Mehr Bewusstsein erleichtert Veränderung

Wir leben in Zeiten großer Veränderungen. Sicherheit finden wir nur in uns selbst. Veränderungen können wir besser ausbalancieren wenn wir im Alltag bewusster werden.

Ich versuche aufzupasssen welche Energie ich mit meinen Entscheidungen ausdrücke. Dadurch lenke ich mein Lebensauto bewusster und erschaffe ich mehr von dem was ich will.

Bewusstsein kommt von Wissen. Beim Bewusster-sein geht es darum Informationen zu sammeln. In erster Linie über uns selbst.

Der erste Schritt zu mehr Bewusstsein ist das Sich Kennenlernen. Je besser Du Dich kennst desto sicherer fühlst Du Dich mit Dir.

Wie gut kennst Du Dich?

Natürlich kenne ich mich, denkst Du jetzt vielleicht. Ist das wirklich so? Es gibt viele Aspekte von uns, die wir uns ungern ansehen. Da lauern vielleicht unangenehme Gefühle wie Scham oder Schuld.

Beim Kennenlernen begegnen wir auch diesen Seiten und sehen sie uns genauer an. Diese Teile unserer Bewusstseins-Reise können herausfordernd sein. Hier brauchen wir manchmal Unterstützung. Und wenn es nur jemand ist, der zuhört.

Meine Klienten werden bewusster

Viele meiner Klienten haben die Zeit des Lockdowns durch Corona genutzt und sich besser kennengelernt. Sie sind sich Vielem bewusster geworden. Diese Veränderungen festzustellen fällt alleine oft schwer. Deswegen spiegele ich es ihnen. Mit meiner Energiebrille kann ich das gut sehen. Ich freue mich sehr darüber.

Sie lernen so, Antworten für ihre Probleme in sich und nicht mehr im Außen zu suchen. Sie verstehen, dass Sie sich nicht im Stich lassen und keine Opfer sind. So bauen sie Vertrauen in sich auf.

Bewusstsein öffnet Deine Augen

Mein Blog ist entstanden aus meiner Praxis für Energiearbeit. In meinen Blogartikeln findest Du Tipps und Geschichten darüber wie Du bewusster werden kannst und warum das so wichtig ist. Schon mein allererster Blogartikel vor vier Jahren handelte vom Autopiloten.

Im Unterbewusstsein regiert Dein Autopilot

Der Autopilot besteht aus Programmen. Diese ermöglichen uns blitzschnelle Reaktionszeiten. 95 Prozent unseres Lebens verbringen wir in diesem Automatik-Modus. Das ist sinnvoll, wenn wir laufen oder Auto fahren.

Wenn wir Veränderungen etablieren wollen hindert uns diese Programmierung daran. Sie sorgt dafür, dass wir die eingefahrenen Wege nicht verlassen.

Auch wenn wir unseren Autopiloten wochenlang anschreien, dass er einen anderen Weg fahren soll wird nichts passieren. Wir fahren weiter wie auf Schienen. Warum?

  • Unser Autopilot ist nicht bewusst
  • Er ist ein Programm
  • Er trifft keine Entscheidungen – wir tun das

Wie wir bewusster werden

Um bewusster zu werden müssen wir alte Programme des Autopiloten, die uns nicht mehr dienen ersetzen. Wie geht das?

Wachsamkeit und Wahrnehmung

Wenn wir uns dafür entscheiden, alte Programme zu überschreiben müssen wir sie erst einmal identifizieren. Hier hilft es sich besser zu kennen. Wir wissen dann, dass wir keine schrecklichen Menschen sondern einfach nur wir sind. Das nimmt uns die Angst davor weiter zu forschen.

Mein Sohn Ben mit 6 Wochen.

Wir geben uns im Alltag genügend Hinweise auf diese alten Programme. Wir müssen sie nur wahrnehmen. Wenn Du Kinder hast kannst Du Dich freuen. Unsere Kinder haben ein eingebautes Ortungssystem dafür. Sie drücken immer wieder die Knöpfe, die unsere automatischen Programme auslösen.

Wenn Du manchmal den Kopf schüttelst und Dich fragst: War das wirklich ich? Dann ist die Antwort: Nein, dass war Dein Programm.

Unsere Gefühle sind Hinweise auf alte Programme

  • Situationen, in denen wir (regelmäßig) ausrasten
  • Wenn wir uns unwohl fühlen an Orten, mit Menschen
  • Wenn wir Schuldgefühle haben

Ich erinnere mich an viele Situationen wo ich im familiären Umfeld ausgerastet bin. Auch die Frage – Bin das wirklich ich? Und die Überzeugung: Das will ich nicht mehr! sind noch sehr präsent.

Um meinem wirklichen Ich zum Durchbruch zu verhelfen brauchte es Einiges an Selbstreflektion. Es hat lange gedauert bis ich diese automatischen Programme gefunden und bearbeitet hatte.

Ursachen für meine Ausraster waren zum Beispiel

  • Mangelnde Selbstakzeptanz
  • Überzogene Erwartungen an meine Familie und an mich
  • Glaubenssätze, wie ich als Mutter zu sein habe, die nicht zu mir passen
  • Überforderung

Ich hatte anfangs keine Ahnung wie und ob ich dieses von mir so gehasste Verhalten ändern sollte. Ich ging in Opposition und rannte dagegen an, was gar nichts brachte.

Der Schlüssel zu mehr Bewusstsein ist Akzeptanz

Das was ich denke und tue aus der Distanz anzusehen hilft mir dabei bewusster zu werden. Ich habe langsam gelernt mich mehr zu akzeptieren. Viele Tipps wie Du bewusster werden kannst teile ich meinen Blogartikeln. Hier einige Beispiele

Wie ich bewusster werde

Mittlerweile habe ich einen großen Instrumentenkoffer. Komme ich alleine nicht zurecht weiß ich wo ich mir Hilfe holen kann. Je besser ich mich kennenlerne umso leichter wird es. Ich bin schon viel ruhiger und zufriedener geworden. Es gibt trotzdem immer noch genug Baustellen.

Leider wachsen die Herausforderungen zusammen mit mir. Ich fordere mich so heraus weiterzugehen. Dazu brauche ich ausreichende Motivation – und mache mir das Leben dann selbst unangenehm.

Raus aus dem Programm und rein ins Bewusstsein

Haben wir ein altes Programm identifiziert können wir ein neues schreiben und implementieren. Das fühlt sich zuerst komisch an, weil es so ungewohnt ist. Um das neue Programm dauerhaft zu nutzen müssen wir es immer wieder bewusst starten.

Wie lange dauert es eine Veränderung zu etablieren?

Erinnerst Du Dich daran wie oft Du mit dem Fahrrad hingefallen bist bis Du fahren konntest?

Bis kleinere Veränderungen im Unterbewusstsein angekommen sind musst du mit drei Wochen rechnen. Größere Veränderungen dauern länger, weil von ihnen viele Unterprogramme betroffen sein können.

Beispiel: Eine neue Gewohnheit etablieren

Meine Arbeitsstelle liegt sieben Kilometer entfernt. Ich fahre mit dem Fahrrad. Am Anfang war es schwer mich dazu zu motivieren. Jetzt freue ich mich auf die Bewegung und merke wie gut mir das tut.

Beispiel: Dankbarkeit am Morgen

Mein morgendliches Dankbarkeits-Programm möchte ich nicht mehr missen. Ich habe meine frustrierende Todo-Liste dagegen eingetauscht. Es hat viele Monate gedauert bis ich dieses neue Programm nicht mehr bewusst starten musste.

Ich bin dankbar für die selbst gezogenen Paprika

Das Abenteuer des Bewusstseins

Wenn wir einmal angefangen haben bewusster zu werden, dann wird es immer leichter. Ich habe gemerkt, dass ich nicht mehr umkehren kann. Mein Schwung trägt mich immer weiter. Wenn alles gut läuft ist das schön. Wenn sich die Herausforderungen stapeln, würde ich manchmal gerne zurückgehen.

Du bist nicht alleine

Meine Durchhänger, wenn Veränderungen mir zu viel werden, werden immer kürzer weil gleichzeitig mit meinem Bewusstsein auch meine Sicherheit wächst. Ich sehe klarer, dass ich Herausforderungen brauche um mich zu motivieren weiter zu machen. Ich weiß, ich schaffe das.

Was mir hilft ist, dass mein Mann dabei mitmacht. Außerdem habe ich einige Freunde, die auf demselben Weg sind.

Brauchst Du Unterstützung dabei Veränderungen anzustoßen? Hängst Du gerade fest? Wir finden gemeinsam heraus was für Dich der richtige Weg sein könnte. Nutze mein kostenloses Kennenlern-Gespräch.

Bilder: Privat

© Inge Schumacher

Warum Mangel normal für uns ist

Mangel versteckt sich überall in unserem Leben. Er ist so normal für uns, dass er im Alltag schwer zu entdecken ist. Mangel hat viele Gesichter. Dieser Artikel hilft Dir nachzuforschen wo Du in Deinem Leben Mangel ausdrückst.

Es ist ironisch: Wir leben in Deutschland im Überfluss und beschäftigen uns doch ständig mit Mangel.

Offensichtlicher Mangel

zeigt sich an Signalwörtern wie: Nicht genug

  • Nicht schön genug
  • Nicht intelligent genug
  • Nicht reich genug
  • Nicht schnell genug

Versteckt kommt Mangel

daher mit Ausdrücken wie:

  • Ich sollte,
  • Ich müsste
  • Hätte ich

Werbung lebt vom Mangel

Jeden Tag bekommen wir durch die Medien gezeigt welche Dinge wir unbedingt brauchen. Das Mangelprogramm in unserem Unterbewusstsein bekommt dadurch ständig Futter.

Unterschwellig hören wir zum Beispiel:

  • Das perfekte Waschmittel verhilft uns zu einer glücklichen Familie
  • Diese Hautcreme macht uns liebenswert
  • Das neuste Handy macht uns erfolgreich

Wir kommen raus aus diesem Mangel-Programm wenn wir uns bewusst machen dass es da ist.

Hier einige Beispiele wo sich der Mangel in unserem Alltag noch versteckt.

1. Vergleiche zementieren Mangel

Wenn wir uns vergleichen, dann fühlen wir uns mangelhaft. Warum? Wir vergleichen uns nicht mit Leuten auf unserem Niveau. Nein, wir suchen uns die Besten: In der Klasse, am Arbeitsplatz oder im Sport.

2. Verurteilen zeigt Mangel

Wir verurteilen uns und andere ständig. Ich verurteile mich zum Beispiel wenn ich nicht das schaffe was ich mir vorgenommen habe. Ich suche Lösungen um wertschätzender mit mir umzugehen.

A. Beispiel positive Todo-Listen

Auf meinen Todo-Listen blieb immer ein Bodensatz übrig. Anstatt mich zu freuen über das was ich geschafft habe konzentriere ich mich auf das was ich nicht geschafft habe, also auf den Mangel, und fühle mich schlecht.

Wenn ich feststelle, dass ich einen guten Tag für wichtigen Kleinkram habe, schreibe ich den ersten Punkt drauf. Wenn er schnell erledigt ist nutze ich diesen Flow und ergänze den nächsten. Mit jedem Punkt fühle ich mich besser. So konzentriere ich mich auf die Fülle der Dinge, die ich geschafft habe.

Auf meinen Positivlisten stehen Punkte, bei denen es nicht genau auf den genauen Zeitpunkt der Erledigung ankommt wie:

  • Rechnungen schreiben
  • Diverser Bürokram
  • Meine 5 Minuten Inspiration einsprechen und veröffentlichen LINK
  • Blogartikel schreiben

B. Andere verurteilen zeigt Mangel

Du kannst sicher sein: Menschen, die ständig andere kritisieren und sie verurteilen sind mit sich selbst genauso unzufrieden.

Seit ich mich selbst weniger verurteile, kritisiere ich auch andere deutlich weniger. Es gibt da einen direkten Zusammenhang.

3. Mangel an Wertschätzung

Mangelnde Wertschätzung zeigen wir nicht nur uns selbst und anderen sondern auch der Umwelt gegenüber. Wir betreiben Raubbau nicht nur an uns wir beuten auch die Natur aus. So erschaffen wir noch mehr Mangel.

4. Mangel ist eine beliebte Ausrede

Da Mangel ein allgemein akzeptiertes Konzept ist hat jeder Verständnis dafür wenn wir uns dahinter verstecken.

A. Zeit-Mangel

Wir sagen nicht: „Ich habe keine Lust Elternvertreter zu sein“ sondern „Ich habe keine Zeit“.

Das mag sogar stimmen. Warum ist das so? Wir alle haben ein Zeitkontingent von 24 Stunden pro Tag, das wir aufteilen zwischen Arbeit, Familie, Haushalt und Hobbys.

Prioritäten setzen

Wenn uns etwas wirklich wichtig ist, dann haben wir auch Zeit dafür. Das stelle ich immer wieder an meiner Familie und mir fest.

Zeitmangel ist bei mir weniger ein Problem seit ich mir bewusster bin was mir wichtig ist. Das gilt zum Beispiel für das ungeliebte Putzen und Aufräumen. Daran mag ich nur das Endergebnis. Ich habe feste Tage, an denen Bäder und Hausputz gemacht werden. Das erleichtert es mir Zeiten für Arbeiten, die ich liebe – mit meinen Klienten und meinen Blog – freizuhalten.

Wenn ich feststelle, dass ich etwas nicht tue obwohl ich meine es tun zu müssen, dann lohnt es sich genauer hinzusehen.

B. Geld-Mangel

Geld ist ein schwieriges Thema weil soooo viele Glaubenssätze daran hängen.

Mit Geld verbinden wir unser

  • Überleben
  • Platz in der Gesellschaft
  • Selbstwertgefühl…

Geld als Ausrede

Geldmangel wird gerne als Ausrede benutzt um Veränderungen aufzuschieben.

Wenn ich mit meinen Klienten überlege welche Alternativen es gibt, dann stellen wir oft fest, dass es mehr gibt als angenommen. Diese sind mit Unsicherheit behaftet weil sie in neues Terrain führen. Geldmangel wird dann als Totschlagargument vorgeschoben um sich damit nicht beschäftigen zu müssen.

Ganz klar: Ohne Geld kommen wir nicht zurecht. Vielleicht machen wir den Mangel in unserem Leben deshalb meist am Geld fest. Dass dies eine Folge von dem Mangel sein könnte, den wir in anderen Bereichen unseres Lebens erschaffen, darauf kommen wir nicht.

Dadurch dass wir uns auf den Mangel konzentrieren erschaffen wir ihn

Beispiel Klopapier

Erinnerst Du Dich an den Klopapiermangel im Frühjahr 2020? Wenn wir alle ganz normal weiter das Klopapier gekauft hätten, das wir brauchen dann wäre genug da gewesen. Der Gedanke an einen möglichen Mangel hat das Hamstern bewirkt, das den echten Mangel erschaffen hat.

Raus aus dem Mangeldenken

Begrenzung bedeutet nicht automatisch Mangel. Wir setzen das aber oft gleich.

Geld und Güter erleben wir als knapp. Dabei wäre genug da wenn wir das so wahrnehmen könnten. Genau wie beim Klopapier.

Wenn Du nicht weißt, dass Du Mangel ausdrückst, dann wunderst Du Dich darüber warum Du Mangel erlebst.

Vielleicht kommt bei Dir jetzt die automatische Antwort: Aber Mangel ist doch Realität. Das sagt mir mein Verstand auch – immer wieder. Dann beweise ich mir, dass das nicht stimmt und ich den Mangel selbst generiere. Immer wieder.

Wir brauchen eine andere Wahrnehmung. Auch hier ist mehr Bewusstsein die Voraussetzung für Veränderung.

Gegen den Strom schwimmen

Es ist schwierig das gewohnte Mangeldenken zu verändern. Die gesamte Menschheit drückt das ständig aus. Wir sind damit aufgewachsen und es ist normal.

Wenn wir alle sicher wären: Es ist genug da, dann wäre auch genug da. Unsere Wahrnehmung kreiert nämlich unsere Realität.

Hier helfen kleine Schritte um unsere Wahrnehmung zu verändern.

Ich versuche im Alltag bewusst mehr Überfluss wahrzunehmen – anstatt automatisch überall den Mangel. So sehe ich eine Überschwemmung weil der Wischeimer oder die Tasse Kaffee umgefallen ist als Überfluss – im wahrsten Sinne des Wortes.

Trotzdem erwische ich mich im Alltag immer wieder dabei Mangel auszudrücken: Mein Hirn läuft dann auf Automatik. Ich denke dann:

  • Die Ressourcen sind endlich
  • Das kann nicht klappen
  • Wir haben nur eine Erde

Mit mehr Bewusstsein weniger Mangel erschaffen

Was Du sofort tun kannst: Mangel in Überfluss verwandeln

  • Wenn die Eiswürfel im Kühlschrank fast aufgebraucht sind sehe ich jedes Mal den Mangel – ich fülle jetzt schneller Wasser nach
  • Die Gießkanne auf dem Fensterbrett fülle ich immer auf
  • Ich fahre den Benzintank nicht ganz leer
  • Mein Handy ist meist voll aufgeladen

Die Energie, die wir ständig im Alltag ausdrücken erschafft unsere Realität. Je mehr wir wahrnehmen, wo wir überall im Mangel-Programm sind, umso eher können wir das ändern. Wir können uns dann mehr auf Überfluss konzentrieren und so mehr davon erschaffen.

Neue Wege in der Volkswirtschaft

Wissenschaftler beschäftigen sich schon länger mit Lösungen für den weltweiten Mangel. Ich empfehle das Buch der britischen Volkswirtin Kate Raworth: Donut Ökonomie.

Meine zwei 5-Minuten-Inspirationen zum versteckten Mangel kannst Du hier hören:

Warum Mangel normal für uns ist

Wie wir den Mangel erschaffen

Ich will Dich mit diesem Artikel dazu animieren herauszubekommen in welchen Bereichen Deines Lebens Du Mangel ausdrückst ohne es Dir bewusst zu sein. Bitte teile Deine Erkenntnisse hier oder auf meiner Facebookseite!

Brauchst Du eine neue Sichtweise auf Dein Problem? Ich schenke Dir eine halbe Stunde Inspiration.

Bilder: Privat

© Inge Schumacher

Lernen ist (m)ein großes Glück

Was begeistert dich? Begeisterung ist Rückenwind für Deine Ziele. Meine Lernbegeisterung hilft mir zum Beispiel immer besser meinen Klienten zu helfen.

Informationen sammeln und zu Erkenntnissen zusammensetzen macht mir Freude. Der Moment, in dem es klick macht und ich Zusammenhänge verstehe ist für mich magisch.

Warum ich gerne lerne?

Mein Gehirn braucht viel Input. Klar wurde das mir bei meiner Heilpraktikerausbildung. Das Lernen hat mir riesigen Spaß gemacht – ganz anders als in der Schulzeit – und ich war deswegen hoch motiviert.

Lernen für die Berufung

2007 habe ich eine Ausbildung in Energiearbeit gemacht. Eine neue Welt hat sich für mich aufgetan. Danach wollte ich nicht mehr ins Controlling zurück.

Ab 2008 saß ich einmal die Woche in der Heilpraktikerschule. Lernen wurde zu einer lieben Gewohnheit. Meine Karteikarten nahm ich überall hin mit.

Die Prüfung absolvierte ich 2011 als unser 3. Kind ein Baby war. Mein Mann hat ein Jahr Auszeit genommen, damit ich lernen konnte. Für die mündliche Prüfung habe ich gelernt wenn der Kleine schlief. Auch nachmittags gab es Zeitfenster wo die Kinder friedlich spielten und ich lernen konnte.

Gemeinsam mit einer Kollegin bereitete ich mich auf die mündliche Prüfung vor. Da konnte der Kleine dabei sein.

Fachliches Lernen

Ich habe seither nicht aufgehört mich fortzubilden. Dabei gehe ich meinen eigenen Weg. Für meinen Job gibt es keine ausgetretenen Pfade.

Ich besuche Workshops – in Maßen. Einige meiner Heilpraktiker-Kollegen haben eine riesenlange Liste von Weiterbildungen auf ihrer Webseite. Wunderbar wenn ihnen das Spaß macht und nicht aus dem Gefühl heraus geschieht nicht gut genug zu sein.

Ich lerne außerdem viel durch und mit meinen Klienten. Ich begleite sie mit Coaching bis zu Energiearbeit bei schweren körperlichen Krankheiten.

Als immer mehr Menschen mit Traumen zu mir kamen habe ich mich um meine verbliebenen Traumas gekümmert und mich gezielt fortgebildet.

Lernen was mir schwerfällt

Es gibt Dinge, um die ich gerne einen großen Bogen mache. Alles was mit Technik zusammenhängt macht mir Mühe. Die Taktik mit der ich am besten klarkomme ist die der kleinen Schritte. Ich brauche außerdem kleine Erfolgserlebnisse, die mich bei der Stange halten.

Riesenprojekte aus dem Nichts aus dem Boden stampfen ist nichts für mich. Da bin ich überfordert und höre schnell wieder auf. Ich fange lieber klein an und achte darauf nicht zu sehr aus meiner Komfortzone zu gehen.

Beispiel:  

Ich brauchte dringend eine Webseite, die sich automatisch an mobile Endgeräte anpasst. Die alte hat mein Mann mir programmiert. Sie ist zweisprachig. Alleine habe ich das nicht hinbekommen und es deswegen lange aufgeschoben. Schließlich habe ich einfach angefangen.

Ich habe mir eine Domain organisiert und losgelegt. Durch meine Blogs habe ich Erfahrung mit WordPress gesammelt. Jetzt habe ich eine schöne Webseite, die (noch) nicht zweisprachig ist. Ich verweise meine internationalen Klienten erst einmal auf die alte und bin stolz auf das Erreichte.

Bloggen lernen

Mit dem Bloggen habe ich auch ganz klein angefangen. Bevor ich meinen ersten Blog gestartet habe, habe ich Gastartikel geschrieben. So konnte ich ausprobieren ob mir das Schreiben liegt. Mein englischer Blog über die Märchendimension war ein Test. Die Domain gehörte einem niederländischen Freund, der sie mir schenkte. Da hatte ich keine Ausrede mehr.

Ein halbes Jahr später habe ich dann den ersten Artikel für diesen Blog geschrieben. Da hatte ich schon Erfahrung mit der Technik und fühlte mich sicherer.

Social Media

Um Social Media komme ich als Blogger nicht herum. Wenn ich möchte, dass meine Artikel gelesen werden muss ich sie teilen. Ich habe mich also um Facebook, Twitter und LinkedIn gekümmert. Es gibt dort sehr nette Communities, die sich gegenseitig unterstützen.

Mein Buchprojekt

Ich schreibe ein Buch. Momentan bin ich in der Konzeptionsphase. Die nötigen Schreibfähigkeiten habe ich mir in vier Jahren Blogschreiben angeeignet.

Ich mache gerade einen Jahreskurs bei einem amerikanischen Verlag und habe dadurch eine Community und regelmäßigen Input. So lerne ich viel über das Bücher-schreiben. Wie in jedem Bereich gibt es spezielles Fachwissen zu lernen.

Workshops

Drei Jahre lang habe ich im Rahmen der Plattform Meetup Workshops zu Themen aus der Persönlichkeitsentwicklung gegeben. Dabei habe ich festgestellt, dass mir kleine Gruppen liegen. Es fällt mir leicht für eine offene Atmosphäre zu sorgen, die alle weiterbringt.

Momentan bin ich dabei ein Konzept für auf Kleingruppen zugeschnittene Webinare zu machen. Damit will ich im Herbst anfangen. Auch hier erst einmal mit einfachen Mitteln aber spannenden Themen.

Lernen was mir Spaß macht

Fachliches Lernen ist wichtig. Viele Bücher lese ich aber einfach so. Dazu gehören zum Beispiel Werke über Geschichte oder isländische Autoren. Ich mag Bücher, die mich in magische Welten entführen von Autoren wie Garcia Marquez, Marianne Fredriksson, Margaret Atwood.

Schon immer fasziniert hat mich Science Fiction und Fantasy. Ich mag es Gedanken zu denken, die ich sonst nie gehabt hätte. Das inspiriert mich.

Inspiration bedeutet Lernen

Um weiterzukommen brauche ich Inspiration. Dabei ist es zweitrangig ob ich sofort einen Nutzen daraus ziehen kann. Ich weiß oft erst viel später was mich weitergebracht hat.

Beispiel: Isländisch lernen

Island ist mein Sehnsuchtsort. Ich habe vier Jahre lang Isländisch gelernt. Bevor ich mich angefangen habe, habe ich mit meinem Verstand gerungen. Wie effizient ist es, eine komplizierte Sprache zu lernen, die nur knapp 400.000 Menschen sprechen? Gar nicht. Es wäre sinnvoller gewesen Spanisch zu lernen.

Mein Bauchgefühl war trotzdem klar. Ich habe eine tolle Lehrerin gefunden und bin Mitglied im Deutsch-Isländischen Verein in Hamburg geworden.

Mittlerweile kann ich mich auf Isländisch rudimentär verständigen. Ich plane in Island wieder Workshops zu geben, wie schon 2014 / 2015 als ich mit einer Freundin in den Westfjorden zusammengearbeitet habe.

Was inspiriert Dich?

Ich habe eine 5 Minuten Podcastfolge zu Inspiration aufgenommen.

Ich weiß, dass ich lernen werde bis an mein Lebensende. Das macht mein Leben abwechslungsreich und mich zufrieden.

Meine Begeisterung für das Lernen hilft mir mein Lebensthema und meine Lebensziele zu verwirklichen.

Was begeistert Dich und was empfindes Du als Dein großes Glück?

Ruf mich unverbindlich an, wenn Du Unterstützung brauchst.

Dieser Artikel ist in der #Blognacht meiner Lieblingsblogflüsterin Anna Koschinski entstanden. Der Schreibimpuls war: Das mache ich anders als alle anderen. Irgendwie passt dieser Artikel dazu.

Bilder: Privat

© Inge Schumacher

Übung: Schnell ins Gleichgewicht kommen

Kennst Du das? Ich stehe mit dem linken Fuß auf und alles scheint schiefzulaufen. Damit der Tag nicht so weiter geht nutze ich eine einfache Übung, die mir hilft meine Energie zu drehen.

Gefühle sind Energie in Bewegung. Ich brauche meinen Gefühlen nicht zu folgen. Ich habe immer die Wahl. Dafür muss ich mir aber bewusst sein was gerade passiert. Dabei hilft mir die Übung, die ich in diesem Artikel vorstelle.

Erste Hilfe gegen schlechte Laune

Schlechte Laune habe ich oft dann, wenn ich automatisch meinen Gefühlen folge.

Wir lernen von klein auf unseren Gefühlen zu folgen. Wir regen uns zum Beispiel gerne immer wieder über das Gleiche auf. Was nichts bringt, denn wir verändern damit nichts: Nicht uns und nicht die anderen, die vermeintlich die Schuld dafür haben. Wir verlängern nur eine unangenehme Situation.

Das muss nicht sein. Hier reicht ein wenig mehr Bewusstsein um einen deutlich angenehmeren Alltag zu haben. Dann sind wir mehr im Hier und jetzt und damit im Flow. Dadurch ziehen wir automatisch Dinge an, die uns unseren Zielen näher bringen.

Was hast Du davon, wenn Du Dich fragst was Du ausdrückst?

Du gehst von einer unbewussten Reaktion in eine bewusste Aktion. Du gehst ins Hier und Jetzt und kannst blitzschnell alles verändern.

Die Übung geht so:

  1. Du fühlst Dich unwohl. (Gefühl bewusst wahrnehmen)
  2. Nimm wahr, was Du gerade tust. (Welche Aktion, welche Energie)
  3. Entspanne Dich mit einem bewussten Atemzug. (Du gehst ins Hier und Jetzt)
  4. Stell Dir die Frage: Geht es mir jetzt besser?

Diese Übung hilft Dir bewusst wahrzunehmen was gerade ist. Durch den Atemzug gehst Du aus der Situation heraus. Du beziehst Deinen Körper mit ein, der Dir dabei hilft ins Hier und Jetzt zu gehen.

Je öfter Du das machst, umso einfacher wird es. Bald reicht schon die Frage „Geht es Dir jetzt besser?“, um wieder ins Gleichgewicht zu kommen.

Hilfreiche Fragen für den Anfang

Wenn Du mit dieser Übung anfängst, ist es wichtig festzustellen was genau Du fühlst und tust. Um Dir den Einstieg zu erleichtern habe ich eine Liste von Fragen zusammengestellt. Druck sie aus. Wenn Du merkst, dass Du Dich unwohl fühlst, schau darauf und stelle fest was gerade passiert.

1. Mit diesen Fragen drehst Du Deine Aufmerksamkeit

  • Was magst Du an dieser Situation?
  • Was magst Du an Dir selbst? (Eine Kleinigkeit reicht.)
  • Was magst Du an diesem Thema?
  • Fühlst Du Dich sicher?
  • Erschaffst Du irgendwo Überfluss?
  • Was hast Du erreicht um hier zu sein?
  • Welches Ziel willst Du gerade erreichen?

2. Aktionen, die Du vielleicht gerade tust

  • Ich versuche etwas herauszubekommen.
  • Ich mache mir Sorgen.
  • Ich fokussiere mich auf einen Mangel.
  • Ich mache es mir selbst ungemütlich.
  • Ich erschaffe Anspannung.
  • Ich reagiere automatisch.
  • Ich vergleiche mich.
  • Ich denke ich sollte anders sein.
  • Ich warte auf etwas.

3. Gefühle, die Du vielleicht hast

  • Ich will mehr.
  • Ich bin unzufrieden.
  • Ich bin gelangweilt.
  • Ich bin unruhig.
  • Ich bin ungeduldig.
  • Ich bin traurig.
  • Ich bedaure etwas.
  • Ich vermisse etwas.
  • Ich bin überfordert.
  • Ich bin irritiert.
  • Ich fühle mich verletzt.
  • Ich bin beunruhigt.
  • Ich fühle mich blockiert.
  • Ich bin frustriert.
  • Ich mag etwas nicht.
  • Ich opponiere etwas.
  • Ich habe Angst vor etwas.
  • Ich habe Angst davor was andere denken.
  • Ich reagiere auf die Stimmung um mich herum.

4. Was tust Du gerade?

  • Ich möchte etwas verändern.
  • Ich möchte etwas kontrollieren.
  • Ich möchte etwas reparieren.
  • Ich möchte besser sein.
  • Ich verurteile mich / jemanden.
  • Ich gebe jemandem die Schuld.
  • Ich denke, dass ich mehr tun sollte.

Je bewusster Du bist, umso weniger wirst Du automatisch reagieren. Indem Du Deiner Aufmerksamkeit eine andere Richtung gibst, hast Du die Chance auf Veränderung. Je öfter Du die Übung machst desto leichter wirst Du unangenehme Situationen meistern und Dich entspannen können.

Das Schöne ist, dass Du diese Übung überall machen kannst. Sie wirkt immer. Wenn auch nicht unbedingt lange.

Beispiel:

Ein Pärchen streitet sich regelmäßig über das Putzen. Sie putzt verbissen das Haus und verbreitet schlechte Stimmung. Er fühlt sich unwohl dabei.

Die Übung für sie:

  1. Gefühl: Ich bin angespannt
  2. Aktion: Was tue ich? Putzen und …
  3. Neue Aktion: Ein tiefer Atemzug bedeutet Anspannung loslassen
  4. Frage: Geht es mir besser?

Die Übung für ihn:

  1. Gefühl: Ich fühle mich unwohl
  2. Aktion: Was tue ich: Ich reagiere automatisch auf ihre Energie
  3. Neue Aktion: Ein tiefer Atemzug bedeutet Distanz
  4. Frage: Geht es mir besser?

Für beide geht es darum sich bewusst zu werden was genau passiert. Dann hat jeder für sich die Möglichkeit die Automatik zu durchbrechen. Erst dann können die zwei entdecken, dass sie das Putzen nutzt um sich zu zentrieren. Es ist kein Vorwurf an ihn zu wenig zu tun.

Diese Übung muss von beiden etliche Male wiederholt werden bis sie zu deutlichen Veränderungen führen kann.

Hole Dir Hilfe

Aus manchen Gefühlen komme ich nicht raus. Ich gehe dann hundertmal am Tag ins Hier und Jetzt. So stelle ich fest, dass es um etwas Komplexeres geht, das ich auseinanderfieseln muss. Wenn ich alleine nicht weiterkomme, hole ich mir Hilfe. Bei Kollegen oder bei meinem Mann.

Depressionen

Den Umgang mit täglich wechselnden Gefühlen grenze ich hier klar ab von einer Krankheit wie Burnout oder Depressionen. Ich habe selbst erlebt, wie tief das Loch einer Depression sein kann. Hier gibt es deutliche körperliche Symptome: Wie Schlafstörungen und Erschöpfung, die unbedingt von einem Arzt abgeklärt werden müssen.

Für Müdigkeit und Antriebslosigkeit kann es auch andere Erklärungen geben wie Vitaminmangel oder eine Schilddrüsenunterfunktion.

Hochsensibilität und Empathie

Manche Gefühle haben ihren Ursprung nicht bei mir. Ich übernehme sie automatisch. Das kann mit Menschen passieren, die mir nah sind – in der Familie zum Beispiel. Oder mit weltweit auftretenden Energien.

Ich bin hochsensibel und empathisch. Ich bekomme dadurch sehr viel mit von den Energien um mich herum. Momentan spüre ich neben der Corona-Angst eine allgemeine Stimmung der Verzweiflung. Viele Menschen spüren das gerade. Hierfür kann der Klimawandel die Ursache sein. Es gibt überall auf der Erde Überschwemmungen, Dürren und Brände. Das geht nicht spurlos an uns vorbei.

Hier hilft mir die Übung dabei immer wieder bei mir anzudocken. Ich mache mir klar, dass es keine Ursache für dieses Gefühl gibt, es kommt von außen. So komme ich wieder in meine Balance.

Die Übung ist alltagstauglich

Wenn Du diese Übung öfter machst, verkürzt sich der Zeitaufwand immer weiter. Ich brauche nur noch ein paar Sekunden dafür und sofort geht es mir besser.

Mit der Zeit werde ich mir immer bewusster wo meine Energie gerade ist und was ich ausdrücke. Mir wird auch bewusster was ich wie in meinem Leben erschaffe und warum. Ich kann mich selbst und andere so immer besser akzeptieren.

Wir brauchen keine zeitaufwendigen komplizierten Übungen, um uns das Leben einfacher zu machen und aus negativen Gedankenspiralen herauszukommen,

Probiere es ein paar Tage lang aus. Ich bin gespannt was Du berichtest.

Wenn Du mehr Tipps möchtest um in Deine Mitte zu kommen oder Fragen hast, nutze mein kostebloses halbstündiges Gesprächsangebot.

Weitere Blogartikel zu diesem Themenbereich findest Du hier: In die Balance kommen und trotz Corona in Deiner Mitte bleiben.

Bilder: Pixabay und Privat

© Inge Schumacher

Kinder und Schule, was ist los?

Wenn Du ein Kind hast, dann habe ich diesen Artikel für Dich geschrieben. Stellst Du auch fest, dass Dein Kind den Status Quo ständig hinterfragt? Dass es sich querstellt in Situationen, die wir nie in Frage gestellt hätten? Ich habe mir darüber gründlich Gedanken gemacht.

An unseren Kindern sehe ich wie viel sich verändert

Sie verweigern Vieles was für uns selbstverständlich war.

  • Essen was auf dem Tisch steht? Keine Chance.
  • Gesunde Ernährung vormachen? Vergebens.
  • Kleine Aufgaben im Haushalt übernehmen, Aufräumen, Hausaufgaben.
  • Alles und Jedes muss verhandelt und erklärt werden.

Was ist da los? Machen wir etwas falsch?

Im Gegenteil. Wir machen sehr viel richtig.

Erstens nehmen wir unsere Kinder als vollwertige Menschen wahr. Deswegen erlauben wir ihnen mitzuentscheiden. Das war früher nicht so. Über meine Generation wurde bestimmt.

Zweitens arbeiten viele von uns an sich selbst. Wir haben das nötig, weil wir er-zogen wurden um dem gesellschaftlichen Idealbild zu entsprechen. Dadurch haben wir viele Glaubenssätze und Verhaltensweisen gelernt, die nicht zu uns passen. Sie hindern uns sogar daran uns weiterzuentwickeln. Die wollen angeschaut und losgelassen werden.

Ob Du es glaubst oder nicht, unsere Kinder helfen uns dabei uns weiterzuentwickeln. Sie weisen uns gnadenlos auf die Dinge hin, die wir uns anschauen sollen. Ich sehe das als riesengroße Chance für uns Eltern.

Einschulung 1990

Was ist los mit unseren Kindern?

Unsere nach dem Jahr 2000 geborenen Kinder wachsen in einer anderen Zeit auf. Sie ist nicht nur geprägt von Digitalisierung und Klimakatastrophe. Sie ist gekennzeichnet durch eine Veränderung der Spielregeln.

Der Shift

Wir alle haben beschlossen, auf der subjektiven Ebene, einen entscheidenden Entwicklungsschritt zu tun. Bisher nutzen wir nur einen kleinen Teil unserer Fähigkeiten. Intuitiv wissen wir, dass da viel mehr ist. Wir verändern uns und unsere Realität, damit wir mehr davon nutzen können.  

Wir werden uns bewusster was wir sind . Als Energie-Expertin sehe ich an meinen Klienten, dass wir so viel mehr sind als wir im Spiegel sehen können.

Wir sind dabei zu lernen:

Kinder der neuen Zeit

Mein Jüngster weiß intuitiv, dass er ein mächtiges Wesen ist, und die Entscheidungsgewalt über sein Leben hat. Das macht das Leben mit ihm nicht einfacher.

Das Problem ist, dass unsere Strukturen noch aus dem alten System stammen. Unsere Kinder aber schon auf das neue, uns noch unbekannte, ausgerichtet sind. Da sind Konflikte vorprogrammiert. Immer mehr Kinder tun sich mit unseren Strukturen schwer. Besonders deutlich wird das in der Schule.

Kinder und Schule passen nicht mehr zusammen

Erlebt habe ich das mit meinem Jüngsten. In der ersten Klasse war ein sehr auffälliger Junge, der mutwillig zerstört und gestört hat. Von in Schuhe pinkeln bis Kleber in fremden Schulranzen verteilen war alles dabei.

Daneben gab es 6 Kinder, Jungen wie Mädchen, die gemacht haben was sie wollten. Keine Strafen halfen. Wenn von 22 Kindern 7 sich nichts sagen lassen, dann ist kein sinnvoller Unterricht möglich.

Nach einigen Monaten, in denen die arme Lehrerin allein gelassen wurde bin ich, wie viele andere, zum Direktor gegangen. Ich hatte noch nie um ein Gespräch gebeten und hoffte, das würde den Ernst der Lage dokumentieren. Mein Anliegen war, dass sich die Schule Hilfe holt.

In Hamburg sind die Schulen nach einem Sozialindex (KESS) kategorisiert. Nach dieser Einstufung berechnet sich die Anzahl der Lehr- und Unterstützungskräfte pro Schüler und die Klassengröße. Eine sehr sinnvolle Idee um für mehr Bildungsgerechtigkeit zu sorgen.

Problematisch wird es, wenn die sozio-ökonomischen Daten keinen Rückschluss mehr auf den wirklichen Unterstützungsbedarf in den Schulen zulassen.

Wir wohnen in einer gutsituierten Gegend. Unsere Grundschule hat also wenige Unterstützungsmöglichkeiten für Problemklassen. Die müsste der Schulleiter anfordern was jede Menge Aufwand bedeutet. Eine Schulbegleitung für das schwierige Kind wäre sehr hilfreich gewesen.

Leider passierte nichts. Die Eltern nahmen das auffällige Kind von der Schule. Von den anderen Störenfrieden gingen ein paar am Ende des Schuljahres. Dazu nahmen noch andere Eltern ihre Kinder aus der Schule. Das Problem wurde ausgesessen.

Dies war die erste Klasse, die solche Probleme hatte. Ich ahnte damals schon, dass viele weitere folgen würden. Ich hatte nur keine Ahnung wie schnell das gehen könnte.

Seither gibt es in unserer Grundschule noch mehr schwierige Klassen. Die Schule und unser Schulsystem sind darauf nicht vorbereitet. Gute und motivierte Lehrerinnen und Lehrer werden so gnadenlos verheizt.

Unsere Kinder stellen das Schul-System infrage

Unsere Kinder zeigen uns, dass sie nicht ins alte System passen, in dem sie immer mehr in die Verweigerung gehen.

Irgendwie müssen aber auch diese Kinder lesen und schreiben lernen. Wie das genau gehen soll weiß ich nicht. Ich habe aber ein paar Ideen.

Die einzige Motivation, die bei meinem Sohn zieht ist die intrinsische. Also die aus sich selbst heraus. Er macht das gerne, was er spannend findet. Wir werden also um eine Individualisierung des Lernens nicht herum kommen.

Digitalisierung erleichtert Individualisierung

Corona hat für einen längst überfälligen Digitalisierungsschub in den Schulen gesorgt. Tablets sind leider noch zu wenige in den Klassen zu finden.

Mein Sohn hat Glück gehabt. Er ist in der einzigen Tablet-Klasse seiner Stadteilschule. Zu Verdanken ist das der Initiative seines Klassenlehrers. Der Schulleiter hat ihm freie Hand gegeben aber kein Geld.

Wofür fragten wir Eltern auf dem Elternabend, ist denn der Digitalisierungspakt da? Damals wurde bekannt, dass die Gelder nicht abgerufen wurden.

Nach fast einem Jahr haben alle Kinder ein I-Pad. Durch die Initiative des Lehrers hat es irgendwie geklappt, wie bleibt sein Geheimnis.

Zukunftsmusik

Vielleicht können künftig mit Videokursen repetitive Lehrinhalte vermittelt werden, so dass jeder individueller lernen kann. Die Lehrer unterstützen dann da wo es hakt. Die Idee habe ich von der gemeinnützigen Khan Academy, die kostenlos Videos mit verschiedensten Lerninhalten anbietet.

Kommunikation mit unseren Kindern ist das Wichtigste

Mein Jüngster lässt sich nur schwer motivieren etwas zu machen, was er nicht will. Ich überlege mir genau wie ich meine Prioritäten setze: Schule steht da ganz vorne. Die Zahnregulierung verweigert er. Da warte ich bis er selbst darauf kommt, dass das eine gute Idee ist.

Ich spiegele ihm was ich nicht okay finde. Ich mache ihm immer wieder klar, dass er wichtig für mich ist und dass ich ihn liebe. Was unsere Kommunikation aufrecht erhält ist die kontinuierliche Akzeptanz die ich ausstrahle. Diese Akzeptanz auszustrahlen ist nicht einfach. Ich muss sie mir immer wieder bewusst erkämpfen.

Mein Bauchgefühl sagt mir, dass er seinen Weg machen wird. Aber definitiv nicht so wie ich es mir vorstelle!

Das Schulsystem verändern

Meine 17-jährige Tochter kommentierte das Ende des Homeschoolings so: Mir hat diese Zeit noch klarer gemacht, was für einen Schwachsinn wir lernen müssen. Recht hat sie.

Wir sind die staatstragende Generation. So lange wir nichts ändern, werden unsere Kinder uns immer deutlicher darauf hinweisen, dass es Handlungsbedarf gibt. Corona hat zwar Einiges verändert. Ich habe leider das Gefühl, dass es noch viel schlimmer kommen muss, damit endlich mehr passiert.

Bitte teile in den Kommentaren Deine Erfahrungen mit Kindern

  • Was sind die besonderen Herausforderungen für Dich?
  • Erlebst Du, dass sie anders sind als Du damals?
  • Was hast Du gelernt?

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Aggression – das Raubtier in uns

In diesem Artikel nehme ich mir ein kontorverses Thema vor: Unser Aggressionspotential und wie wir damit umgehen. Ich habe viele Fragen gestellt und auch einige persönliche Antworten gefunden.

Unsere Eckzähne beweisen es: Wir sind Raubtiere

Wir stehen ganz oben in der Nahrungskette und haben keine natürlichen Feinde. Jagen zur Futterbeschaffung müssen wir schon lange nicht mehr. Trotzdem bleibt uns die Grundausstattung.

Unsere Raubtiernatur ist nichts Schlechtes. Im Gegenteil, sie hilft uns zu überleben. Wir sind deswegen so innovativ und anpassungsfähig und können schnell auf Veränderungen reagieren.

Das Raubtier in uns

Das Problem ist, das wir nicht gelernt haben unseren Raubtier-Anteil gesamtgesellschaftlich und individuell auszudrücken ohne Aggression und Gewalt. Wir glauben durch unsere Zivilisation unsere „primitiven“ Anwandlungen im Griff zu haben. Das ist ein Trugschluss. Unser Aggressionspotential lässt sich nicht einfach unter den Tisch zu kehren.

Aggression ist normal

Wir brauchen uns nur beliebte Comic-Serien anzuschauen wie Tom und Jerry. Die Katze und die Maus machen sich dauernd platt. Wir finden das lustig, eben weil wir Raubtiere sind.

Unsere Kinder lachen auch darüber. Das ist eine natürliche Reaktion. Es liegt in unserer Natur aggressiv zu sein. Wichtig ist wie wir damit umgehen.

Aggressionen machen einsam

Aggressionen kennen wir alle. Ich reagiere über, wenn ich zu lange etwas mache, das mir nicht gut tut. Dann raste ich irgendwann aus. Keine Kommunikation ist mehr möglich. Ich sitze dann ganz alleine oben auf meiner Palme. Für Kommunikation und Verbindung muss ich erst wieder von meiner Palme heruntersteigen.

Aggressionen sind ansteckend

Das passiert zum Beispiel, wenn bei einer Demonstration einer aggressiv wird und das eine Massen-Schlägerei zur Folge hat.

Das geschieht ganz plötzlich. Durch die Aggression fühlen wir uns getrennt und versuchen schnell wieder in Verbindung zu gehen weil sich das schlecht anfühlt. Wir schließen uns dann instinktiv zu Gruppen zusammen. Das erklärt auch die starke Verbindung, die zwischen Beteiligten eines Kampfes entstehen kann.

Mit Aggressionen umgehen

Zivilisation bedeutet nicht automatisch Friede, Freude, Eierkuchen. Das präsentieren wir uns immer wieder: Auf individueller wie auf globaler Ebene. Wir müssen Wege finden, diesen Teil von uns auszudrücken ohne Gewalt und Trennung.

Aggressionen in der Familie ausdrücken

Ich habe zwei Töchter und einen Sohn. Mit den Mädchen zu rangeln ist kein Problem für mich. Bei meinem Sohn ist das anders. Wenn der rauft, dann holt er eine Power raus, vor der ich Angst bekomme, schon seit er ganz klein ist. Nicht dass er brutal ist, seine Energie ist einfach sehr stark.

Mein Mann kann damit umgehen. Er setzt dem seine eigene Power entgegen. So hat mein Sohn gelernt

  1. Seine Kraft zu spüren
  2. Sie kontrolliert einzusetzen
  3. Sie regelmäßig abzubauen

Zum Glück lässt mein Sohn außerhalb unseres Zuhauses seine Kraft nicht raus. Er wählt in brenzligen Situationen lieber die Flucht.

Beispiel

Einmal ist er in der Grundschule von drei Jungs in die Ecke getrieben und getreten worden. Da ist er ausgerastet. Er hat sie einzeln auf den Boden geschmissen, ist weggelaufen und hat der Lehrerin Bescheid gesagt.

Er ist tagelang mit einem schlechten Gewissen herumgelaufen und hat sich Vorwürfe gemacht, dass er ausgerastet ist. Obwohl er keinen verletzt hat.

Ich bin froh, dass dieses Power-Kind so zurückhaltend und sozial ist. Ich hätte Probleme damit klarzukommen, wenn er ein Rüpel wäre.

Aggressionen bei Kindern

Dürfen unsere Kinder heute noch einfach so miteinander raufen? Ich gebe zu, ich habe den Reflex dazwischen zu gehen, wenn ich Zeuge einer Rauferei werde.

Eine Freundin berichtet, dass ihr Sohn gerne mit seinen Freunden rangelt. Sie hat festgestellt, dass einige Eltern Probleme damit haben.

Sie erinnert sich, dass Rangeln auf dem Schulhof früher erlaubt war. Dass jeder die Grenzen kannte: Wenn einer auf dem Boden lag war Schluss.

Wären unkontrollierte Wutausbrüche bei Erwachsenen, die schwere Verletzungen zu Folge haben zu vermeiden, wenn wir alle als Kind lernen würden besser mit unseren Aggressionen umzugehen? Sie richtig kennenlernen anstatt sie unter den Teppich zu kehren?

Hätten wir weniger häusliche Gewalt, wenn wir unseren Emotionen nicht so hilflos ausgeliefert wären?

Gefühle sind Signale unseres Körpers

Nicht mehr und nicht weniger. Wenn wir sie nicht wahrnehmen gehen sie nicht weg, sondern werden immer lauter. Bis sie den Holzhammer herausholen und schreien. Das bringt uns dann aus dem Gleichgewicht. Wir fühlen uns hilflos und geben anderen die Schuld dafür. Auch haben wir die Tendenz diesen lauten Gefühlen zu folgen und ihnen dadurch noch mehr Nahrung zu geben.

Aggression ausbalancieren, aber wie?

Es ist keine Lösung zu meinen weil wir intelligente Wesen sind hat unser Verstand unsere tierische Herkunft im Griff. Ich finde das gefährlich, weil die unterdrückte Aggression sich dann unkontrolliert Wege sucht sich auszudrücken. Gefühle werden immer irgendwann ausgedrückt.

Nicht zufällig sind Methoden in die Balance zu kommen überall zu finden: In Büchern, im Netz, in Blogs. Wir alle sehnen uns danach.

Etwas tun für ein gutes Miteinander

Eine Lösung ist die Arbeit an mir selbst. Wenn ich mich kenne und verstehe, bleibe ich mehr in der Balance. Wenn immer mehr Leute das tun, dann können wir besser gesamtgesellschaftlich verträgliche Lösungen finden mit Aggressionen umzugehen.

Meditation zur Zentrierung und Verbindung

Immer mehr Menschen bauen sich Zeiten der Ruhe und Einkehr in ihren Alltag ein. Sie blieben dabei, weil sie merken, dass es ihnen gut tut.

Ich habe für Dich eine 15-Minuten lange Meditation aufgenommen, die Dich zentriert und Dich mit allem verbindet. Lust auf ein kleines Abenteuer? Dann los.

Meditationsreise zu Allem was ist

Computerspiele um Agressionen abzubauen?

Wir brauchen mehr innovative Ideen um unserer Raubtiernatur gerecht zu werden. Unsere Kinder machen uns manches vor, denn Computerspiele sind besser als ihr Ruf.

Sie tun etwas Sinnvolles wenn sie daddeln: Sie erleben Spannung und Aufregung ohne sich durch Gewalt zu isolieren. Sie zentrieren sich dadurch und bauen Aggressionen auf sozialverträgliche Weise ab.

Es geht zwar oft um virtuelle Gewalt, was mich instinktiv abschreckt. Sie tun aber weder sich noch einem anderen Wesen wirklich Gewalt an und sie wissen das. Das ist der entscheidende Punkt. Aggression wird so sozialverträglich ausgedrückt. Diese Spiele werden zudem oft in Gemeinschaft gespielt und fördern dadurch Verbindung und Vernetzung.

Ist das eine Erklärung dafür warum so viele unserer Kinder Computerspiele lieben? Machen wir es uns zu einfach wenn wir von Sucht sprechen und die Spiele ablehnen?

Viele Fragen und wenige Antworten

Wir brauchen eine offene Diskussion darüber, dass unsere Raubtiernatur Aggressionen mit sich bringt. Wir brauchen effiziente Wege, diese Aggression auszuleben ohne Gewalt und Getrennt sein.

Dann sind wir vielleicht irgendwann in der Lage auf die ewigen Kriege und Feindseligkeiten zu verzichten.

Wie gehst Du mit Deinen Aggressionen um? Wenn Du Unterstützung brauchst, ruf mich für ein unverbindliches Gespräch an.

Dieser Artikel ist in der #Blognacht meiner Lieblingsblogflüsterin Anna Koschinski entstanden.

Bilder: Pixabay und privat

© Inge Schumacher

Trau Dir! Warum Selbst-Vertrauen wichtig ist

Natürlich vertraue ich mir, wem denn sonst? fragst Du Dich vielleicht.

Ich vertraue mir nicht hundertprozentig und Du?

Vertraust Du darauf, dass Du in jeder Lebenslage die richtige Entscheidung triffst? Hast Du nie Angst, dass etwas aus dem Ruder läuft, das Du nicht unter Kontrolle hast? Die Kinder? Die Arbeit? Die Gesundheit?

Ich glaube, dass wir viel leichter leben würden wenn wir uns selbst mehr vertrauen könnten.

In diesem Artikel untersuche ich warum wir oft unsicher sind. Außerdem teile ich am Schluss acht Übungen zur Stärkung Deines Selbst-Vertrauens.

Selbst-Vertrauen gibt uns Sicherheit, die wir immer dabei haben

Eine Gesellschaft in der jeder mehr Selbst-Vertrauen hat, ist weniger manipulierbar und besser fähig mit Herausforderungen fertig zu werden.

1. Selbst-Vertrauen weitergeben

Mein Mann und ich arbeiten seit vielen Jahren daran uns mehr zu vertrauen. Unsere Kinder sollen mit möglichst viel Selbst-Vertrauen aufwachsen. Wir wollen ihnen vorleben, dass sie auf sich zählen können. Das Gleiche wünsche ich Dir auch: Du sollst die Sicherheit haben, dass

  • Du wertvoll bist
  • Du Dich nicht in die Pfanne haust
  • Du das erschaffst was Du brauchst
    • Gemeinschaft
    • Interessante Arbeit
    • Deine Werte leben
  • Du stark bist

Es ist ein langer Prozess zum Selbst-Vertrauen

Wir lernen früh, dass wir nicht okay sind. Wir werden er-zogen, geformt und passend gemacht. Weil

  • Wir nicht den Erwartungen unserer Eltern entsprechen
  • Wir nicht gut genug sind in der Schule
  • Wir nicht in die Schablone unserer Gesellschaft passen
    • Körperlich
    • Vom Intellekt her
    • Von unseren Interessen her

Wir haben uns ein Spalierobstbaum zugelegt, weil wir wenig Platz in unserem Garten haben. Dieser Baum wird dazu gezwungen in zwei Dimensionen zu wachsen. Ich finde das ist eine passende Parallele für die Rigidität in der meine Generation aufgewachsen ist.

Uns war nur erlaubt in vorgegebene Richtungen zu wachsen. Ausbrecher wurden neu justiert. So waren wir vorhersagbar und leitbar.

2. Warum fühlt sich unsere Welt unsicher an?

Über 50% der Menschheit ist traumatisiert. Das nennt sich transgenerationales Trauma. Auch ich kenne das. Meine Eltern wurden im 2. Weltkrieg geboren. Das Leben ihrer Eltern war ständig bedroht und das haben sie mitgenommen. Ich habe von ihnen gelernt, dass Kontrolle wichtig ist und dass man trotzdem immer damit rechnen muss, dass etwas Schlimmes passieren könnte.

  • Wir erlebten Die Ängste unserer Eltern, den Job zu verlieren zum Beispiel.
  • Wir wurden als Kinder schreien gelassen und dadurch wurde unsere Verbindung zur Umwelt gestört.

Wir lernten so früh unserer Umgebung zu misstrauen. Um aus diesen Konditionierungen auszubrechen müssen wir uns ihrer erst einmal bewusst werden. Dann können wir daran arbeiten sie loszulassen.

Wie baust Du Dein Selbst-Vertrauen auf?

Erfahrung hilft

Du wärst heute nicht da wo Du bist, wenn Du nicht diverse Schwierigkeiten gemeistert hättest. Darauf kannst Du stolz sein. Sich das immer wieder klar zu machen öffnet den Blick nach vorne.

Entscheidungen aus der Vergangenheit akzeptieren

Im Nachhinein bin ich immer schlauer. Wenn ich mich mal wieder im „Hätte und Wäre“ verstricke hilft mir der Satz: Ich habe damals mit den mir zur Verfügung stehenden Informationen die beste Entscheidung getroffen.

8 Übungen für mehr Selbst-Vertrauen

Ich habe hier Übungen zur Stärkung Deines Vertrauens gesammelt. Lass Dich inspirieren.

Aufschreiben macht den Unterschied

Nimm Dir ein Blatt Papier und schreibe Deine Erkenntnisse auf. Es macht einen großen Unterschied etwas aufzuschreiben anstatt es nur zu denken. Es ist greifbarer und Du kannst es besser mitnehmen.

1. Stärken bewusst machen

Schreib Dir auf, wo Du gut bist. Wenn Dir nichts einfällt, frag Deine Liebsten.

2. Deine Ressourcen

Sind die Sachen, die Dir leicht fallen. Wenn ich unsicher bin konzentriere ich mich auf meine Ressourcen und nicht auf die Zukunft. Das gibt mir Halt und Zuversicht.

Deine Ressourcen kannst Du durch diese Fragen finden

3. Glaubenssätze erkennen

Es ist wichtig zu wissen welche Glaubensüberzeugungen Dein Vertrauen in Dich und Deine Umwelt beschränken. Glaubenssätze zu ändern ist wie Fahrradfahren lernen. Du musst es immer wieder üben.

HInweis: Wenn Du das denkst,

  • Ich bin hilflos
  • Ich muss aber…
  • Der oder die sollte…machen
  • Schon wieder!

dann sitzt da wahrscheinlich ein Glaubenssatz, den Du Dir anschauen darfst.

Denk daran: Um einen Glaubenssatz zu verstärken brauchen wir nur ein Erlebnis. Um ihn dauerhaft zu ändern mindestens 100.

4. Sich selbst kennen und akzeptieren lernen

Um Dich bei dir selbst sicher zu fühlen musst Du Dich als Ganzes akzeptieren

Das bedeutet auch in die dunklen Ecken zu schauen. Die Dinge anzuschauen derer Du Dich vielleicht schämst. Ich bespreche meine Fundstücke mit meinem Mann und Freunden. Oft stelle ich dann fest, dass ich gar nicht so schrecklich bin wie ich gedacht habe.

5. Präsent im Hier und Jetzt sein schafft Vertrauen

Nur im Hier und Jetzt erschaffen wir unsere Zukunft. Wir erschaffen mehr von dem auf das wir unsere Aufmerksamkeit richten. Entscheidend ist, wo Deine Aufmerksamkeit im Hier und Jetzt ist. Sie ist der Lichtstrahl, der aus den vielen Möglichkeiten die aussucht, die Du Realität werden lässt. Wir sind die Schöpfer unserer Realität. 

Tagsüber stelle ich mir immer wieder folgende Fragen:

  • Wo ist meine Aufmerksamkeit gerade?
  • Welche Energie strahle ich so aus?

Damit Du das nicht vergisst, nutze eine Erinnerungs-App oder befestige einen Zettel an prominenter Stelle.

6. Schaffe Dir einen sicheren inneren Ort

In diesen sicheren Raum kannst Du Dich zurückziehen, um Abstand zu gewinnen und zu heilen. Du brauchst einen Ort an dem Du Dich wohl fühlst. Ideal ist ein Ort, der real existiert. Du musst nicht selbst dagewesen sein, sondern kannst Dich zum Beispiel auf Pinterest inspirieren lassen.

7. Die Wurzelübung

Diese Übung dient der Erdung und Zentrierung. Ich liebe sie weil sie einfach und wirkungsvoll ist.

Stell dich ohne Schuhe hin. Deine Arme hängen locker an den Seiten. Atme dreimal tief ein und aus. Stell Dir vor, Du bist eine große Eiche.

  • Deine Wurzeln reichen bis tief in die Erde
  • Dein Blätterdach gibt Schutz
  • Fühle wie fest Du mit der Erde verbunden bist
  • Der Wind zerrt an Dir und Du stehst fest am Boden
  • Ein Tier schabt sich an Deiner Rinde und es ist egal
  • Ein Hund hebt sein Bein und das stört Dich nicht
  • Du fühlst Dich wohl in der Verbundenheit des Waldes
  • Du atmest bewusst ein und aus
  • Du bist fest verankert und sicher

Ich habe diese kleine Meditation für Dich aufgenommen:

Du findest sie auch mit meinen anderen 5 Minuten Inspirationen auf meiner Webseite und auf der App Upspeak.

Diese Übung benutze ich häufig. Sie gibt mir Halt. Dann wirft mich so schnell nichts um.

8. Erfolgserlebnisse sammeln

Oft nehmen wir die kleinen Wunder des Alltags, die durch unsere Energie im Hier und Jetzt verursacht werden kaum wahr.

Leg Dir einen Zettel hin oder schreibe am Abend in Dein Notizbuch, was alles geklappt hat und was einfach war. So gibst Du Deinen Erfolgen mehr Aufmerksamkeit.

Erfolgserlebnisse sind wichtig als Bestätigung. Du brauchst sie um Dich zu motivieren weiterzumachen. Dadurch wirst Du immer selbstbewusster und vertraust Dir immer mehr.

Du hättest gerne mehr Übungen?

In meinem Blogartikel Übungen zur Stärkung Deiner Superkräfte findest Du zehn weitere.

Mehr Selbst-Vertrauen als Individuum

Je selbstsicherer wir sind umso effizientere und bessere Entscheidungen können wir treffen. Wir sind offener für mehr Möglichkeiten zwischen denen wir wählen können. Je sicherer wir uns fühlen umso weniger sind wir manipulierbar.

Mehr Selbst-Vertrauen als Gesellschaft

Wir brauchen das Vertrauen, dass wir uns an den eigenen Haaren aus dem Schlammassel in den wir die Welt gestürzt haben herausziehen können. Wir brauchen die Sicherheit und das Wissen, dass wir dazu in der Lage sind. Das können wir nur schaffen wenn jeder Einzelne von uns fest an sich glaubt.

Brauchst Du Unterstützung um mehr Selbst-Vertrauen aufzubauen? Ruf mich gerne unverbindlich an.

Bilder: Pixabay, Privat

© Inge Schumacher

Energiarbeit mit Krebs-Patienten

Menschen wie Du und ich haben Krebs

Eine Freundin, die schwer an Lymphdrüsenkrebs erkrankt war hat mir 2013 einen freundlichen Tritt in den Allerwertesten gegeben als ich sagte, dass ich Angst hätte mit ihr zu arbeiten. Ich befürchtete alles schlimmer zu machen. Deswegen machte ich beruflich einen Bogen um Menschen mit schweren Krankheiten. Sie schaute mich streng an und meinte: „ Inge, gib Dir einen Ruck. Ich erwarte keine Wunder. Schlimmer machen kannst Du bei mir nichts. Im Gegenteil, ich weiß dass Du mir helfen kannst.“

Sie hatte Recht. Die Arbeit mit ihr war genauso erfüllend wie mit jedem anderen Klienten. Ich konnte sie ein wenig unterstützen mit meiner Energiearbeit. Sie starb ein Jahr später.

Ich bin ihr immer noch dankbar dafür, dass sie mir meine Angst genommen hat. Meine Ängste waren unausgegorene Konstrukte meines Verstandes.

Seitdem habe ich mehr Menschen mit Krebs begleitet. Die meisten kannte ich schon bevor sie erkrankten. Es scheint einfacher zu sein Energiearbeit zu nutzen, wenn bereits ein Vertrauensverhältnis besteht.

Ich arbeite nicht mit Klienten,

die konventionelle Heilmethoden ablehnen obwohl ihr Glaubenssätze eine andere Sprache sprechen. Leider sind wir manchmal Experten darin uns etwas vorzumachen. Das kann schlimme Folgen haben, wenn wir es mit ernsten Krankheiten zu tun haben.

Crystals KrebsReise

Ich habe Crystal 2011 getroffen als wir einen gemeinsamen Freund im Osten der USA besuchten. Drei Jahre später lud sie uns ein unseren Caravan vor ihrem Haus zu parken. So haben wir uns näher kennengelernt und sind seitdem locker in Verbindung geblieben.

Crystal ist eine talentierte Künstlerin. Sie hat zwei Kinder und drei Enkel, die sie über alles liebt. Sie hat ihr Leben lang hart gearbeitet und sowohl ihrem Mann als auch ihren Kindern die Universität finanziert, was in den USA sehr teuer ist. Sie konnte deswegen nicht für ihre Rente vorsorgen und musste mit Anfang 70 noch arbeiten. Sie war immer da für andere.

Anfang Januar 2021 wurde sie mit einer starken Grippe zur Abklärung ins Krankenhaus geschickt. Heraus kam sie mit der Diagnose Lymphom. Die Krankheit, die mit einem massiven Anstieg der T-Zellen einhergeht, ist sehr selten und sehr aggressiv.

In diesem Augenblick, sie nennt ihn „Gnade“ sah sie ganz klar zwei Wege: Sie konnte innerhalb weniger Wochen zu sterben oder ihr Leben total umkrempeln und bleiben. Sie entschied sich dafür zu leben. Ihr war klar, dass dieser Weg nicht einfach und der Erfolg nicht sicher war.

Will ich mit Crystal arbeiten?

Bevor ich Crystal anrief habe ich mir drei Wochen lang überlegt, ob ich mich wirklich involvieren wollte. Ich habe mir folgende Fragen gestellt:

  • Kann ich es aushalten sie leiden zu sehen?
  • Komme ich klar, wenn sie stirbt?

Wie kann ich sie unterstützen?

Mein Impuls war, ihr ein offenes Ohr zu schenken, wenn sie einen schlechten Tag hat. Sie ist ein sehr positiver Mensch. Aber auch positive Menschen haben manchmal zu kämpfen. Gut war, dass ich weder Familie noch eine enge Freundin war. Ich konnte das ganze Bild sehen ohne in Panik zu geraten.

Sie gab zu, dass sie Schwierigkeiten hatte mein Angebot anzunehmen. Sie war daran gewöhnt alles allein zu schultern. Aber sie wusste: Dieses Mal brauchte sie Unterstützung.

Unsere Energiearbeit

Wir fanden schnell heraus dass wir gut zueinander passten. Wir waren beide sehr offen was unserer Arbeit zugute kam.

Crystals Weg

Nach ihrer Entscheidung handelte sie schnell. Sie nahm an einer speziellen Studie teil mit drei Tagen Chemotherapie pro Woche für drei Monate.

Sie nutzte die Chemo als ihren Helfer gegen die bösartigen T-Zellen. Mit einem Quarzkristall schützte sie ihren Körper vor den Nebenwirkungen. Ihr fielen weder die Haare aus noch war ihr übel. Stattdessen ging es ihr immer besser.

Ursachen für den Krebs

Sie wusste, dass massives Trauma aus ihrer Kindheit der Auslöser für ihren Krebs war. Sie hatte aber keine Erinnerungen aus ihrer frühen Kindheit. Daran haben wir gemeinsam gearbeitet.

Crystals traumatische Kindheit

Ihre Kindheit war gezeichnet von Gewalt und Schlägen. Sie ist mit 16 ausgezogen und hat alleine die Schule fertig gemacht. Eine schlimme Kindheit kann schwere Folgen haben.

Viele Kinder vergessen ihre Traumen. Ihr Körper schützt sie davor indem er das Gefühl und die Erinnerung trennt und in zwei verschiedenen Gehirnhälften packt. Trotzdem ziehen sich die Trauma-Folgen durch ihr ganzes Leben.

Unsere Energiearbeit

Durch unsere gemeinsame Arbeit fand sie heraus, dass ihre Mutter mehrfach versucht hatte sie abzutreiben. – Ich habe erstaunlich viele Klienten, die dieses Schicksal teilen. – Ich bat sie außerdem in ihre sehr frühe Kindheit zurückzugehen und zu imaginieren was noch vorgefallen sein könnte.

Sie bekam niederschmetternde Bilder. Als sie ein paar Monate alt war hat ihre Mutter versucht sie zu erdrosseln. Sie konnte sich sogar an den Ring der Mutter erinnern, der sie dabei unter dem Kinn verletzte. Die Mutter hörte nur auf weil sie Angst vor dem Gefängnis hatte.

Das war starker Tobak. Es brauchte eine ganze Weile bis sie damit umgehen konnte. Sie hatte die Erklärung gefunden für ihr Gefühl nicht erwünscht zu sein, das sie ihr ganzes Leben hatte. Es erklärte auch ihren Schilddrüsenkrebs zwanzig Jahre zuvor.

Crystal entscheidet sich anders

Weil sie nach der Chemo in gutem Zustand war hat sie sich gegen eine Knochenmarkstransplantation und für ein experimentelles Medikament entschieden. Das bedeutete kein Krankenhaus und deutlich weniger Leid. Es hatte auch zur Konsequenz, dass die Verantwortung für ihre Heilung jetzt allein bei ihr lag.

Crystal startet ihre freudvolle Reise zu sich

Ihr ist klar, dass sie nur erfolgreich sein wird, wenn sie mehr Freude in ihr Leben bringt. Sie ist sehr motiviert, ihre Traumen anzusehen und sie zu lösen. Sie braucht ihre ganze Aufmerksamkeit um sich bewusst immer wieder für das Leben zu entscheiden.

Sie nutzt ihre kreativen und spirituellen Talente um

  • Sich ihrer Energie in jedem Moment bewusst zu sein
  • Sich zu fragen ob sie immer zu ihrem Besten handelt
  • die toxischen Energien zu bemerken und zu verändern, die den Krebs zurückbringen könnten

Freunde und Familie müssen sich an eine veränderte Crystal gewöhnen, die sich selbst an erster Stelle stellt. Sie ist jetzt eher in der Rolle des Zuhörers und weniger der Macherin.

Sie sagt, sie versucht die Probleme jetzt nicht mehr zu antizipieren bevor sie überhaupt da sind. Wegen ihrer eigenen schrecklichen Kindheit ist zu einer Übermutter geworden. Das hat zu beiderseitigen Abhängigkeiten geführt. Sie arbeitet jetzt gemeinsam mit ihrer Familie daran das zu ändern.

Crystal spürt die hundertprozentige Unterstützung von mir und meinem Mann. Auf der anderen Seite sieht sie die Ängste und Befürchtungen ihrer Familie und Freunde. Das ist zu erwarten. Es ist aber trotzdem nicht einfach damit umzugehen.

Ihr jetziger guter Zustand ist für die sie begleitenden Mediziner unerklärlich. Sie können sich ihren Heilungsprozess nicht erklären.

Allein hinterm Steuer

Crystal weiß, dass nur sie selbst sich aus dieser Krankheit führen kann. Sie nutzt das Medikament als Hilfe zum Fokussieren und arbeitet unablässig an ihrem Vertrauen in ihren Weg.

Unsere Trauma-Arbeit

Crystal sitzt am Lenkrad ihres Lebensautos. Ich sitze auf dem Beifahrersitz. Wir tauschen uns ein paarmal in der Woche aus. Ich frage sie immer was sie von mir braucht. Mein Mann und ich sind für sie da, wenn sie Fragen hat.

Ich finde es sehr bereichernd sie auf ihrem Weg zu begleiten. Ich lerne sehr viel von ihr.

Was hat Crystal bisher auf ihrem Reise mit Krebs geändert?

  • Sie lebt viel bewusster und ist präsenter im Jetzt
  • Sie hat den Druck losgelassen, den sie sich ständig gemacht hat immer und überall produktiv zu sein
  • Sie akzeptiert sich mehr und mehr selbst
  • Sie erlebt viel mehr Freude im Alltag zum Beispiel beim Einkaufen und Putzen.
  • Sie etabliert gesündere Verbindungen zu ihrer Familie
  • Sie ist sich der Verwicklungen bewusst, die ihre Traumen in all ihren Beziehungen verursacht haben
  • Sie erweitert ihren Freundeskreis um Menschen, die ihr gut tun
  • Sie vergisst immer öfter dass sie krank ist

Egal wie diese Riese ausgeht, Crystal verfolgt einen Weg, der ihr schon jetzt ein befriedigenderes erfülltes Leben beschert.

Jede Lebensgeschichte und jeder Krebs ist anders

Ich erkläre mir die vielen Krebserkrankungen in der heutigen Zeit mit dem massiven Trauma, das wir seit dem 2. Weltkrieg angesammelt haben.

Traumen produzieren toxische Energie, die zu ernsten Krankheiten führen

Die Auslöser von Krebserkrankungen sind unterschiedlich. Es gibt individuelle und kulturelle Faktoren. Zum Beispiel bin ich der Meinung, dass die Brustkrebsrate deswegen so hoch ist, weil die Rolle der Frauen in unserer Gesellschaft überdacht werden muss.

Energiearbeit bei Krebs

Krebs-Patienten brauchen ein individuelles Unterstützungssystem. Sie sind in der Pflicht herauszufinden was ihnen gut tut und sich entsprechende Hilfe zu suchen. Nur sie wissen was wirklich passt. Meiner Meinung nach ist eine Mischung von konventioneller und alternativer Medizin für die meisten optimal.

Tipps:

  • Sabine Dinkel hat ein tolles Buch über ihren Weg mit Krebs geschrieben: Krebs ist wenn man trotzdem lacht.
  • Podcast (englisch) Lynn Mc Taggert im Gespräch mit Joe Dispensa: Paving the way for miracles.

Bilder: Pixabay und Privat

© Inge Schumacher

Unser Trauma ist historisch

Ich habe in meiner Praxis immer mehr mit Traumen zu tun. Ich lerne gerade wie sehr wir durch Traumen beeinflusst sind. Individuell und als Gesellschaft.

Was ist ein Trauma?

Ein Erlebnis wird für uns zum Trauma wenn wir direkt oder indirekt mit dem Tod in Kontakt kommen. Wir werden dadurch überfordert. Unser Körper hilft uns damit fertig zu werden, in dem er die Erinnerung und das überwältigende Gefühl in zwei getrennten Gehirnhälften unterbringt und so entschärft. Das Trauma könnte sonst unsere Persönlichkeit in Stücke reißen.

Warum ist unser Trauma historisch?

Die Traumen, mit denen viele von uns sich gerade auseinandersetzen, haben ihren Ursprung in der Zeit des 2. Weltkriegs.

1. Die Menschlichkeit ging im 2. Weltkrieg verloren

Töten führt immer zu Trauma. Frühere Kriege, das schließt den 1. Weltkrieg ein, wurden auf einem soliden Fundament von Stolz und Ehre geführt. Die Kriegsparteien waren alle davon überzeugt, für eine gerechte Sache zu kämpfen. Die Gegner wurden als Menschen geachtet. Die traumatisierten Soldaten waren in der Lage sich nach dem Krieg wieder in die Gesellschaft zu integrieren.

Das war im 2. Weltkrieg anders. Da ging es mehr um Eroberung und Dominanz auf Seiten der Deutschen und Japaner und Verteidigung bei den Alliierten. Der Gegner wurde als menschenunwürdig gesehen. Der Holocaust war nur durch die vollständige Entmenschlichung der Juden möglich. So wurden die Traumen tiefer.

Die zurückkehrenden Soldaten schafften es nicht sich wieder zu integrieren. Sie waren durch ihre Traumen dissoziiert – von sich und ihren Gefühlen. Sie isolierten sich und ihre Familien und gaben ihr Trauma weiter. Das hat zwei Generationen von Kindern hervorgebracht, die zum Ventil für das fürchterliche Trauma des Krieges wurden.

2. Kinder waren nichts wert

Das sieht man daran wie Kinder in dieser Zeit behandelt wurden. Kinder bedeuteten damals in erster Linie Mühe. Sie wurden erst als vollwertige Menschen angesehen wenn sie produktiv waren.

Zwei Beispiele:

Die 93-jährige Großtante einer Freundin ist auf einem Bauernhof aufgewachsen. Sie erzählte ihr, dass der Arzt nur geholt wurde wenn die Tiere krank waren. Tiere waren eben wertvoller als Kinder.

Ich erinnere mich an ein Buch über eine Familie aus dem mittleren Westen der USA, das Ähnliches dokumentierte. Dort bekam der Hofhund besseres Essen als die Kinder. Er hatte eine wichtigere Aufgabe.

Was passiert, wenn Kinder weniger wichtig sind als Vieh? Sie werden körperlich und emotional mit Füßen getreten. Sie werden wie Wegwerfware behandelt.

Das Trauma von drei Generationen

66 bis 80-Jährige: Erste Generation: Sie bekamen die Kriegstraumen direkt ab und wurden nicht als Menschen wahrgenommen. Vermutlich 70% von ihnen sind traumatisiert. Von diesen erinnern sich nur 30% an das Vorgefallene.

50 bis 65-Jährige: Zweite Generation: Sie wurden weniger durch den Krieg traumatisiert, haben aber unter den massiven Traumen ihrer Elterngeneration gelitten.

25 bis 50-Jährige: Dritte Generation. Sie wurden von klein auf als Menschen angesehen und sind deswegen nur noch zu 30% traumatisiert.

Traumen weitergeben, wie geht das?

Kann ich ein Trauma weitergeben, wenn ich nicht weiß, dass ich eines habe? Ja, durch mein Verhalten. Obwohl wir es nicht merken steuern unsere Traumen unser Verhalten.

Mein Sohn Ben mit 6 Wochen.

Beispiel: Kinder schreien lassen

In Nazideutschland wurde propagiert Kinder nachts schreien zu lassen. Man glaubte, das würde starke Menschen mit guten Lungen hervorbringen. So sind meine Eltern aufgewachsen. Sie haben das mit mir und meinen Geschwistern genauso gemacht. Das stand damals in jedem Lehrbuch und Ratgeber.

Dieses wiederholte Schreien-lassen hat viele von uns traumatisiert. Viele weitverbreitete Glaubenssätze haben hier ihren Ursprung:

  • Ich bin nicht wichtig
  • Wenn es mir schlecht geht werde ich allein gelassen
  • Ich bin hilflos egal was ich tue

Auch ich habe damit zu kämpfen. Neulich stellte ich fest, dass ich immer noch Angst davor habe dass mein lieber Ehemann mich allein lässt, wenn es mir schlecht geht. Ich finde jede Menge Indizien dafür. Klar, denn meine Wahrnehmung erschafft meine Realität.

Beispiel: Prügel und Missbrauch

Meine Elterngeneration ist in der Schule und von ihren Eltern gezüchtigt worden. Das war normal. Unsere Normen haben sich zum Glück geändert. Trotzdem bleibt häusliche Gewalt ein Dauer-Thema. In Coronazeiten, wo viele Familien eng aufeinandersaßen sind die Zahlen wieder gestiegen.

Auch hier überträgt sich erlebtes Verhalten. Viele Kinder, die geschlagen wurden, drücken später ihre eigenen Aggressionen genauso aus.

Die Opfer werden zu Tätern, bleiben dabei aber immer Opfer.

Viele meiner Klienten haben schwerste Misshandlungen und Missbrauch erlebt. Alle haben auch eine Täterseite an sich entdeckt. Das ist schlimm für sie. Opfer sein ist schon schambehaftet, Täter sein noch viel mehr.

Die meisten meiner Klienten haben den Missbrauch nicht direkt weitergegeben. Wenn sie aber darüber nachgedacht haben, dann tragen sie starke Schuldgefühle in sich.

Täter sein zeigt sich in gestörten Beziehungen zu sich selbst und anderen:

  • Wir behandeln uns selbst schlecht
  • Wir isolieren uns
  • Wir gehen toxische Partnerschaften ein

Wir drücken die Energie des Traumas immer wieder aus

Für mich haben sich die vergleichsweise harmlosen Traumen aus meiner Kindheit wie Gummibänder angefühlt. Ich habe mich von der Trauma-Energie wegbewegt und mich immer besser kennengelernt und schwupps kam irgendein Auslöser, der mich wieder in altes Verhalten gezogen hat.

Trauma ist wie ein Gummiband, das uns daran hindert weiter zu kommen.

Dieses Gummiband kann ich nur lösen, wenn ich das Ereignis und Gefühl aus beiden Gehirnhälften im Rahmen einer Therapie wieder zusammenbringe. In der rechten Gehirnhälfte befinden sich die Trauma-Erinnerungen. Sie werden zusammen mit den Gefühlen in die linke Gehirnhälfte transportiert.

Das zerstört das Gummiband. Erst dann habe ich die Chance mich bewusst für ein anderes Verhalten zu entscheiden.

Leider fängt die Arbeit dann erst richtig an. Ich muss mir der Auswirkungen, die mein Trauma in meinem Leben hat bewusst werden. Ich hole mir dazu fachkundige Hilfe.

Ich empfehle diesen Prozess nicht alleine zu gehen und erfahrene Trauma-Therapeuten zu Rate zu ziehen.

Selbst-Regulation von Gefühlen ist der Schlüssel

Ich bin früher oft ausgerastet und meine Familie hat das abbekommen. Ich habe jetzt ein ganzes Bündel von Instrumenten mit denen ich meine Gefühle regulieren kann. Ich drücke sie nicht mehr in irgendeinen Topf, der dann explodiert.

Wie merkst Du, dass Du ein Trauma hast?

Meine Alarmsirenen gehen an, wenn ich merke, dass ich überreagiere. Da gibt es etwas, das angeschaut werden will. Das muss nicht zwingend ein Trauma sein, kann aber damit zusammenhängen.

Hinweise auf Traumen liegen oft in Extremen. Wenn Du

  • Oft wütend bist
  • Ständig Schuldgefühle hast
  • Dich selbst gerne niedermachst
  • Dich wertlos fühlst
  • Ein überzogenes Ego hast
  • Narzisstisch veranlagt bist
  • Nur für die Karriere und Erfolg lebst

Dann könntest Du ein Trauma haben.

Traumen verursachen toxische Energien

Über Jahre hinweg können Traumen schwere körperliche Folgen haben wie Krebs oder Autoimmunerkrankungen.

So viel Leid wegen Trauma

Ich bin entsetzt über das Ausmaß des Traumas in der heutigen Gesellschaft. Unsere Welt sieht heute so aus, weil wir über Generationen hinweg massiv traumatisiert wurden. Trauma trennt uns und macht uns einsam. Wir verletzen deswegen ständig uns, unsere Erde, die Tiere und Pflanzen. Meiner Meinung nach sind unsere Traumen auch die Ursache für unsere Wegwerfgesellschaft.

Es tut sich etwas

Es wird so nicht weitergehen. Immer mehr von uns wachen auf und merken, dass wir uns mit unserem Verhalten selbst wehtun. Die Generation Fridays for Future ist die am wenigsten traumatisierte seit langem. Sie macht uns auf unsere Defizite aufmerksam.

Hast Du Fragen zum Thema Trauma?

Fragst Du Dich ob Du ein Trauma haben könntest? Rufe mich an für ein kostenloses halbstündiges Gespräch.

Buchtipps zu Trauma

  • Franz Ruppert: Wer bin ich in einer traumatisierten Gesellschaft
  • Demi Charf: Auch alte Wunden können heilen
  • Peter Levine: Trauma-Heilung
  • Thomas Hübl: Kollektives Trauma heilen
  • Oprah Winfrey und Dr. Bruce Perry: What happened to you?

Hilfe bei Trauma gibt es hier:

Dieser Artikel ist in der #Blognacht meiner Lieblingsblogflüsterin Anna Koschinski entstanden.

Bilder: Pixabay und privat

©Inge Schumacher

Channeling und der Shift

Eine Informationsquelle, die ich regelmäßig nutze ist gechanneltes Material. Hier bekomme ich viele Inspirationen. (You can read this article in English here.)

Was ist Channeling?

Channeling bezeichnet die Kommunikation zwischen Menschen und nicht–physischen Wesenheiten. Ein Medium kommuniziert mit einem anderen Teil des Bewusstseins. Sie bauen gemeinsam einen Kanal auf.

Es gibt Massen an Informationen dazu im Internet. Bücher, Webseiten und Workshops. Channeling scheint den Weg in den Mainstream gefunden zu haben, zumindest in der esoterischen Ecke der Welt.

Hintergrundinformation zu Channeling

Wir sind so viel mehr als uns der Spiegel jeden Morgen zeigt. Wir haben einen Körper, der eng mit dieser Erde verbunden ist und wir haben eine Seele, die zu diesem Körper gehört. Diese Seele ist Teil eines größeren Bewusstseins. Manche nennen es das höhere Selbst. Ich nenne es Essenz. Die Seele verbindet uns mit allem Feinstofflichen. Wir vereinen also das Beste aus zwei sehr verschiedenen Welten in uns.

Wir sind hier, weil wir Vieles nur mit einem Körper erfahren können. Gefühle zum Beispiel: Gefühle sind Signale des Körpers. Oder Berührung. Weil wir neugierig sind und möglichst viel lernen wollen leben wir viele verschiedene Leben.

Wenn unser Körper stirbt wir die Seele wieder eins mit unserer Essenz. Sie nimmt alles mit was wir erlebt und gelernt haben. Nichts geht verloren.

Der Vorhang des Vergessens

Wenn wir geboren werden vergessen wir woher wir kommen: Dass wir Teil eines größeren Bewusstseins, einer Essenz sind. Dieses Vergessen ist fest mit dem Leben hier verbunden. So leben wir mit voller Intensität.

Dieses Weltbild erklärt für mich

Warum es so viel Leid und Schmerz gibt. Das ergibt keinen Sinn, wenn wir nur ein Leben haben. Wenn es aber darum geht möglichst viele Erfahrungen zu machen, dann gehören Armut, Krankheit und Leid dazu.

Ich erwarte nicht, dass Du mir glaubst. Bleibe aber bitte offen für Informationen, die Dir helfen können. Die Informationen, die ich hier teile habe ich aus vielen verschiedenen Quellen.

Wenn der Vorhang des Vergessens verschwindet

Alzheimer Patienten erfahren was passiert, wenn sie ihren Halt in dieser Realität verlieren, weil sie unkontrolliert immer mehr Informationen von jenseits des Vorhangs wahrnehmen. Ich wird nie vergessen wie eine Freundin meiner Schwiegermutter, die Alzheimer hatte mir erzählte, dass sie aufgehört hat auf die vielen Merkwürdigkeiten hinzuweisen, die nur sie sieht und hört.

Der Shift im Bewusstsein

Eine Erklärung für die wachsende Anzahl von Channels ist der Shift, den wir gerade erleben: Jedes Bewusstsein in diesem Universum hat beschlossen, auf der subjektiven Ebene, diesen Entwicklungsschritt zu tun. Wir verändern die Spielregeln weil sie nicht mehr passen.

Durch den Shift werden die Vorhänge des Vergessens langsam immer dünner. Er wurde seit über 100 Jahren vorbereitet. Richtig los ging es zur Jahrtausendwende. Gegen 2075 soll diese Entwicklung vollendet sein. Wie unsere Welt dann wohl aussehen wird?

Ich weiß, dass wir uns gerade verändern und bewusster werden. Ich sehe das an meinen Kindern. Mein Jüngster weiß intuitiv, dass er ein mächtiges Wesen ist, und daher die  Entscheidungsgewalt über sein Leben hat. Das macht das Leben mit ihm nicht einfacher.

Im Shift findet ein Paradigmenwechsel statt von

  • Intellekt zu Intuition
  • Konzentration auf das Außen hin zum Innen
  • Der Masse zum Individuum

Viele nennen das eine Veränderung zum Weiblichen. Warum weiblich? Weil wir diese Eigenschaften mit dem weiblichen Anteil in uns in Verbindung bringen. Unsere Welt ist bisher aufgrund unserer Geschichte bisher eher männlich geprägt.

Was sind Hinweise auf den Shift?

Veränderungen durch den Shift werden langsam sichtbar. Vieles passiert, was uns dazu  motiviert unseren Horizont zu erweitern und uns damit auf Veränderungen vorzubereiten.

  • Weltweite Verbindungen via Internet
  • Klimawandel
  • Corona Virus

Wir sind dabei zu lernen:

Essenzen helfen uns im Shift

Weil sich so viel verändert unterstützen uns mehr Essenzen mit Informationen. Meiner Meinung nach können wir jede Hilfe gebrauchen.

Unsere Aufgabe im Shift ist uns besser kennenzulernen. Nur dann können wir unseren Weg durch die vielen Veränderungen finden, die uns bevorstehen. Wir müssen fest in dieser Realität verankert sein um den Herausforderungen gewachsen zu sein.

Ich arbeite seit vielen Jahren daran bewusster zu werden. Mein Blog ist voll von meinen Erfahrungen. Trotzdem habe ich noch einen langen Weg vor mir. Die Reise zu sich selbst ist nicht einfach aber sehr lohnend. Ich habe mir auf vielen Gebieten schon mehr Freiheit erarbeitet:

Wir channeln uns natürlicherweise selbst

Als Essenz können wir auf ein riesengroßes Reservoir an Wissen zurückgreifen. Joe Dispensa nennt das, sich einklinken.

Ich nutze das, weil mein Namensgedächtnis unterirdisch ist. Ich vergesse kaum ein Gesicht aber jeden Namen. Wenn ich dringend einen Namen brauche erinnere ich mich plötzlich. Dann unterstützt mich meine Essenz.

Sich selbst channeln ist so normal, dass wir es nicht merken. Schwieriger ist es eine andere Essenz zu channeln. Das Aneinander gewöhnen und Aufeinander einspielen braucht viel Zeit und Energie, wie mir verschiedene Medien berichtet haben.

Ist Channeling eine brauchbare Informationsquelle?

Weil gechannelte Informationen durch die Glaubenssätze und Persönlichkeit des Mediums hindurchmüssen sind sie immer subjektiv eingefärbt. Das geht gar nicht anders. Wir dürfen daher nicht alles für bare Münzen nehmen was wir hören und lesen.

Deswegen nutze ich meinen internen Bullshit-o-meter. Das ist ähnlich wie bei Trump oder Fox News: Die sind auch besser mit Vorsicht zu genießen.

Meine Erfahrung mit Channels

Seth

Seth ist eine der bekannteren gechannelten Essenzen des 20. Jahrhunderts. Er hat seinem Medium Jane Roberts etliche Bücher diktiert. (Zum Beispiel: Seth speaks; auf Deutsch: Von der ewigen Gültigkeit der Seele.)

Elias

Vor 15 Jahren entdeckten wir Elias. Mary Ennis channelt Elias seit 25 Jahren. Elias war zum Beispiel als Oscar Wilde inkarniert. (Weitere Links findest Du unten im Artikel.)

Oscare Wilde by Wikimedia

Elias diktiert keine Bücher. Er bevorzugt Einzel- und Gruppensitzungen. Er hilft, das Trauma, das durch den Shift an die Oberfläche kommt zu reduzieren. Ich habe viel durch ihn gelernt.

Wie Du mit gechannelten Informationen umgehst

Channels haben alle eine Agenda. Einige kommen genauer rüber als andere, das heißt die Information wird durch das Medium mehr oder weniger verzerrt.

Such Dir die Informationen heraus, die Dich ansprechen. Spiel mit ihnen und teste sie. Sprich mit anderen darüber.

Ich rate Dir offen zu sein, wenn Du mit gechannelten Informationen zu tun hast. Für mich ist ein Mix aus Büchern (z.B. Laura Seiler, Joe Dispensa, Julia Cameron…)  persönlichen Gesprächen und gechanneltem Material optimal.

In der Tabelle unten habe ich ein paar der bekannteren Channels zusammengestellt und mit Links versehen.

ChannelChannelerWebseiteSprache
EliasMary EnnisElias Website
mehr Deutsche Übersetzungen
Deutsch Deutsch
SethJane RobertsBücher Deutsche WebseiteDeutsch
Abraham HicksEsther HicksAbraham Hicks You tube Bücher und You tubes DeutschEnglisch Deutsch
BasharDarryl AnkaBashar Info in DeutschEnglisch Deutsch
KryonLee CarolKryonEnglisch
KrisSerge Grandbois Webseite
Deutsche Übersetzungen
Englisch Deutsch 

Hast Du Dich schon mit Channeling beschäftigt? Was sind Deine Erfahrungen?

Pictures: Pixabay, privat, Wikimedia

© Inge Schumacher