahre azyklisch und meide die Zeiten von 10.00 -17.00 Uhr, wenn die meisten Busse unterwegs sind.

Die berühmte blaue Lagune hat sich zu einer überteuerten Touristenfalle entwickelt. Es gibt zum Glück genug Alternativen: Fast jedes Dorf hat ein Schwimmbad, in dem sich die Einheimischen zum Klönen treffen.

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Das Schwimmbad in Þingeyri (Westfjorde) – mit Aussicht

Hör auf die Isländer

Einheimische Rettungskräfte riskieren immer wieder ihr Leben um Touristen aus brenzligen Situationen retten. Wenn abgeraten wird Auto zu fahren, dann solltest Du das auch lassen. Wir können uns die extremen Wetterbedingungen dort nicht vorstellen. Im Sturm werden Autos wirklich von der Straße gepustet!

Lass Dich bei der Reiseplanung von Islandexperten beraten

Gute Reisebüros geben Euch ausführliche Tipps für die Reise, für Kleidung etc. Ich kann Dir Contrastravel empfehlen. (Das ist unbezahlte Werbung.) Sie sind spezialisiert auf Nordlandreisen und ich kenne sie als zuverlässig und kompetent. Sie haben mir bei den Vorbereitungen zu unserer letzten Reise geholfen und sind im forum anders reisen organisiert, das Wert auf nachhaltigen Tourismus legt.

Buchtipps für Islandfans und solche die es werden wollen

Jetzt in Coronazeiten hast Du vielleicht Zeit und Lust von und über Island zu lesen

Island ist mein Sehnsuchsort

Wenn Du die Natur liebst, Dir die Unwägbarkeiten des Wetters nichts ausmachen und Du Dich gut vorbereitest ist ein Islandurlaub ein unvergessliches Erlebnis. Mir haben die Islandreisen bei entscheidenden Schritten in meiner persönlichen Entwicklung geholfen. Auch darum liebe ich dieses Land und werde immer wieder hinfahren.

Ich arbeite als Heilpraktikerin und Expertin für Energiearbeit. Nicht umsonst finden sich auf meinen Visitenkarten, meiner Webseite, meiner privaten Facebookseite und in meiner Praxis Bilder von Island:

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Blick in meine Praxis mit dem großen Islandbild

Es hat mir sehr viel Freude gemacht gedanklich einmal wieder in die Weite und die klare Luft Islands zu reisen.

Weitere Artikel von mir über Island findest Du hier:

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© Inge Schumacher

Bilder: privat

 

Grenzen und Grenzerfahrungen

Das Thema Grenzen ist durch die Corona-Pandemie sehr aktuell. Wir beschäftigen uns alle täglich mit Ländergrenzen, Distanz und Nähe.

Energie kennt keine Grenzen

Energie erreicht ihre Adressaten immer. Gute Wünsche kommen genauso an wie schlechte. Was viele von uns nicht wissen: Die Energie, die wir losschicken hat auch Auswirkungen auf uns selbst.

Wünschen wir jemanden wutschnaubend dahin wo der Pfeffer wächst, dann fühlen wir dieselbe Aggression. Sterben Flüchtlinge auf dem Mittelmeer dann leiden wir mit, egal ob wir uns dessen bewusst sind oder nicht.

Wenn Du die Wunder und das Schöne im Leben sehen kannst, dann siehst Du immer mehr davon.

Beispiel Wahrnehmung:

Wenn eine Freundin schwanger ist, sehe ich plötzlich überall Schwangere. Waren die vorher nicht da? Natürlich waren sie da. Sie sind mir nur nicht aufgefallen. Ich habe sie nicht wahrgenommen und sie waren dewegen in meiner Realität nicht vorhanden. So bestimmt unsere Wahrnehmung unsere Realität.

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Unsere Aufmerksamkeit ist ein Magnet

Wir erschaffen mehr von dem, auf das wir uns konzentrieren. Das ist das Gesetz der Anziehung. Optimisten, die positiv in die Welt schauen werden oft positiver und Pessimisten negativer. Denn wir sorgen selbst dafür, dass sich unsere Weltanschauungen bestätigen.

Unsere Wahrnehmung hat Grenzen

Leider ist unsere Wahrnehmung begrenzt. Unser Gehirn schützt uns dadurch vor zu viel Input.

Aber die Wahrnehmung lässt sich trainieren. Je mehr wir merken, welche Energien wir spüren und welche wir aussenden umso mehr können wir das steuern. So bekommen wir mehr Einfluss auf unsere Wirklichkeit und können sie aktiv nach unseren Vorstellungen gestalten.

Die eigene Wahrnehmung zu erweitern macht Spaß

Meine Wahrnehmung versuche ich täglich zu erweitern. Das Undenkbare denken, der Phantasie freien Lauf lassen, das finde ich spannend. Deswegen liebe ich Science Fiction und schreibe einen Blog über die Märchendimension. Da vermittle ich, dass alle Märchen wahr sind: In einer anderen Realität. Du musst nur ein wenig Englisch können.

Warum beeinflussen uns Energien von außen?

Durch die Corona-Krise merken viele von uns, dass sie von den turbulenten Energien um sie herum beeinflusst werden. Die Unruhe sickert durch die Wände und ist viel ansteckender als der Virus. Auch ich muss mich immer wieder bewusst davon abgrenzen.

Wir können gerade wunderbar üben, das Wissen wie wir unsere Realität erschaffen in die Praxis umzusetzen. Meine Familie und ich tun das. Klappt das immer? Nein, aber immer besser.

Wir setzen jeden Tag positive Highlights und kommunizieren wie es uns geht. So unterstützt jeder jeden und damit geht es uns allen ganz gut.

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Alles hängt mit allem zusammen

Jedes Teilchen in unserem Universum ist irgendwie mit jedem anderen verbunden.

Viele Wissenschaftler untersuchen seit Jahrzehnten dieses Feld, das uns alle verbindet. Sie nennen es das Quantenfeld. Lynne Mc Taggert hat in ihren Büchern zum Beispiel viele wissenschaftliche Experimente gesammelt, die das Vorhandensein dieses Feldes beweisen. Sie macht außerdem seit Jahren auf ihren Veranstaltungen spannende Experimente mit ihren Zuhörern.

Wir brauchen Grenzen um unsere Persönlichkeit zu entwickeln

Um uns kennenzulernen und unsere Identität und damit unsere Persönlichkeit zu entwickeln müssen wir als Kinder unsere Grenzen spüren lernen: Wir müssen lernen wo wir anfangen und aufhören.

Erst dann sind wir sicher genug, um uns zu öffnen: Für andere Menschen, neue Ideen oder fremde Energien. Wir können uns dann mit anderen teilen.

Unsicherheit verursacht Grenzen

Wenn wir unsicher sind greifen wir zur bewährten Methode der Abgrenzung und ziehen uns zurück. Momentan begrenzen die Regierungen unsere Bewegungsfreiheit und isolieren uns weil sie keine andere Möglichkeit sehen.

Viele von uns fühlen sich deswegen allein und verlassen. Wir fühlen den Schmerz des Abgeschnitten-Seins. Es gibt zwar viele virtuelle Alternativen, in Kontakt zu bleiben, es ist aber nicht dasselbe.

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Blogparade über Grenzen

Ich bedanke mich bei allen Autoren für ihre Beiträge zur Blogparade. Es sind viele wunderbare Inspirationen zusammengekommen.

Ich stelle im Folgenden die Artikel und ihre Autoren vor. Ein paar Beiträge sind leider der Technik oder der Corona-Krise zum Opfer gefallen. Schnupper bitte rein, es lohnt sich.

1. Grenzen überschreiten

Margaretha Schedler teilt mit ihrem Artikel: Herausforderungen lassen Dich wachsen ein prägendes Beispiel aus ihrer Kindheit mit uns. Sie arbeitet sehr schön heraus, wie ambivalent sie diese Grenzüberschreitung erlebt hat.

Ihre Erfahrung zeigt, dass Grenzüberschreitungen positiv und negativ sein können. Auf der einen Seite ist sie herausgefordert worden und hat gelernt, dass sie über sich selbst hinauswachsen kann. Auf der anderen Seite hätte sie auch traumatisiert werden können.

Margaretha ist Autorin des Lebensschatzkistenblogs. Bei ihr findest Du viele persönliche Geschichten, aus denen Du viel mitnehmen kannst.

2. Abenteuer im Ausland

Michelle hat in ihrem Auslandssemester ihre Komfortzone verlassen und Grenzen überschritten.

Mit faszinierenden Bildern erzählt sie von ihren Herausforderungen in diesen sechs Monaten: Das erste Mal ist sie in Asien und das ganz alleine: Ihr Freund wartet auf sie zu Hause. In dieser Zeit hat sie viele Landes-Grenzen überwunden und sich auf viel Neues eingelassen. Ihr Fazit: Sie würde es jederzeit wieder tun.

Michelle ist Doktorandin aus Oldenburg. Sie liebt den Norden – so wie ich. Was bei mir Island ist, ist bei ihr Finnland. Sie hat ihren Travel-Blog folgerichtig nach einem Titel der Band North Alone: The road most traveled benannt.

3. Gesunde Abgrenzung

Sylvia widmet sich der Gesunden Abgrenzung. In ihrem Artikel wird deutlich in wie vielen Bereichen wir auf unsere Grenzen achten können und wie wir mit ihnen umgehen.

Aber wie merken wir, wo diese Grenzen sind? Viele von uns gehen schon so lange immer wieder über ihre Grenzen, dass wir gar nicht mehr spüren, wenn unser Körper uns einen dringend benötigten Stopp signalisiert.

Sylvia zeigt wie wir lernen können unsere Grenzen zu bemerken und dadurch besser für uns zu sorgen. Sie bietet auch Übungen an. Sylvia veröffentlicht ihre Blogartikel auf der Webseite Lebensfreude Academy.

4. Grenzerfahrungen

Susi Salomon hat den sehr persönlichen Beitrag Grenzerfahrungen beigesteuert. Sie erzählt, wie sie mehrere Burnouts gemeistert hat. Sie hat gelernt, dass sie immer wieder ihre eigenen Grenzen verletzt hat. Folgende Glaubenssätze haben das verursacht: Ich muss stark sein und ich muss es allen Recht machen. Susi beschreibt authentisch die Folgen dieses über die Grenzen Gehens.

Hand aufs Herz: Da ist sie nicht allein. Das kennen viele von uns. Erst kürzlich ist mir klar geworden, dass Schwäche zulassen eine Stärke für mich sein kann.

Susi bietet neben ihrem Blog Stehaufweibchen auch einen Podcast an.

5. Grenzenlose Gedanken und grenzenlose Worte

Ich kenne Anna Koschinski durch ihre Facebookgruppe, aus der ich schon viele Inspirationen mitnehmen durfte. Ich schätze auch den wertschätzenden Umgang dort. Anna unterstützt hauptberuflich Blogger und alle, die es werden wollen. Ohne sie hätte ich viel länger gebraucht, um meine erste Blogparade ins Leben zu rufen.

Anna beschäftigt sich in ihrem Artikel mit grenzenlosen Gedanken. Sie macht darauf aufmerksam, dass unsere Gedanken und damit unsere Möglichkeiten nur von uns selbst begrenzt werden. Das vertrackte daran ist, dass wir oft selbst nicht merken dass und wie wir uns begrenzen. Wir können das aber lernen und Anna macht es uns vor.

Sie weist außerdem drauf hin, dass nicht alle Grenzen zum Einreißen da sind. Grenzen haben auch eine Funktion: Gerade unsere körperliche Grenzen zu beachten ist für uns alle wichtig, um langfristig gesund zu bleiben.

6. Grenzen, die das Leben schreibt

Tonia hatte als erste einen tollen Beitrag aus ihrem Arbeitsleben als Fotografin geschrieben. Als ich ihren Artikel nicht wiederfand, hat sie mir erzählt, dass er im Zuge des Umzugs auf ihre neue Webseite verschwunden ist. Das ist sehr schade. Ich freue mich aber schon auf die nächsten Artikel auf ihrer Webseite Lebensbilder.

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Fazit meiner Blogparade Grenzen

Gemeinsam sind wir stark. Diese Blogparade wird nicht meine Letzte sein. Es hat Spaß gemacht und ich habe meinen Horizont erweitert:

  • Ich habe interessante Kollegen und ihre
  • Blogs kennengelernt
  • Ich freue mich über die Vielfalt an Ideen und
  • Stelle wieder fest, dass wir alle voneinander lernen können

Authentische Geschichten zu lesen und zu teilen sind ein wichtiger Teil meiner Persönlichkeitsentwicklung geworden.

Herzlichen Dank Euch allen!

Ich habe zur Bogparade auch eine 5-Minuten Inspiration auf Upspeak aufgenommen.

Bilder: Privat und Pixabay

© Inge Schumacher

 

Corona: Wie Du in Deiner Mitte bleibst

Wir erleben gerade, wie sehr wir auf dieser Erde zusammen gewachsen sind. Grenzen interessieren ein Virus nicht. Meine Blogparade Grenzen hat dadurch eine unerwartete Aktualität erhalten.

Angela Brauer hat eine Blogparade ins Leben gerufen, die sich mit dem Thema Krisen beschäftigt. Sie sammelt Artikel, die Mut machen. Da passt dieser Artikel gut. Ich erkläre, warum wir uns Vieles gerade so schwer fällt und gebe Impulse was wir dagegen tun können.

You can read this article in English here.

Die Energien in unserer Umgebung sind viel ansteckender als der Virus. Wir können uns dem Geschehen nicht entziehen. Selbst wenn wir uns in der Wohnung einschließen und nicht herausgehen bekommen wir die allgemeine Unruhe mit. Sie diffundiert quasi unbemerkt durch die Wände.

Die turbulenten Energien stören unsere Technik. Momentan spinnen meine elektronischen Geräte manchmal und Telefonleitungen brechen öfter zusammen.

Es regiert die Angst vor Corona

Die Regierungen haben Angst und reagieren deswegen so stark auf den Virus. Auch deswegen begrenzen sie das öffentliche Leben. Das scheint im Moment sinnvoll zu sein. Ich lade Dich ein, trotzdem kritisch zu hinterfragen, was da gerade passiert.

wenn wir isoliert sind und Angst haben, dann sind wir besonders gut manipulierbar.

Die Währung von Kontrolle ist Angst. Das könnte künftig vielleicht ausgenutzt werden.

Ich plädiere deswegen dafür unsere Angst bewusst wahrzunehmen und Verantwortung für die eigene Befindlichkeit zu übernehmen. Wir müssen nicht in Angst versinken. Wir können aktiv etwas dagegen tun.

Collage Balance
Meine Tochter Katharin hat eine passende Collage erschaffen.

Weniger Strukturen ergeben mehr Unsicherheit

Unsere gewohnten Strukturen werden uns gerade genommen weil Schulen und Betriebe geschlossen sind. Für viele Menschen sind diese Strukturen sehr hilfreich. Fallen sie weg, verursacht das Unsicherheit. Diese Unsicherheit fördert zusätzlich die allgemeine Angst.

Meiner Meinung nach müssen wir langfristig ohnehin lernen alleine für unsere Strukturen zu sorgen. Das können wir jetzt gut üben.

Du kannst Dir selbst helfen

Die allgemeine Angst geht auch an mir nicht spurlos vorbei. Was mir hilft damit umzugehen ist, möglichst bewusst zu sein. Angst nicht wahrzunehmen oder zu negieren macht sie nur noch schlimmer.

Ist Dir aufgefallen, dass es momentan einfacher ist wütend zu werden?

Beobachte Dich und die Menschen in Deiner Umgebung bitte genau. Mein sonst so ruhiger Mann ist aufgeregter als sonst. Auch bei mir habe ich das festgestellt und mich gewundert. Dabei ist unerheblich, ob wir einen guten Grund dafür haben uns aufzuregen. Zum Beispiel weil

  • Der Nachbar laut ist
  • Trump wieder einen seiner berühmten Tweets losgelassen hat oder
  • Die Lage der Flüchtlinge in der Türkei und Syrien unhaltbar ist

Das liegt daran, dass wir wegen der Unruhe einfacher Extreme erschaffen. Je länger die angespannte Situation anhält, umso mehr sollten wir deswegen aufpassen was für eine Energie wir ausdrücken.

Fremde Gefühle puffern

Ich versuche genau zu evaluieren woher meine Gefühle kommen: Ich hinterfrage zum Beispiel ob meine Unruhe aus mir oder von außen kommt.

Meine eigenen Gefühle sind Signale, die mich mit wichtigen Informationen versorgen. Gefühle, die von außen kommen kann ich puffern. Das kann ich aber nur, wenn mir bewusst ist, dass sie nicht von mir sind. Deswegen ist mehr Bewusstsein jetzt so wichtig.

Mich rufen Klienten an, die mit der Panik in ihrer Umgebung zu kämpfen haben.

Klienten-Beispiel: Im Hamsterrad

Eine Klientin wandte sich an mich weil sie aus ihrem Sorgen-Hamsterrad nicht herauskam. Sie hatte große Angst davor was sie mit ihrem Hund in einer möglichen Ausgangssperre machen soll.

Wir stellten fest, dass sie nicht im Hier und Jetzt war. Wir arbeiteten auch heraus, dass sie ihre Ängste an ihrem Hund fest macht. Das ist ein natürlicher Vorgang. Angst will ausgedrückt werden und deswegen machen wir sie an etwas Konkretem fest.

Viele von uns machen unsere Ängste an Menschen fest, die uns nahe stehen. Viele Kinder rufen jetzt öfter bei ihren Eltern an und umgekehrt. Ich tue das auch. Es hilft mir dabei mich wohlzufühlen.

Nach unserem Gespräch war sich meine Klientin bewusster was sie tat und wie sie ihre Ängste ausdrückte. Sie versucht ins Hier und Jetzt zu gehen und sich dort zu verankern, wenn sie merkt, dass sie in eine Angstspirale rutscht.

Schreckensszenarien ausmalen hilft nicht: Dann sind wir in der Zukunft

Wir bringen unseren Körper dann nur dazu von Stresshormonen überflutet zu werden. Unser Blutdruck steigt, wir sind im Flucht- oder Todstellmodus. Diese Reaktion hilft uns aber nicht in der Corona Ausnahmesituation. Vor diesem Virus können wir nicht davonlaufen.

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Der Schlüssel zum Gestalten ist die Gegenwart

Nur im Hier und Jetzt können wir schwierige Situationen angehen. Die einzigen, die für uns selber effektiv sorgen können sind wir. Das sollten wir uns gerade jetzt klar machen. Je wohler wir uns fühlen desto sicherer ist die Basis, auf der wir stehen. Das hilft uns dabei, die Unruhe um uns herum besser auszuhalten.

Wie bleibe ich in meiner Mitte?

Ich überlege gemeinsam mit meiner Familie was uns gut tut. Wir setzen kleine Highlights und arbeiten daran, dass unsere Stimmung positiv bleibt. Wir drücken unsere Ängste aus und überlegen was wir konkret tun können.

Wir strukturieren unseren Tag: Morgens sitze ich mit den Kindern am großen Tisch und jeder widmet sich seinen Aufgaben. Mein Kleiner hat danach frei und die Mittlere bereitet sich auf den Realschulabschluss vor.

Da gutes Essen die Moral hebt gibt es bei uns jeden Tag etwas Besonderes zu essen:

  • Gemeinsam schnippeln wir einen großen Obstsalat (siehe Beitragsbild)
  • Selbstgebackenes Baguette
  • Waffeln
  • Tacos
  • Pfannkuchen

Panik zu haben ist okay

Da ich versuche bewusster zu sein erkenne ich schnell: Aha, ich habe gerade einen Panikmoment. Dann gehe ich sofort ins Hier und Jetzt. Es gibt keinen Grund für mich Angst zu haben: Der Kühlschrank ist voll und der Familie geht es gut. Im Hier und Jetzt bin ich schnell raus aus dem Sorgen-Hamsterrad.

Socken

Wie komme ich schnell ins Hier und Jetzt?

Angst ist zum Glück nur ein Gefühl. Ein Gefühl, das die Zukunft antizipiert und schnell verschwindet, wenn wir es gehen lassen. Folgendes kann helfen ins Hier und Jetzt zu kommen:

1. Den Körper bewegen

Bewegung hilft uns, uns selbst zu besser zu spüren. Dann ist es einfacher uns von den herumschwirrenden Energien abzugrenzen.

Arbeiten in Haushalt und Garten dokumentieren für mich Normalität.

2. Dinge tun, die Spaß machen:

  • Aufbauende Musik. Ich habe eine Gute-Laune-Playlist.
  • Ablenken: Ich nutze die zusätzliche freie Zeit um zu lesen. Ich liebe es mit einem guten Buch in eine andere Realität einzutauchen. Auch sinnlose Computerspiele machen mir Spaß.
  • Ich trage gute Laune Socken (siehe Bild oben)

3. In Kontakt bleiben

Ich telefoniere regelmäßig mit meiner Familie und meinen Freunden. So nehme ich Teil an ihrem Leben und weiß, wie es ihnen geht.

4. Humor ist wenn man trotzdem lacht

Eine Freundin war erleichtert, mit mir am Telefon lachen und scherzen zu können. Sie meinte, viele Menschen mit denen sie zu tun hat hätten ihren Humor verloren. Anscheinend bin ich mit wunderbaren Freunden und Bekannten gesegnet. Sie haben zwar Angst, können aber trotzdem über sich lachen.

Lachen entspannt die Atmosphäre.

Es ist egal worüber: Also ran an die Komödien. Ich wünsche Dir viel Spaß beim Herumalbern.

Wie gehe ich mit Leuten um, die in Panik sind?

Es hilft nichts, zu sagen: Reg Dich nicht auf, das ist alles nicht so schlimm. Wenn unser Gegenüber in Panik ist, dann bringt das gar nichts. Er fühlt sich nur unverstanden.

Es geht nicht darum ein Echo für diese Menschen zu sein und sie in ihrer Panik zu bestärken. Es kommt darauf an, ihre Wirklichkeit und damit sie ernst zu nehmen. Dadurch drücken wir Unterstützung und Mitgefühl aus. Wir sind dann mit ihnen auf Augenhöhe. So stellen wir einen guten Kontakt her und können etwas von unserer eigenen Sicherheit mit ihnen teilen.

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Akzeptanz  ist die Tür zu unserem Herzen

Du machst einen großen Unterschied, wenn Du offen und ohne Wertung Deinen Mitmenschen gegenübertrittst. Du kannst so die Wirklichkeit viel stärker positiv verändern als Du glaubst.

Ich benutze dafür gerne das Bild von den kreisförmigen Wellen, die ein Stein auslöst, der in einen Teich geworfen wird. Alle, die für sich sorgen und Akzeptanz ausstrahlen sind Vorbilder, die natürlicherweise abfärben.

Konkret etwas tun kann unser Gegenüber aus seinem Ohnmachtsgefühl herausholen.

Stell zum Beispiel die Frage: Was kann ich für Dich tun damit es Dir besser geht?

Beispiel:

Eine Freundin, deren Tochter vor lauter Panik im Dreieck gesprungen ist, ist ruhig geblieben und hat gefragt: Was kann ich tun, damit es Dir besser geht? Die Tochter hat sich gewünscht einkaufen zu gehen. Das haben sie dann gemacht.

Lass Dich von Corona nicht aus Deiner Mitte bringen!

Wir werden alle diesem Virus begegnen, früher oder später. Je mehr Du in Dir ruhst und je sicherer Du Dich dadurch fühlst umso weniger Symptome wirst zu erschaffen.

Bleibe bei Dir und schau auf das, was Du tust. Du musst kein Spielball Deiner Gefühle sein und kannst jederzeit aus Deiner automatischen Reaktion auf sie aussteigen. Ich wünsche Dir mehr Bewusstsein, damit Du weiter gut für Dich und Deine Familie sorgen kannst.

Momentan mache ich viele Fernbehandlungen. Wenn Du Probleme hast in Deiner Mitte zu bleiben unterstütze ich Dich gerne.

Links:

Anna Koschinski hat (im November 2020) folgenden persönlichen Artikel über Stärken stärken und ihre Corona Erfahrungen geschrieben.

Mehr Artikel von mir zum Corona-Komplex findest Du hier:

Der Podcast Wie Du diese Krise meistern wirst von Laura Seiler beschäftigt sich auch mit diesem Thema und vermittelt einige gute Übungen.

Mein Facebook live und meine Inspirations-Podcasts bei Upspeak zum Thema Umgang mit Corona

Bilder: Privat und Pixabay

© Inge Schumacher

Blogparade zum Thema Grenzen

Als ich anfing einen Blogartikel über Grenzen zu schreiben fiel mir auf wie vielfältig das Thema ist. Deswegen habe ich eine Blogparade daraus gemacht.

Ich möchte mit dieser Blogparade Grenz-Geschichten sammeln:

  1. Von Grenzen, die Du überwunden hast
  2. Grenzen, die Du erfolgreich setzt
  3. Grenzen an denen Du gescheitert bist
  4. Wie gehst Du mit Grenzen um?
  5. Welche Strategien hast Du in Bezug auf Grenzen entwickelt?
  6. Hast Du Vorbilder, die Dich inspirieren?

Du kannst Deinen Beitrag auf einer Grenz-Geschichte aufbauen oder auf vielen. Wichtig ist:

Ich hätte gerne Deine Erfolgsgeschichten:

  • Über die kleinen Erfolge, die sonst nie erwähnt werden genauso wie
  • Über die großen Erfolge

Deine Erfolgsgeschichten sollen Mut machen sich mit Grenzen auseinanderzusetzen

Nimm uns in Deinem Beitrag mit in Deinen Prozess. Teile Deine Erfahrungen. Wir können alle davon profitieren.

Zu mir

In meinem ersten Leben habe ich als Diplom-Kauffrau 9 Jahre im Controlling und der Unternehmensberatung gearbeitet.

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Seit 13 Jahren mache ich Energiearbeit. Als Expertin für Unsichtbares unterstütze ich meine Klienten auf ihrem persönlichen Weg. Dabei bin ich Pragmatikerin geblieben.

Ich habe gelernt, dass mein Tun den Unterschied macht, nicht mein Denken. Deswegen sind Erfahrungen so wichtig. In meinem Blog über Persönlichkeitsentwicklung teile ich viele davon.

Ich finde das Thema Grenzen so spannend, weil es uns alle angeht. Wir treffen im Alltag auf die unterschiedlichsten Grenzen. Manche brauchen wir, manche akzeptieren wir und gegen andere kämpfen wir.

Es gibt viele Grenzen

  • Grenzen zwischen Menschen und Ländern
  • Kulturgrenzen
  • Eigene und fremde Grenzen
  • Innere und äußere Grenzen
  • Starre und variable Grenzen
  • Zeitliche Grenzen
  • Grenzen der Kraft und des Wachstums
  • Grenzen des guten Geschmacks: Über die kann man sich wunderbar streiten

Inspirations-Fragen für Deinen Beitrag

Grenzen überwinden

  • Wie hast Du gemerkt wo eine Grenze war?
  • Was war Deine Motivation eine Grenze zu überschreiten?
  • Wie hast Du das geschafft?
  • Wie hat sich das angefühlt?

Grenzen setzen

  • Wo und wann stößt Du an Deine persönlichen Grenzen?
  • Wo brauchst Du Grenzen?
  • Wie gehst Du mit Grenzen um?
  • Wann und wo hast Du gelernt Grenzen zu ziehen?
  • Wo schaffst Du das, wo ist es schwierig und wo unmöglich?
  • Wie fühlen sich diese Grenzen an?

Egal ob Du ein Gedicht oder einen Text schreibst oder Dich in Bildern ausdrückst: Ich bin schon sooo gespannt auf Deinen Beitrag!

Wie läuft die Blogparade ab?

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  • Kommentiert hier unter dem Artikel, wenn Ihr dabei seid.
  • Verlinkt Eure fertigen Beiträge mit diesem Blogartikel und weist darin auf diese Blogparade hin.
  • Nach der Blogparade sammele ich alle Beiträge in einem Abschlussartikel, den ich auch in den sozialen Medien teile.
  • Ich werde die Artikel auch in der App Upspeak im Rahmen meiner 5-Minuten-Inspirationen vorstellen.

 

Stop

Meine Erfahrungen mit Grenzen

Die eigenen Grenzen sind dazu da

das Ich zu definieren. Für meine Identität ist es wichtig  zu fühlen, wo ich anfange und aufhöre. Mit einigen Klienten, die sich leicht verlieren, übe ich deswegen die eigenen Grenzen zu spüren.

Wissen wo mein Körper aufhört und wo er anfängt, ist die Basis. Durch Bewegung spüre ich mich und komme leichter ins Hier und Jetzt. Dann ist es einfacher in meiner Mitte zu sein. Erst wenn ich meine Grenzen kenne, kann ich feststellen wo meine Gefühle genau herkommen. Sonst lasse ich mich vielleicht unbemerkt von anderen anstecken.

Grenzen in der Familie

Meine drei Kinder werden älter und das bedeutet für mich mehr Freiheit. Meine Ansprechbarkeit für sie braucht nicht mehr grenzenlos zu sein.

Beispiele:

a. Wozu bin ich bereit?

Ich entscheide im Einzelfall, ob ich abends für meinen immer hungrigen Junior noch eine zweite Mahlzeit zubereite. Genug zu essen ist da: Brot, Obst oder Müsli gibt es immer. Wir haben kürzlich gemeinsam beschlossen, dass ich ihm das Kochen beibringe. Es ist schön zu sehen, wie stolz ihn das macht.

b. Wenn ich arbeite, arbeite ich

Mittlerweile schätzen meine Kinder, dass ich einen Beruf neben meinem Mama-sein habe. Sie merken wie viel Spaß und Erfüllung mir meine Arbeit bringt und dass das auch ihnen zugutekommt. Sie respektieren deswegen meine Grenzen.

Beispiel: Grenzen setzen in meinem Beruf

Ich biete meinen Klienten bei Bedarf eine kostenlose telefonische Folgebetreuung an. Meist geht es um kurze Fragen und ein wenig Begleitung. Das tue ich gerne. Letztens hat eine Klientin meine Grenze für wiederholte telefonische Nachfragen überschritten. Ich habe das frühzeitig gemerkt und klare Verhältnisse geschaffen.

Das hatte den Vorteil, dass ich weder sauer auf mich noch auf sie war, weil es mir zu viel wurde. Sie war nicht begeistert, aber damit konnte ich gut leben. So können wir weiter zusammen arbeiten.

Meine inneren Begrenzungen

Ich glaubte, dass ich das Steuer meines Lebensautos fest in der Hand hielt. Bis mein Mann mich fragte, was ich an meinem 50. Geburtstag tun möchte. Am Meer picknicken, antwortete ich spontan. Im selben Moment sagte meine innere Stimme: Das geht nicht. Im Februar ist es viel zu kalt an der Ostsee.

Ich war auf eine total überflüssige innere Begrenzung gestoßen. Mir wurde klar, dass da wahrscheinlich noch viele von mir unbemerkte Grenzen sind, die mich in eingefahrenen Bahnen halten.

Weil sie nicht auffallen, sind diese Begrenzungen so tückisch: Sie verstecken sich zum Beispiel hinter unscheinbaren Glaubenssätzen, mit denen ich schon mein ganzes Leben herumlaufe und die ich deswegen nicht hinterfrage. Mit diesen Glaubenssätzen erschaffe ich innere Grenzen, die mich einengen.

Ich habe daraufhin mein Lebensjahrzehnt unter das Motto Bewusst machen und Abbauen meiner inneren Grenzen gestellt.

Grenzen akzeptieren

Es hat fast 10 Jahre gedauert bis ich öffentlich zu meiner Energiearbeit stehen konnte. Meine erste Über mich Seite hat mich fast verzweifeln lassen. Auch heute noch entwickele ich mich in Bezug auf meine Sichtbarkeit langsam. Ich habe gelernt, dass das das Tempo ist, bei dem ich mich wohlfühle. Es ist langsam, aber es überfordert mich nicht.

Schranke auf

Grenzen überwinden

Ich bin in den letzten Jahren viel offener geworden. Mit meinen Blogartikeln, in denen viel Persönliches von mir einfließt, habe ich mich aus meiner Komfortzone gewagt.

So können potenzielle Kunden schauen, ob die Chemie zwischen uns stimmt und eine Zusammenarbeit in Frage kommt.

Ich bin viel sichtbarer geworden:

  • Ich baue mir ein Netzwerk von Therapeuten auf, die auf meiner Wellenlänge sind
  • Ich gebe Workshops über Themen aus der Persönlichkeitsentwicklung

Teile diese Blogparade gerne mit Leuten, die interessante Geschichten zu erzählen haben!

Du kannst vom 15. Februar bis 31. März 2020 mitmachen.

Ich freue mich auf Dich und Deine Erfolgsgeschichte!

Bilder: Privat

© Inge Schumacher

 

Wie Du in Deine Kraft kommst

In Deine Kraft zu kommen bedeutet, dass Du Deine Ressourcen kennenlernst und sie nutzt. Heute nehme ich Dich ein Stück mit auf meinem Weg.

Ich unterstütze meine Klienten mit Energiearbeit. Je mehr ich in meine Kraft komme, desto besser kann ich das tun und umso mehr vertraue ich meinen Fähigkeiten. Ich fühle mich wohler in meiner Haut und bin ruhiger und ausgeglichener. Zum Beispiel weil ich mich nicht mehr angegriffen fühle, wenn etwas Ungeplantes passiert.

Das motiviert mich, immer weiter daran zu arbeiten ganz in meine Kraft zu kommen.

Sicherheit gebe ich mir selbst

Früher habe ich an den Strukturen um mich herum Halt gesucht. Das funktioniert schon lange nicht mehr. Ich habe gelernt, dass ich die Sicherheit, die ich brauche, nur in mir selbst finden kann.

In meiner Kraft sein bedeutet für mich im Idealfall:

  • Ich habe feste Wurzeln gebildet und mich kann so schnell nichts umwerfen
  • Ich habe das Steuer meines Lebensautos fest in der Hand und bin nicht nur Beifahrer
  • Ich fühle mich sicher in mir und in meinem Leben

Wenn wir in unserer Kraft sind, dann können wir die Welt aus den Angeln heben. Dann kann uns nichts und niemand stoppen.

Regierungen und Unternehmen haben kein Interesse daran, uns dabei zu unterstützen in unsere Kraft zu kommen. Wir könnten ja eigenständig denken lernen und hinterfragen dann vielleicht überkommene Regeln.

 

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Wie ich daran arbeite in meine Kraft zu kommen

Ich suche Stellen, wo es bei mir hakt und forsche nach den Ursachen. Hinweise bekomme ich im Alltag: Ich beobachte zum Beispiel meine Gefühle. Die geben mir wichtige Hinweise.

Beispiel: Ängste

Ich habe mich schon vielen Ängsten gestellt: Früher wäre es für mich unmöglich gewesen mit todkranken Menschen zu arbeiten. Dazu musste ich erst mit meiner eigenen Angst vor dem Tod umgehen lernen. Jetzt erlebe ich gerade diese Arbeit als große Bereicherung.

Auf meinem Weg zu meiner Kraft hilft mir:

Ich bin so immer stabiler geworden. Trotzdem merkte ich, dass etwas Entscheidendes fehlte.

Meine Geschichte

Ich bin das Älteste von 4 Kindern. Wir sind oft umgezogen und ich habe immer wieder neu angefangen. Ich habe viel zu viel Verantwortung übernommen. Meine Hochsensibilität habe ich verbuddelt weil mir gespiegelt wurde: Das, was Du wahrnimmst, stimmt nicht.

Dann, wenn ich Unterstützung brauchte, weil ich zum Beispiel Probleme in der Schule hatte, fühlte ich mich allein gelassen. Ich habe früh gelernt alleine stark zu sein und habe mir als Überlebenshilfe einen dicken Schutzpanzer zugelegt.

2003 hatte ich eine Depression. Durch sie habe ich meinen Panzer geöffnet: Ich entdeckte mit Hilfe meiner Therapeutin meine Intuition neu. 2007 fing ich mit der Energiearbeit an. Seither habe ich nach dem Zwiebelprinzip gearbeitet um immer mehr in meine Kraft zu kommen.

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Mit dem Zwiebelprinzip in Deine Kraft

Ich arbeite meine Blockaden, also das was mich behindert, von außen nach innen ab. Je weiter ich ins Innere der Zwiebel komme desto schwerer wird es: Mit vielen Dingen bin ich mein ganzes Leben lang herumgelaufen und glaube daher sie gehören fest zu mir. Das muss aber nicht so sein. Dieses „Eingemachte“ zu hinterfragen ist mühsam. Übrigbleiben soll nur das, was mir wirklich entspricht.

Auf dem Weg zum Herz meiner Zwiebel hilft mir:

  1. Meine Vergangenheit zu akzeptieren
  2. Automatismen wahrzunehmen
  3. Innere Begrenzungen zu sehen
  4. Meine Selbstakzeptanz zu steigern

1. Meine Vergangenheit akzeptieren

In einem langen Prozess habe ich sukzessive Themen aus meiner Kindheit verarbeitet und integriert. Das ist ein Grund, warum ich mich heute so wohl fühle.

2. Im Alltag bin ich oft im Autopilotenmodus

weil sich Aufgaben wiederholen, die ich im Schlaf beherrsche. Dadurch entgehen mir aber wichtige Erkenntnisse. Also Gelegenheiten, notwendige Veränderungen zu erkennen und vorzunehmen.

3. Zu viele Grenzen setze ich mir selbst

Die Begrenzungen, die ich mir selbst setze zu erkennen und abzubauen gibt viel Kraft. Mein Schlüsselerlebnis war, dass nur eine dumme innere Grenze mich davon abhielt meinem 50. Geburtstag im Februar am Strand zu feiern.

4. Meine Selbstakzeptanz steigern

Ich arbeite gerade daran, die Dinge zu akzeptieren, auf die ich nicht stolz bin. Mein langsamer Fortschritt in Bezug auf meine Energiearbeit zum Beispiel. Ich habe fast 10 Jahre gebraucht, bis ich mich getraut habe, offen über meine Berufung zu sprechen.

Was mir noch fehlt um in meine Kraft zu kommen

Mein Frausein

Ich weiß schon lange, dass ein wichtiger Teil von mir noch integriert werden muss. Ich ahnte, dass er etwas mit meinem Frausein zu tun haben könnte.

Ich beschäftige mich deswegen seit drei Jahren mit meiner Weiblichkeit. (Achtung unbezahlte Werbung) Hanna Krohn begleitet mich auf diesem Weg. Sie unterstützt Frauen als Gesundheitspraktikerin für weibliche Sexualität.

In ihrem Frauenkreis hole ich mir einmal im Monat pure Frauenenergie. Das ist eine große Bereicherung. So bleibe ich am Thema dran und das tut mir gut.

Ein persönlicher Durchbruch

Eine Freundin gab mir den Tipp, einen Workshop zu besuchen. (Achtung unbezahlte Werbung) Stefan Meinel testet die Therapieform Therapeutic Touch in Hamburg. Er ist Däne und meint, wir wären dafür viel offener als seine Landsleute. Das bringt meine Vorurteile über uns „ zugeknöpfte“ Deutsche und die „offenen“ Skandinavier schön durcheinander.

Am Ende des Workshops fragten wir unsere Körper, was sie uns zu sagen hätten. Ich stellte meinem die Frage was mir noch fehlte. Ich bekam folgende überraschende Antwort:

Das, was ich schon so lange suchte war: Meine weibliche Verletzlichkeit

Diese Verletzlichkeit ist eng mit meinem Frauenkörper verbunden: Mein Frauenkörper ist nachgiebig, empfangend und nährend. Diese Seite bewusst wahrzunehmen und zu leben konnte ich bisher nicht. Ich entdecke meine weiche Seite jetzt neu. Ich baue mit ihrer Hilfe die Reste meines alten Schutzpanzers ab.

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Meine Verletzlichkeit macht mich stark

Durch die Wieder-Entdeckung meiner schwachen Seite fühle ich mich sicherer. Ich fürchte mich nicht mehr so vor Verletzungen: Vor meinen Schmerzen oder den von Anderen. Vorher meinte ich, mich ständig schützen zu müssen. Jetzt nicht mehr. Ich kann jetzt besser den Schmerz und die Schwäche zulassen, die einfach zum Leben dazugehören.

Meine Verletzlichkeit zu akzeptieren macht mich stärker. Das habe ich sofort gespürt. Ich laufe seither gerader durchs Leben. Ich habe gehört und gelesen, dass das Zulassen von Schwäche stärker macht. Das das wirklich so ist, habe ich erst jetzt begriffen.

Mir meine Schwäche einzugestehen war ein entscheidender Schritt um weiter in meine Kraft zu kommen. Ich habe seitdem große Fortschritte in meiner persönlichen Entwicklung machen dürfen. Es ist immer noch ein ungewohntes Gefühl, mir meiner Verletzlichkeit bewusst zu sein und mich von ihr tragen zu lassen.

Der Weg in meine Kraft ist noch lange nicht zu Ende. Ich bin gespannt, welche Geschenke ich auf meinem Weg noch auspacken darf.

Ich wünsche Dir ganz viel Kraft

Für jeden sieht der Weg in seine Kraft anders aus. Was mir noch fehlt, hast Du bereits und umgekehrt. Lasst uns gemeinsam die Welt aus den Angeln heben.

Ich wünsche Dir viele persönliche Sternstunden, die Dir helfen weiter in Deine Kraft zu kommen. Wir brauchen in diesen Zeiten großer Veränderungen viele starke Menschen. Ich hoffe, ich konnte Dich auf Deiner eigenen Reise dahin ein wenig inspirieren.

Ich unterstütze Dich gerne mit einem halbstündigen Kennenlern-Gespräch dabei, den nächsten Entwicklungsschritt zu tun.

Bilder: Pixabay

© Inge Schumacher